Hamburg

Sturzbetrunkener belästigt Frau – von Polizisten weggetragen

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Bundespolizisten am Hamburger Hauptbahnhof mit einem Verdächtigen

Bundespolizisten am Hamburger Hauptbahnhof mit einem Verdächtigen

Foto: Roland Magunia

Warum Vollrausch eine Straftat sein kann und wie Bundespolizisten am Hauptbahnhof einen speziellen Taschendieb jagten.

Hamburg. Zwei kuriose Einsätze haben die Bundespolizei in Hamburg am Hauptbahnhof und am Bahnhof Altona beschäftigt. Wie die Beamten am Dienstagnachmittag mitteilten, hat ein offenbar sturzbetrunkener Mann (4,5,1 Promille) eine Frau am Busbahnhof Altona beleidigt und belästigt. Der 43-Jährige wurde von einem Zeugen daran gehindert, die auf einen Bus wartende Frau weiter zu bedrängen. Die Bundespolizei nahm den Betrunkenen um 12.30 Uhr fest. Er war so stark alkoholisiert, "dass er gestützt zum Bundespolizeirevier im Bahnhof verbracht werden musste", hieß es.

Es bleibt das Geheimnis des Mannes, wie man in derart desolatem Zustand noch Beleidigungen ausstoßen kann. Möglicherweise wird es im Krankenhaus gelöst, wohin er mit einem Rettungswagen gebracht wurde. Auf den Mann wartet außerdem ein Verfahren nach Paragraf 323a des Strafgesetzbuches.

Dort steht: "Wer sich vorsätzlich oder fahrlässig durch alkoholische Getränke oder andere berauschende Mittel in einen Rausch versetzt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wenn er in diesem Zustand eine rechtswidrige Tat begeht und ihretwegen nicht bestraft werden kann, weil er infolge des Rausches schuldunfähig war oder weil dies nicht auszuschließen ist."

Hauptbahnhof Hamburg: Trick-Taschendieb gefasst

Nicht ins Krankenhaus, sondern in die Untersuchungshaft kam ein mutmaßlicher Trick-Taschendieb, der am Hauptbahnhof gefasst wurde. Es war ein gefährlicher Einsatz: Der 28 Jahre alte Mann wurde am Montag erst nach einer Flucht über die Gleise um 18 Uhr festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, einem schlafenden Fahrgast der S1 eine 600 Euro teure Uhr gestohlen zu haben.

Eine Überwachungskamera hatte die Tat aus dem August aufgezeichnet. Zivilfahnder hatten den Mann bei einer Fahndung nach Taschendieben erkannt. Seine Flucht währte nicht lange. Er kam auf das Bundespolizeirevier, wo bei ihm noch vermeintliche Spuren von Rauschgift entdeckt wurden. Außerdem soll er in Deutschland keine Aufenthaltserlaubnis haben.

( HA/ryb )

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