Einzelhandel

Verdi: Galeria in Hamburg Wandsbek vorerst gerettet

Hamburg. Die von der Schließung bedrohte Galeria Karstadt Kaufhof-Filiale in Hamburg-Wandsbek ist nach Angaben der Gewerkschaft Verdi vorerst gerettet. Die Filiale sei von der Schließungsliste genommen worden, teilte Verdi am Dienstag mit. Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) sprach von einer guten Nachricht. Eine Bestätigung vom Galeria-Karstadt-Kaufhof-Konzern (GKK) gab es bis zum Nachmittag nicht, das Unternehmen äußerte sich zunächst nicht.

Nach Darstellung von Verdi wären damit 120 Arbeitsplätze gesichert. "Das ist ein riesiger Erfolg für die Beschäftigten", sagte Verdi-Fachbereichsleiterin Handel, Heike Lattekamp. "Wir haben in unzähligen Gesprächen Brücken gebaut zum Erhalt der Arbeitsplätze."

Nach Angaben des Fondsanbieters Union Investment wurde am Montag mit GKK ein neuer Mietvertrag mit einer Laufzeit bis 30. April 2024 vereinbart. "Wir haben signifikante Zugeständnisse bei den Mietkonditionen gemacht, GKK wiederum hat eine geringere Laufzeit des Mietvertrages akzeptiert", sagte Jörn Stobbe, Mitglied der Geschäftsführung der Union Investment Real Estate GmbH.

Der örtliche Betriebsratsvorsitzende Mark-Oliver Thöne, sagte, 120 Arbeitsplätze in der 28 000 Quadratmeter großen Filiale seien für die nächsten Jahre gesichert. Finanzsenator Dressel zeigte sich ebenfalls zufrieden. "Unser Einsatz zusammen mit Verdi hat sich gelohnt. Eine gute Nachricht für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für den Bezirk und für den Wandsbeker Kern."

Weiter offen ist dagegen laut Verdi die Zukunft der Beschäftigen der GKK-Filialen in Bergedorf und in der Mönckebergstraße im Zentrum Hamburgs.

Galeria Karstadt Kaufhof war durch die Corona-bedingte Schließung aller Filialen in eine schwere Krise geraten und hatte Anfang April Rettung in einem Schutzschirmverfahren gesucht. Mitte Juni kündigte der Warenhausriese an, 62 der 172 Warenhäuser zu schließen. In Hamburg sollten es vier der sieben GKK-Filialen sein sowie zwei Karstadt-Sport-Häuser mit insgesamt 600 Beschäftigten. Nach Zugeständnissen von Vermietern und Hilfen von Kommunen gelang es, die Zahl der Schließungsfilialen auf unter 50 zu reduzieren.