Hamburg-Kolumne

Regina Halmich: „Wir Sportler sind doch alle eitel“

Die ehemalige Boxerin Regina Halmich war zu Besuch in der Hansestadt.

Die ehemalige Boxerin Regina Halmich war zu Besuch in der Hansestadt.

Foto: Roland Magunia / Roland Magunia/Funke Foto Services

Anekdoten aus der Gesellschaft, Rück- und Ausblicke auf Veranstaltungen – alles über die wichtigsten Köpfe der Stadt.

Hamburg. Ihre Karriere begann sie im Hamburger Boxstall von Universum, holte 54 Siege und trug zwölf Jahre lang den Titel als Weltmeisterin im Fliegengewicht. Ungeschlagen! Was so einfach klingt, war in Wirklichkeit „ein harter Weg“, wie Regina Halmich im Interview mit dem Abendblatt erklärt.

Jetzt kam die ehemalige Boxerin, zu deren Kämpfen sich mehr als acht Millionen Zuschauer vor dem Fernseher versammelten, wieder nach Hamburg, um ihr neues Projekt vorzustellen. Sie wirbt für „CoolSculpting“, eine Methode, bei der kleine Fettpolster mit Kälte behandelt werden. Ganz ohne Operation oder Narkose sollen so Hüften, Bauch oder Oberarme besser aussehen.

Regina Halmich über Eitelkeiten im Sport

Eine Spitzensportlerin mit Problemzonen? Gibt es das wirklich? „Wir Sportler sind eitel“, sagt Halmich. „Wir schauen anders in den Spiegel. Natürlich bin ich grundsätzlich mit mir zufrieden, es ging mir hier lediglich um Selbstoptimierung.“ Eitelkeit sei keineswegs nur ein Thema für Frauen, die männlichen Boxer wären damals nach den Kämpfen direkt zum Spiegel gerannt, um ihre Blessuren zu betrachten, erzählt Halmich.

Sowieso die Männer: Zu Beginn ihrer Karriere hatte niemand die junge Frau ernst genommen. Eine Dame in einer Männerdomäne, wo gibt’s denn so was? Doch die 43-Jährige war und ist ehrgeizig. Sie erkämpfte sich den Respekt, bekommt auch heute noch täglich Fanpost und wird als Moderatorin und Rednerin gebucht. Ein Loch nach dem Karriereende habe Halmich nie verspürt, weil sie immer viel zu tun hatte und bereits bei ihrem letzten Kampf wusste: „Ich werde nie wieder etwas so gut können wie boxen. Das ist einfach so, aber es war mir stets bewusst. Man muss sich nicht jeden Tag neu erfinden.“

Ralf Möller in Hamburg zu Gast im Side

Wenn Ralf Möller in Hamburg zu Gast ist, dann steigt der Schauspieler mit Wahlheimat USA bei Alex Obertop im Side ab. Der Hoteldirektor und Möller kennen sich seit Langem und sind befreundet. Jetzt war der Mime wieder in der Hansestadt, weil er sich Orte für einen Filmdreh anschaute. Aber es stand noch mehr auf dem Programm. Für den Bodybuilder darf auch auf Reisen sein Sport nicht fehlen, und deshalb ging es ins Edelfitnessstudio Elbym am Gorch-Fock-Wall. Dort trainierte das Muskelpaket gemeinsam mit Hausherrn Wilhelm Schröter und Obertop war mit dabei.

Lichtblick demonstriert für Klimaschutz

Es war ein bisschen wie in den wilden Anfangsjahren, als der Hamburger Ökoenergie-Pionier Lichtblick schon mal einen Sonderzug charterte, um Demon­s­tranten zur Anti-Atom-Menschenkette zwischen Brunsbüttel und Krümmel zu bringen. Am Freitag demonstrierten viele der mehr als 400 Beschäftigten selbst in Hamburg – inklusive des Managements um Neu-Geschäftsführer Hans Bongartz. Aber nicht gegen, sondern für etwas: mehr Klimaschutz. Dafür gab’s vom Arbeitgeber sogar ganz offiziell einen halben Tag frei. Nach dem Atomprotest hatten Politiker der Firma vorgeworfen, die De­mon­strationsfreiheit als „Instrument des Marketing“ zu nutzen. Ähnliche Kritik könnte jetzt wieder laut werden. Lichtblick bezeichnet sich neuerdings als Klimaschutz-Unternehmen.

Edel-Restaurants Le Canard nouveau startet neu durch

Passend zum Herbstanfang zeigte sich der Sommer noch einmal von seiner schönsten Seite. Auf Einladung der Hamburger Elbstaffel genossen am Dienstagabend rund 50 Gäste nicht nur reichlich Sonne, sondern auf der Terrasse des Edel-Restaurants Le Canard nouveau auch die vielleicht schönste Aussicht auf den Hamburger Hafen. Das Gourmetlokal an der Elbchaussee startet mit einem generalüberholten Konzept, neuer Geschäftsleitung (Henning Lütchens) und neuem Küchenchef wieder durch.

Das Team der Hamburger Elbstaffel belegt beim Hamburg-Marathon stets Spitzenplätze, ihm gehören zahlreiche Prominente aus Sport, Kultur, Wirtschaft und Politik an, dazu acht Olympiasieger und zehn Weltmeister. Im Vordergrund steht aber das soziale Engagement. Diesmal waren unter anderem dabei: Unternehmerin Christina Block, Schauspielerin Sandra Quadflieg, Dirk Fischer (Präsident des Hamburger Fußballverbandes), Iris Siegfried von Salut Salon sowie Le-Canard-Hausherr und Stararchitekt Meinhard von Gerkan. Vor und zwischen den Gängen gab es einen Vortrag von Torsten Voß, Chef des Hamburger Verfassungsschutzes und Elbstaffler, über extremistische Bestrebungen in der Hansestadt.

Airport-Sprecherin Harder wechselt ins Passagier-Management

Als im Sommer 2018 ein Stromausfall den Hamburger Flughafen lahmlegte, musste Stefanie Harder das in Nachrichtensendungen wie der „Tagesschau“ erklären. Fast 15 Jahre lang war die Diplom-Kauffrau Pressesprecherin und zuletzt auch Bereichsleiterin Kommunikation und Service beim Airport. Seit wenigen Tagen hat sie eine neue Jobbeschreibung. Harder ist verantwortlich für den neu geschaffenen Bereich Passagier-Management.

„Das ist ein bunter Mix an Aufgaben, auf den ich mich sehr freue“, sagt die 51-Jährige. In ihre Zuständigkeit fallen die Wegeführung, Passagierservice und -information, Terminal-, Park- und Gepäckmanagement sowie – in Corona-Zeiten besonders wichtig – Hygiene und Reinigung. „Die Zufriedenheit des Passagiers soll noch mehr in den Fokus rücken“, sagt Harder über das Aufgabenfeld. Die Verantwortung für den neu zugeschnittenen Bereich Kommunikation, Politik und Umwelt trägt nun Johannes Scharnberg, der seit 2008 am Flughafen arbeitet und zuletzt das Ressort Politik führte.

Kunstsammlerin Stefanie Volkmer-Otto lädt ein

Die ehemalige Villa von Schauspieler und Unternehmer Til Schweiger am Niendorfer Gehege war der passende Rahmen für das „Rendezvous with Friends“. Zu dem Abend hatte Stefanie Volkmer-Otto, die Kunstsammlerin ist die Hausherrin in dem Anwesen, gemeinsam mit Unternehmer Christian Dunger und PR-Profi Gunnar Henke eingeladen. Die Gastgeber ließen es sich nicht nehmen, die Pasta für die rund 40 Gäste, darunter Star-Visagist Boris En­trup und York Prinz zu Schaumburg-Lippe, persönlich zuzubereiten. Dazu wur­den edle Weine aus großen Flaschen gereicht.

Umweltaktivist Hannes Jaenicke Redner auf der Klimawoche

Prominenten Besuch gab es bei der 12. Hamburger Klimawoche am Mittwoch. Der Schauspieler, Bestsellerautor und Umweltaktivist Hannes Jaenicke kam auf die Bühne am Rathaus, um mit Jana Pareigis vom „ZDF-Mittagsmagazin“ über das Thema „Die Macht jedes Menschen, die Welt nachhaltiger zu machen!“ zu diskutieren. Dabei gab er Einblicke, wie jeder durch Engagement und überlegte Kaufentscheidungen dazu beitragen kann, das Leben besser zu gestalten.

80 erfolgreiche Frauen und eine hochkarätige Referentin

Spätsommerliches Wetter, 80 erfolgreiche Frauen und eine hochkarätige und charmante Referentin – so lässt sich der Abend zusammenfassen, den Kristina Tröger, Präsidentin und Initiatorin des Clubs europäischer Unternehmerinnen (CeU), für ihre Mitglieder als erstes „echtes Treffen“ nach Monaten der coronabedingten Pause organisiert hatte. CeU-Mitglied Julia Becker, Verlegerin und Aufsichtsratsvorsitzende der Funke Mediengruppe, zu der auch das Hamburger Abendblatt gehört, sprach im Hotel Vier Jahreszeiten pointiert über die große Bedeutung von unabhängigen Verlagen für die Demokratie.

Zunächst ging die Verlegerin, die mit ihrer Schwester Nora Marx, ebenfalls im Aufsichtsrat und Gesellschafterin der Funke Mediengruppe, aus Essen angereist war, auf das in der Bevölkerung gerade in der Corona-Krise wieder stark gestiegene Vertrauen in Medien ein: „Je komplizierter die Welt wird, desto dringender brauchen wir unabhängigen Qualitätsjournalismus.“ Unter den Gästen: Babette Albrecht (Aldi Nord), HHLA-Chefin Angela Titzrath (gerade als „Managerin des Jahres 2020“ ausgezeichnet), Moderatorin Sabrina Staubitz und, als einer der wenigen Männer im Saal, Ex-Wirtschaftssenator Ian Karan.

Kunstausstellung meets Oldtimertreffen

Kultur und Oldtimer, passt das? Ja, das passt. Das findet zumindest Nissi Roloff-Ok, Inhaberin der Kunstkantine in der HafenCity – und hat eine Kunstausstellung zusammen mit einem Oldtimertreffen organisiert. Bei „Nissis Kunst auf Rädern“ wurden Werke der Fotografen Benjamin Pichelmann und Petra Gewers gezeigt. Draußen waren zudem fast 50 Oldtimer aus ganz Deutschland zu bestaunen. „Der Zuspruch zu diesem neuen Format war so groß, dass wir gleich im kommenden Frühjahr eine weitere Veranstaltung planen.“ Mit dabei sind dann auch wieder der Hamburger Oldtimerexperte Claus Mirbach und Harald Klemann, Präsident BMW Club Mobile Classic, die Roloff-Ok bereits bei der ersten Ausstellung unterstützt haben. Höhepunkt des Tages war übrigens ein Werk von Udo Lindenberg.

Generalkonsulin der Ukraine verabschiedet sich

Ein Abschied und ein Neustart wurden beim traditionellen Essen des Konsularkorps gefeiert. Oksana Tarasyuk, Generalkonsulin der Ukraine und Doyenne des Hamburger Konsularkorps, verlässt die Hansestadt und kehrt zurück in ihre Heimat. Neuer Doyen ist jetzt Kristijan Tušek, Generalkonsul der Republik Kroatien.

Herrenausstatter La­dage­ & Oelke feiert 175. Geburtstag

Einen doppelten Grund zum Feiern hatten Selma und Thomas Wegmann. Die beiden bezogen mit ihrem Herrenausstatter La­dage­ & Oelke die neuen, rund 600 Quadratmeter großen Räume am Alten Wall – und ihr Traditionsunternehmen feiert 175. Geburtstag. Die Eröffnung wurde im kleinen Kreis mit rund 50 Gästen und Mitarbeitern begangen. Seit 2019 führt mit dem Ehepaar Wegmann die fünfte Generation das Kult-Geschäft, das 1845 in den Alsterarkaden gegründet wurde, dort bis März 2019 ansässig und danach temporär an die Großen Bleichen gezogen war. Auf zwei Ebenen kann jetzt eingekauft werden. Dazu gibt es ein Café, den Kuchen liefert Jan Schawe von Mutterland. Und die Kunden können sich sogar in der ersten Etage frisieren lassen.

Verleihung der Bürgermeister-Stolten-Medaille

Die Bürgermeister-Stolten-Medaille wird in Hamburg als hohe Auszeichnung nur selten verliehen – zuletzt bekam sie 2007 postum der frühere HHLA-Chef Peter Dietrich. Am Donnerstag war es wieder so weit – nachdem die erste Verleihung an den Architekten und Stadtplaner Volkwin Marg im Rahmen eines Senatsfrühstücks durch den Bürgermeister im März wegen der Corona-Krise verschoben werden musste, fand sie nun in einem kleinen Kreis im Rathaus statt.

Rund 15 Wegbegleiter – darunter Meinhard von Gerkan, Thomas Mirow oder Franz-Josef Höing – waren in den Bürgermeistersaal gekommen. „Bitte nur zwei Personen pro Tisch“ stand als Hinweis auf den Stehtischen. Bürgermeister Peter Tschentscher persönlich verlieh die Medaille mit einem langen Arm und erinnerte die Fotografen an den Mindestabstand. In den Reden ging es dann aber nicht um Corona, sondern um einen Architekten, der „das Stadtbild Hamburgs mit besonderen Bauwerken wie dem Hanseviertel, den Flughafenterminals und der neuen U- und S-Bahn-Station Elbbrücken“ geprägt hat: Volkwin Marg.