Hamburg

Keine Abkürzung mehr: Friedhof Ohlsdorf hat jetzt Schranken

Der Friedhof Ohlsdorf regelt den Autoverkehr ab Oktober mit Schranken – Pendler nutzen das Gelände als Abkürzung, Öffnungszeiten haben keine Verbesserung gebracht.

Der Friedhof Ohlsdorf regelt den Autoverkehr ab Oktober mit Schranken – Pendler nutzen das Gelände als Abkürzung, Öffnungszeiten haben keine Verbesserung gebracht.

Foto: Wolfgang Horch / HA

Pendler hatten die Straßen des Friedhofs als Abkürzung genutzt – die frisch aufgebauten Schranken machen dem ein Ende.

Hamburg. Im vergangenen Jahr fiel die Entscheidung des Aufsichtsrats der Hamburger Friedhöfe für ein Schrankensystem auf dem Friedhof Ohlsdorf, das nun in der Mitte des Parkfriedhofs an der Kreuzung Mittelallee und Ida-Ehre-Allee montiert wurde. Nur kleine Restarbeiten sind noch bis zum 29. September zu erledigen.

Einlass über die Schranke bekommen ab Anfang Oktober nur Trauerzüge, Busse, Taxis, die Friedhofsgewerke, Rettungskräfte, Mitarbeiter des Friedhofs und Personen mit Sondergenehmigung. Wer durchfahren will, muss über ein Rufsystem um Einlass bitten. Der werde auch gewährt, sofern ein guter Grund bestehe, sagte Friedhofssprecher Lutz Rehkopf.

Pendler nutzen Friedhof Ohlsdorf als Abkürzung

Radfahrer und Fußgänger können wie bisher seitlich der Schranken passieren. Die Anlage teilt den Park in einen östlichen und westlichen Bereich. Für Friedhofsbesucher mit Autos sind die Kapellen und Gräber deswegen nur über den Eingang des jeweiligen Friedhofsteils zu erreichen.

Die Straßen des Friedhofs wurden in der Vergangenheit von Autofahrern als Abkürzung benutzt, besonders von Pendlern. Die Einführung von Öffnungszeiten habe den Durchgangsverkehr nur um 16 Prozent reduziert, meinte Lutz Rehkopf. Das sei keine befriedigende Besserung.

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