Schulen

Prien: Digitale Bildungsgerechtigkeit ist neue soziale Frage

Karin Prien (CDU), Bildungsministerin von Schleswig-Holstein, spricht.

Karin Prien (CDU), Bildungsministerin von Schleswig-Holstein, spricht.

Foto: dpa

Kiel/Berlin. Vor dem Schulgipfel im Kanzleramt hat Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) die digitale Bildungsgerechtigkeit als "die neue soziale Frage" bezeichnet. "Wir benötigen dringend mobile Datentarife mit sozialverträglichen Preisen für alle Schülerinnen und Schüler, damit die Ausstattung zuhause nicht über den Bildungserfolg entscheidet", sagte Prien am Montag in Kiel. "Im Bereich der Lehrkräfte müssen jetzt Aus-, Fort- und Weiterbildung im Zentrum unserer Bemühungen stehen."

Das Sofortausstattungsprogramm, um bedürftige Schülerinnen und Schüler mit Endgeräten auszustatten, ist laut Prien ein voller Erfolg geworden. Über 99 Prozent der Mittel seien vergeben. "Jetzt müssen auch die Lehrkräfte im Land schnellstmöglich mit Endgeräten ausgestattet werden", forderte die Bildungsministerin.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU), SPD-Chefin Saskia Esken und die Kultusminister der Länder wollten am Montagabend über die Lage an den Schulen in Corona-Zeiten beraten. "Bund, Länder und Kommunen haben die gemeinsame Verantwortung, noch schneller und effizienter die Digitalisierung der Schulen voranzutreiben", sagte Prien. "Dabei ist kein Platz für kleinliches Kompetenzgerangel."