Hamburg

Nach 30-Kilometer-Stau: Elbtunnel wieder freigegeben

Wegen der Elbtunnel-Sperrung in Hamburg kam es auf der A1 am Sonntag zu langen Staus (Archivbild).

Wegen der Elbtunnel-Sperrung in Hamburg kam es auf der A1 am Sonntag zu langen Staus (Archivbild).

Foto: picture alliance/rtn - radio tele nord / christoph leimi

In der Hamburger Innenstadt und an vielen Autobahn-Anschlussstellen kam es am Sonntag zu massiven Verkehrsproblemen.

Hamburg. Die mehrtägige Sperrung des Hamburger Elbtunnels, die noch bis zum frühen Montagmorgen um 6 Uhr ging, hat auch am Sonntag zu kilometerlangen Staus geführt. Die Baumaßnahmen waren ohne Zeitverzögerungen in der Nacht abgeschlossen worden, wie ein Sprecher der Verkehrsleitzentrale Hamburg am Montag sagte.

30 Kilometer Stau auf der A1 wegen Elbtunnel-Sperrung

Massive Probleme gab es vor allem auf der A1. Aber auch in der Hamburger Innenstadt und an vielen Autobahn-Anschlussstellen mussten sich die Autofahrer in Geduld üben. Zwischen den Anschlussstellen Bargteheide und Hamburg-Stillhorn staute es sich am Sonntagmittag auf rund 30 Kilometern. In Fahrtrichtung Norden erstreckte sich der Stau auf rund zehn Kilometern zwischen Maschener Kreuz und Stillhorn, wie eine Sprecherin der Verkehrsleitstelle sagte.

Gegen Abend nahmen die Staulängen langsam ab: Gegen 18 Uhr staute sich der Verkehr Richtung Süden noch auf zwölf (zwischen Billstedt und Harburg) und in der Gegenrichtung auf acht Kilometern (zwischen Maschen und Harburg). Aber erst am späten Abend hatten sich die Staus vollständig aufgelöst.

Sperrung des Elbtunnels sorgt in und um Hamburg für Staus

Stockenden Verkehr gab es zudem bereits seit Sonntagmittag an den Autobahn-Anschlussstellen. "Und auch im Innenstadtbereich kommt es zu einem deutlich erhöhten Verkehrsaufkommen", sagte Polizeisprecher Holger Vehren. Dementsprechend langsam kamen die Autofahrer in der Hamburger City voran. Bereits am Sonnabend hatte es sich auf bis zu 20 Kilometern auf einigen Autobahnabschnitten gestaut.

Erst am frühen Sonnabendmorgen war es an der A7-Baustelle zu einem schweren Unfall gekommen. Ein 25 Jahre alter Autofahrer war kurz vor dem Elbtunnel schwer verunglückt. Die A7 war an dieser Stelle erst wenige Stunden zuvor gesperrt worden. Bilanz: Ein Schwerverletzter, drei beteiligte Fahrzeuge und ein 150 Meter langes Trümmerfeld auf der Fahrbahn Richtung Süden.

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Hamburg: Elbtunnel noch bis Montagmorgen gesperrt

Der Elbtunnel – und damit die Autobahn 7 – ist das erste Mal seit 45 Jahren für ein ganzes Wochenende gesperrt. Die 55-Stunden-Sperrung hat am Freitagabend um 22 Uhr begonnen und soll erst am Montagmorgen um 5 Uhr wieder aufgehoben werden. Am Sonnabendmorgen lagen die Baumaßnahmen im Zeitplan, wie die Sprecherin der Autobahn-Niederlassung Nord, Karina Fischer, sagte.

Infos rund um das Thema Elbtunnel:

  • Mit dem Bau des Elbtunnels in Hamburg wurde 1968 begonnen, eröffnet wurde er 1975
  • Der Elbtunnel hat eine Gesamtlänge von 3.325 Metern
  • Pro Tag fahren im Schnitt 113.300 Fahrzeuge durch den Elbtunnel
  • Der Elbtunnel ist Bestandteil des Autobahnnetzes und hat vier Röhren. jede Röhre verfügt über zwei Fahrspuren
  • Die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Elbtunnel beträgt 80 Kilometer pro Stunde

Hintergrund der Sperrung sind vorbereitende Bauarbeiten zur Verbreiterung der Autobahn im Hafengebiet auf acht Spuren. Unter anderem muss der Tunnelrechner neu programmiert werden, wie die Bundes-Projektgesellschaft Deges mitteilte.

Umleitung führt über Elbbrücken und durch Hamburger City

Gesperrt ist die Autobahn in Richtung Hannover ab Hamburg–Volkspark bis zur Anschlussstelle Hausbruch. In Richtung Flensburg/Kiel ist die A7 zwischen Hamburg–Heimfeld und Volkspark nicht passierbar.

Die innerstädtische Umleitung führt über die Elbbrücken und durch das Hamburger Stadtgebiet. Der überregionale Verkehr soll über die A1 und A21 ausweichen. Weil auch die Bundesstraße 205 wegen einer Baustelle zwischen Neumünster und Wahlstedt gesperrt ist, müssen Autofahrer entweder die B206 zwischen den Anschlussstellen Bad Segeberg Nord (A21) und Bad Bramstedt (A7) nutzen oder die B430 zwischen Bornhöved (A21) und Neumünster-Mitte (A7)