Atomkraft

Atomkraftwerk Brokdorf geht für Wartung vom Netz

Das Atomkraftwerk Brokdorf, aufgenommen von einem Schiff auf der Elbe.

Das Atomkraftwerk Brokdorf, aufgenommen von einem Schiff auf der Elbe.

Foto: dpa

Brokdorf/Kiel. Das Kernkraftwerk Brokdorf wird wegen Wartungsarbeiten am Samstag vom Netz gehen. Dabei werden in den kommenden vier Wochen auch zum geplant letzten Mal die Brennelemente gewechselt, wie das für Atomaufsicht zuständige Energieministerium am Donnerstag mitteilte. Sie sollen bis zum Ende der Restlaufzeit des Reaktors reichen. Die bislang verwendeten Brennelemente werden auf erhöhte Korrosion kontrolliert. 2017 waren an Brennelementen Probleme mit Oxidation festgestellt worden. Der Reaktor soll dieses Mal mit Brennelementen aus dem Werkstoff eines anderen Herstellers bestückt werden.

Wegen der Corona-Pandemie hat der Kraftwerks-Betreiber ein Schutzkonzept entwickelt, um das Infektionsrisiko zu begrenzen. Trotz der Arbeiten sollen sich nicht mehr als 500 Menschen zeitgleich in der Anlage aufhalten. Vorsorglich wird eine Covid-19-Teststation auf dem Gelände des Kernkraftwerks eingerichtet.

Anders als die schleswig-holsteinischen Kernkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel darf im AKW Brokdorf noch bis Ende 2021 Strom produziert werden. Das Kraftwerk hat eine elektrische Leistung von rund 1480 Megawatt und rund 500 Mitarbeiter. Es war im Oktober 1986 in Betrieb genommen worden.