Corona-Pandemie

Stadt bedankt sich bei Hamburgs Radfahrern

Kirsten Pfaue vor dem Schriftzug „Hamburg sagt Danke".

Kirsten Pfaue vor dem Schriftzug „Hamburg sagt Danke".

Foto: Thorsten Ahlf

Wer Fahrrad fährt, entlastet den Stadtverkehr. Außergewöhnliche Aktion der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende.

Hamburg. Das Radfahren hat in den letzten Monaten einen wahren Boom erlebt. Wegen der Corona-Pandemie haben viele Hamburger das Fahrrad wieder für sich entdeckt. Und das zahlt sich aus. Wer Fahrrad fährt entlastet den Stadtverkehr, verbessert die Luftqualität und rettet Menschenleben, weil er problemlos die Abstands- und Hygienevorschriften einhält.

Die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende bedankt sich daher mit einer außergewöhnlichen Aktion bei allen Hamburger Radfahrern. Auf der Webseite der Kampagne „Fahr ein solidarisches Hamburg” konnten sich Hamburger bereits vor einem Monat mit persönlichen Danksagungen an ihre Freunde und Kollegen wenden. Die 100 limitierten Botschaften waren innerhalb von 24 Stunden ausverkauft. Zwischen Fontenay und Alter Rabenstraße wurden die individuellen Grüße nun der breiten Öffentlichkeit zugänglich.

Hamburg wird durch mehr Radverkehr lebendiger

Lange Zeit war das Fahrradfahren eine der wenigen Möglichkeiten, Menschen mit dem notwendigen Sicherheitsabstand zu begegnen. Die persönlichen Grüße sollen Freunde und Bekannte ermutigen, sich auch weiterhin aufs Fahrrad zu setzen: „Stephi, du bist mit Abstand die lässigste Radfahrerin Hamburgs. Danke!“. Toddy schreibt: „Lieber TC, tritt weiter in die Pedale und Corona in den Hintern!“ In einer nächtlichen Aktion wurden die Danksagungen mit Kreidespray auf den Radweg gesprüht. Zusammen ergeben sie den Schriftzug „Hamburg sagt Danke”. Dieser erstreckt sich seit Mittwochmorgen über 100 Meter entlang der Außenalster.

Bei der Präsentation war auch Kirsten Pfaue vor Ort. Als Koordinatorin für Hamburgs Mobilitätswende steuert sie behördenübergreifend die Aktivitäten des Senats zur Förderung des Radverkehrs. Auch Pfaue bedankte sich gestern bei allen Hamburger Radfahrern. „In den vergangenen Monaten haben sich viele Menschen auf ihr Fahrrad geschwungen und damit für ein besseres Klima und ein besseres Gemeinschaftsgefühl in der Stadt beigetragen. Danke dafür”, so die 44-Jährige. „Durch das Surren der Räder wurde Hamburg noch aktiver und lebendiger, und es wurde deutlich, wie sich diese Stadt durch eine Stärkung des Radverkehrs verändern kann.“ Je nach Witterung wird das Kunstwerk von nun an bis zu sieben Tage lang am Alsterufer zu sehen sein.

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Mit einer Aktion weisen am Freitag der Fahrradclub ADFC und der Umweltschutzverband BUND auf den Flächenverbrauch durch Autos hin – anlässlich des internationalen Aktionstags PARK(ing). Sie wandeln von 12 bis 18 Uhr die Parkplätze in der Langen Reihe in Mini-Parks, Spiel- und Erholungsflächen um, wo sich Menschen ausruhen, etwas trinken oder Kinder spielen können.