Bezirk Hamburg-Nord

Grüne und SPD: Eppendorf soll Anwohnerparkzone werden

Thorsten Schmidt (Grüne, links) und Thomas Domres (SPD, rechts) in einer typischen Eppendorfer Straße am UKE.

Thorsten Schmidt (Grüne, links) und Thomas Domres (SPD, rechts) in einer typischen Eppendorfer Straße am UKE.

Foto: Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Eppendorfer könnten Bewohnerparkausweis beantragen. Besucher müssten stundenweise zahlen, um ihr Auto abzustellen.

Hamburg. Einen Parkplatz in den dichtbesiedelten Hamburger Stadtteilen finden? Das ist vor allem nach Feierabend meist ein Ding der Unmöglichkeit. Um Eppendorfern diesbezüglich nun einen Vorteil zu verschaffen, fordern die Fraktionen von Grünen und SPD im Bezirk Hamburg-Nord in einem Antrag die Einführung von Anwohnerparken im gesamten Stadtteil.

Eppendorf: Anwohnerparken bald im gesamten Stadtteil?

"Das Anwohnerparken ist die Chance für Eppendorfer, endlich in der Nähe ihres Wohnortes einen Parkplatz zu finden, ohne lange kreisen zu müssen", sagt Thomas Domres (SPD) vom Regionalausschuss Eppendorf/Winterhude.

Die Forderung von Grünen und SPD bezieht sich auf alle bislang öffentlichen Parkplätze, sodass es kein Gratisparken mehr in Eppendorf geben würde. Anwohner könnten demnach einen Bewohnerparkausweis für 25 Euro pro Jahr beantragen. Besucher müssten künftig stundenweise für das Parken bezahlen.

"Schmerzhaft" für Angestellte von Eppendorfer Unternehmen

"Diese neue Regelung ist gerade für Angestellte der örtlichen Unternehmen schmerzhaft. Wer bislang mit dem Auto zur Arbeit kommt und im Quartier gratis parkt, wird sicher überdenken, ob er oder sie auch dabei bleibt, wenn das Parken kostet", sagt Thorsten Schmidt, stellvertretender Vorsitzender der Grünen-Fraktion und deren Sprecher für Eppendorf. Dadurch würden Parkplätze für Anwohner frei und der Kfz-Verkehr reduziert.

Da Bewohnerparkzonen jedoch eine gewisse Maximalgröße nicht überschreiten dürfen, müsste der Landesbetrieb Verkehr für die Umsetzung in Eppendorf mehrere benachbarte Zonen einrichten. So könne der gesamte Stadtteil abgedeckt werden, sagt Schmidt.