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Hamburger Super-Sommer im September: So geht's weiter

Wetter in Hamburg: Es kühlt zunächst ein wenig ab, dann wird es wieder sommerlich warm – und das im Herbst (Archivbild).

Wetter in Hamburg: Es kühlt zunächst ein wenig ab, dann wird es wieder sommerlich warm – und das im Herbst (Archivbild).

Foto: Daniel Bockwoldt / dpa

Temperaturen kommen Hitzerekord von vor 73 Jahren extrem nahe. Aber: Morgens ist von Donnerstag an Zwiebel-Look angesagt.

Hamburg.  Der September hat dem Norden noch einmal Hitze beschert. Am Dienstag wurden in Hamburg-Neuwiedenthal 31,2 Grad gemessen. In Hamburg-Fuhlsbüttel zeigte das Thermometer 29,9 Grad Celsius an. Die Hitze wurde an der Messstation im nördlichen Hamburg also nur minimal verfehlt. Von Hitze sprechen Meteorologen bei Temperaturen ab 30 Grad.

Während anderenorts in Deutschland am Dienstag Hitze-Allzeit-Rekorde für den Monat September verkündet wurden – im nordrhein-westfälischen Geilenkirchen wurden 36,2 Grad gemessen –, knackte das Hamburg-Wetter keine Rekorde. Heißer war es etwa vor 73 Jahren. "In Fuhlsbüttel wurden am 16. September 1947 exakt 32,3 Grad gemessen, in Bergedorf sogar 35,6 Grad", weiß Dominik Jung, Diplom-Meteorologe des Wetterportals wetter.net. Heißer als am Dienstag war es in Hamburg auch am 13. September 2016. "In Neuwiedenthal wurde an diesem Tag 32,1 Grad gemessen."

In Hamburg wird das Wetter in Fuhlsbüttel seit 1936 beobachtet, bis 1962 auch in Bergedorf. Dann löste Neuwiedenthal die Messstation in Bergedorf ab.

Wetter in Hamburg: Supersommer dauert bis in den Herbst hinein

Laut Messstation Neuwiedenthal war der 15. September 2020 also ein Hitzetag – und trotz zurückliegender Rekorde für diese Jahreszeit ungewöhnlich. Der Supersommer geht weiter und dauert sogar bis über den kalendarischen Herbstanfang am 22. September an. Zunächst wird es allerdings kühler. Die Sonne macht es aber wett und wärmt die Hamburger weiterhin bis zu zwölf Stunden am Tag.

"Am heutigen Mittwoch wird es noch einmal mit 25 Grad Tageshöchsttemperatur sommerlich warm", sagt Dominik Jung. "Dann sinken die Temperaturen. Das liegt daran, dass sich der Wind dreht", so der Wetter-Experte. "Kam er in den vergangenen Tag aus südwestlichen Richtungen, bläst er von morgen an aus Nordosten".

In der Nacht zum Freitag: Frost in Bodennähe

Am Donnerstag wird es daher nur noch 19 Grad warm, im Vergleich zum Wochenstart ist das natürlich kühl. Und Achtung: Die Nächte werden kalt. In der Nacht zum Freitag kann es auf frostige 4 Grad abkühlen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) kündigt für das Binnenland sogar "gebietsweise leichten Frost in Bodennähe" an. Der Grund: Der nächtliche, sternenklare Himmel lässt die Temperaturen nach Sonnenuntergang purzeln.

Sommer 2020: Hamburg von seiner schönsten Seite:

Von Freitag bis Sonntag erreichen die Temperaturen tagsüber dann Werte um 21 Grad. Nachts wird es mit 6 bis 8 Grad nicht mehr ganz so kalt. Wer allerdings früh morgens das Haus verlässt, sollte – was die Kleidung angeht – auf Zwiebellook setzen: Frühmorgens gut eingepackt und je wärmer es wird, eine Lage Pulli nach der anderen aussziehen.

Regen ist übrigens weiter nicht in Sicht. Im Gegenteil. "Anfang kommender Woche steigen die Temperaturen tagsüber wieder auf bis zu 25 Grad", so Jung. Auch nachts wird es wieder wärmer.