Universität Hamburg

Bauarbeiten am „Philturm“ werden sich bis 2022 verzögern

Bauarbeiten verzögert: Der Philosophenturm der Universität Hamburg.

Bauarbeiten verzögert: Der Philosophenturm der Universität Hamburg.

Foto: Marcelo Hernandez

Nach Angaben der Wissenschaftsbehörde entstehen der Universität trotz der verspäteten Fertigstellung aber keine Mehrkosten.

Hamburg. Bis Mitte 2021 hätte der Philosophenturm der Universität Hamburg eigentlich frisch modernisiert der Öffentlichkeit präsentiert werden sollen – doch daraus wird nichts. Schuld seien Beschränkungen infolge der Corona-Pandemie, teilte die Wissenschaftsbehörde mit.

Durch Veränderungen bei Anlieferung, Baustellen-Management und der Koordinierung der Mitarbeiter habe sich die Fertigstellung einiger Bauabschnitte verzögert. Dadurch hätten auch nachfolgende Gewerke erst später loslegen können.

Zusätzliche Anforderungen des Denkmalschutzes

„Zusätzlich führen auch neue Erkenntnisse über den Zustand der Bauwerkssubstanz sowie zusätzliche Anforderungen des Denkmalschutzes zu weiteren Verzögerungen“, erklärte die Behörde, ohne genauere Angaben zu machen. Nach einer „aktuellen Schätzung“ könnten die Bauarbeiten an dem 52 Meter hohen, 14-geschossigen Gebäude auf dem Campus in Rotherbaum erst im Sommer 2022 abgeschlossen werden.

Die Bürgerschaft hatte im Oktober 2018 beschlossen, dass der „Philturm“ samt Mensa saniert, modernisiert und mit einem Ergänzungsbau im Innenhof versehen werden sollte. Im Frühjahr 2019 begannen die Bauarbeiten, umgesetzt durch die Sprinkenhof GmbH im Auftrag der Wissenschaftsbehörde (BWFG). Die betroffenen Studierenden und Lehrenden müssen seitdem an einem „Interimsstandort“ in der City Nord lernen und arbeiten. Dies sei auch für den verlängerten Zeitraum gewährleistet, teilte die BWFG mit.

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Nach Angaben der Behörde entstehen der Uni trotz der verspäteten Fertigstellung keine Mehrkosten. Für die Bauarbeiten war eine Kostenobergrenze von 84 Millionen Euro vereinbart worden. Die BWFG erklärte, die Sprinkenhof GmbH habe „aufgrund der Vertrags- und Finanzierungskonditionen zugesagt, dass Verzögerungen und Mehrkosten ohne zusätzliche Haushaltsbelastungen aufgefangen werden können“.