Hamburg

Elbtunnel wird für 55 Stunden voll gesperrt – Staugefahr!

Hamburg: Der Elbtunnel wird am Freitagabend für 55 Stunden voll gesperrt und erst am Montagmorgen wieder freigegeben werden. Grund sind Bauarbeiten an der Autobahn 7 (Archivbild).

Hamburg: Der Elbtunnel wird am Freitagabend für 55 Stunden voll gesperrt und erst am Montagmorgen wieder freigegeben werden. Grund sind Bauarbeiten an der Autobahn 7 (Archivbild).

Foto: picture alliance/Bodo Marks/dpa

Um den A7-Ausbau voranzutreiben, muss der Verkehr auf der Nord-Süd-Achse unterbrochen werden – unter einer Voraussetzung.

Hamburg. Wer bei dem schönen Herbstwetter am Wochenende mit dem Auto einen Ausflug unternehmen möchte, sollte sich vorher seine Route genau überlegen: Wegen Bauarbeiten an der Autobahn 7 soll der Hamburger Elbtunnel am Freitagabend für 55 Stunden voll gesperrt werden. Erst am Montagmorgen soll er wieder freigegeben werden. Allerdings gibt es eine wichtige Voraussetzung: Denn die Arbeiten hingen von der Witterung ab, sagte ein Sprecher der Bundes-Projektgesellschaft Deges.

Unter anderem sei die Versetzung einer großen Schilderbrücke geplant, was nur bei Windstille erledigt werden könne. Der geplante Einbau von Gussasphalt bei Waltershof könne nur bei trockenem Wetter erfolgen. Darum werde die endgültige Entscheidung über die Sperrung erst am Donnerstag getroffen.

Bauarbeiten am Elbtunnel: Tunnelrechner wird neu programmiert

Die Autobahn südlich des Elbtunnels verläuft auf rund vier Kilometern auf Stelzen. In die Mitte der Brückenkonstruktion sollen in den nächsten Jahren zwei weitere Spuren eingefügt werden, so dass insgesamt acht Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Zunächst wird die sogenannte Rampe unmittelbar am südlichen Tunnelportal erneuert.

Um während der jahrelangen Bauarbeiten den laufenden Verkehr über alle sechs Fahrspuren aufrechtzuerhalten, sollen zwei Spuren über einen im Bau befindlichen Hilfsdamm verlaufen. Vor der Inbetriebnahme der neuen Verkehrsführung im November muss der Tunnelrechner neu programmiert und getestet werden.

Neben dem Elbtunnel gibt es weitere Sperrungen

Neben der A1 (Bremen-Lübeck) ist die A7 die wichtigste Nord-Süd-Verbindung zwischen Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Die bislang längste Vollsperrung des Elbtunnels soll am Freitagabend um 22 Uhr beginnen und am Montag um 5 Uhr wieder aufgehoben werden.

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In dieser Zeit will die Deges auch zwei andere wichtige Bauprojekte, den Lärmschutztunnel Altona und den Anschluss der A26-West an die A7 bei Hamburg-Moorburg, vorantreiben. Darum wird die Autobahn in Richtung Hannover schon ab Hamburg-Volkspark bis zur Anschlussstelle Hamburg-Hausbruch gesperrt. In Richtung Flensburg/Kiel wird die A7 zwischen Hamburg-Heimfeld und Volkspark nicht passierbar sein. Die Auffahrten werden ab 21 Uhr geschlossen.

Appell der Deges: Auf nicht notwendige Fahrten verzichten

Die innerstädtische Umleitung führt über die Elbbrücken und durch das Hamburger Stadtgebiet. Eine offizielle Empfehlung für eine überregionale Umfahrung gibt es nicht, weil es auch auf der üblichen Ausweichstrecke über die A1, A21 und B205 ein Problem gibt: Die Bundesstraße 205 ist wegen Bauarbeiten zwischen Neumünster und Wahlstedt bis November voll gesperrt. Die weiter südlich verlaufende B206 führt zwischen den Anschlussstellen Bad Segeberg Nord (A21) und Bad Bramstedt (A7) durch mehrere Ortschaften, deren Bürgermeister die erwartete Verkehrsbelastung ablehnen.

Infos rund um das Thema Elbtunnel:

  • Mit dem Bau des Elbtunnels in Hamburg wurde 1968 begonnen, eröffnet wurde er 1975
  • Der Elbtunnel hat eine Gesamtlänge von 3.325 Metern
  • Pro Tag fahren im Schnitt 113.300 Fahrzeuge durch den Elbtunnel
  • Der Elbtunnel ist Bestandteil des Autobahnnetzes und hat vier Röhren. jede Röhre verfügt über zwei Fahrspuren
  • Die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Elbtunnel beträgt 80 Kilometer pro Stunde

Deges-Sprecher Christian Merl appellierte an die Autofahrer, auf nicht notwendige Fahrten am letzten Sommerwochenende zu verzichten oder die Baustelle großräumig zu umfahren. Wer auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigt, kommt nicht nur mit der Bahn über die Elbe, sondern auch mit dem Bus unter der Elbe hindurch. Die Buslinien 150 und 250 des Hamburger Verkehrsverbunds (HVV) können trotz der Bauarbeiten wie gewohnt den Elbtunnel nutzen.