Segeln

Skiffseglerinnen Lutz/Beucke nehmen weiter Kurs auf Olympia

Tina Lutz (r) und Susann Beucke sprechen während einer Pressekonferenz.

Tina Lutz (r) und Susann Beucke sprechen während einer Pressekonferenz.

Foto: dpa

Kiel. Bei der 126. Kieler Woche geht das Duell zwischen zwei deutschen 49erFX-Teams um nur eine Olympia-Fahrkarte in die finale Phase. Zwei Tage vor dem Ende der dritten und letzten Ausscheidungs-Regatta vor Kiel konnten sich die führenden Tina Lutz und Susann Beucke (Chiemsee Yacht-Club/Norddeutscher Regatta Verein) mit erneut souveränen Leistungen am Freitag von ihren Konkurrentinnen Victoria Jurczok/Anika Lorenz aus Berlin weiter absetzen.

"Wir haben bewusst sehr, sehr ernst trainiert und spulen gut runter, was wir die letzten Monate einstudiert haben", sagte Vorschoterin Beucke. Ihr Team rückte nach sieben Rennen im Weltklasse-Feld auf Platz zwei vor. Jurczok/Lorenz hingegen fielen nach unbeständigen Leistungen trotz eines Tagessieges auf Platz zehn zurück.

Einen starken Eindruck hinterließen am zweiten Tag der olympischen Hälfte dieser Kieler Woche die Lokalmatadoren Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer. Die Mixed-Katamaran-Crew vom Kieler Yacht-Club holte neben den Rängen fünf, 19 und vier ihren ersten Tagessieg und rückte nach bislang sieben Wettfahrten mit nur einem Punkt Rückstand auf die mehrfachen italienischen Weltmeister Ruggero Tita/Caterina Banti auf Rang zwei vor. Das junge Duo spielte in der hochkarätigen Flotte seine Startstärken und die hohe Bootsgeschwindigkeit aus. Eine Kenterung brachte es um die mögliche Führung.

Im 49er liegen die Deutschen in Lauerstellung: Die WM-Dritten von 2018, Tim Fischer/Fabian Graf (Norddeutscher Regatta Verein/Verein Seglerhaus am Wannsee), und die 2016er-Bronzemedaillen-Gewinner Erik Heil/Thomas Plößel (NRV) liegen nach guten Leistungen und jeweils einem Tagessieg auf den Plätzen vier und sechs. Laser-Weltmeister Philipp Buhl aus Sonthofen ist Sechster mit Kontakt zur Spitze.