Hamburger Hafen

Weitere Schäden befürchtet: Rethebrücke bleibt gesperrt

Die Rethe-Doppelklappbrücke (Archivbild): Der Teil des Bauwerks, über den der Straßenverkehr fließen sollte, ist defekt und wird vorerst dauerhaft hochgeklappt, um den Schiffsverkehr zu ermöglichen.

Die Rethe-Doppelklappbrücke (Archivbild): Der Teil des Bauwerks, über den der Straßenverkehr fließen sollte, ist defekt und wird vorerst dauerhaft hochgeklappt, um den Schiffsverkehr zu ermöglichen.

Foto: picture alliance

Der angekündigte Sonderbetrieb für den Straßenverkehr wird "vorerst" ausgesetzt – nur Schiffe können passieren.

Hamburg. Schlechte Nachrichten für Benutzer der defekten Rethe-Klappbrücke im Hamburger Hafen, die nicht mit dem Schiff unterwegs sind: Der zunächst geplante Sonderbetrieb des 227 Millionen Euro teuren Neubaus wird ausgesetzt. Diese setze "die Straßenbrücke einer erhöhten Belastung aus, die schlimmstenfalls auch zum Ausfall des zweiten Zylinders führten könnte".

Anstatt des getakteten Betriebs, in dem die Brücke zeitweise auch für den Straßenverkehr nutzbar gewesen wäre, wird die Rethe-Klappbrücke "ab sofort vorerst in der geöffneten Stellung" bleiben, um den Schiffsverkehr zu ermöglichen.

Rethebrücke erst im November wieder repariert

Vor rund einer Woche war bekannt geworden, dass der Schaden an einem der beiden Hydraulikzylinder des Bauwerks so schwerwiegend ist, dass dieser zum Hersteller nach Dortmund geschickt, dort repariert und dann wieder eingebaut werden muss. Die HPA rechnet mit einer Reparaturdauer bis Mitte November. Ob die Brücke während der gesamten Zeit für den Straßenverkehr gesperrt bleiben wird, ist noch nicht bekannt. Eine Expertengruppe solle alle Systeme überprüfen, "um künftige Ausfälle auszuschließen".

Während die Rethe-Klappbrücke – die bereits mehr als 50-mal seit ihrer Eröffnung gesperrt werden musste – gesperrt ist, wird der Auto- und Fahrradverkehr über die Neuhöfer Straße und die Hohe-Schaar-Straße umgeleitet. Der Bahnverkehr im Hafen sei nicht betroffen, so die HPA.