Hamburg

Warum 1000 weiße Stühle auf dem Rathausmarkt standen

Mit 1000 weißen Stühlen demonstrierte die Seebrücke am Sonntag auf dem Rathausplatz.

Mit 1000 weißen Stühlen demonstrierte die Seebrücke am Sonntag auf dem Rathausplatz.

Foto: Seebrücke Hamburg

Installation auf dem meist leeren Platz vor dem Rathaus. Das steckt hinter der Aktion am Sonntagmittag.

Hamburg. Mit 1000 weißen Stühlen repräsentierte das Bündnis Seebrücke Hamburg am Sonntagmittag auf dem Rathausmarkt die Forderung, mindestens die gleiche Anzahl an geflüchteten Menschen aus griechischen Lagern in Hamburg aufzunehmen.

Seebrücke Hamburg stellt 1000 weiße Stühle auf

Die Aktion war unter dem Motto "Wir haben Platz" Teil eines bundesweiten Aufrufs der Seebrücke. "Hamburg hat den Platz und die Ressourcen, mindestens 1000 Menschen aus den überfüllten Geflüchtetenlagern an der Ägäis aufzunehmen", sagt Eric Smerling von der Seebrücke Hamburg.

Das Bündnis fordere die Hamburger Regierung dazu auf, ein Landesaufnahmeprogramm zu starten und sich gegen das Verbot von Horst Seehofer zu stellen, so Smerling.

Die Seebrücke Hamburg setzt sich für die zivile Seenotrettung, für sichere Fluchtwege und für die dauerhafte Aufnahme von geflüchteten Menschen in Hamburg ein. Mitte August demonstrierte das Bündnis auch im Zusammenhang mit der Festnahme eines 15-Jährigen in Hamburg, das für Diskussionen über Polizeigewalt sorgte.

Leere Stühle auf dem Rathausmarkt

Auch die Hamburger Gastronomen hatten im Zuge der Corona-Krise bereits auf leere Stühle als Ausdrucksmittel ihrer Not gesetzt. Insgesamt April standen dafür 420 Stühle, symbolisch für die 4200 Betriebe in der Stadt, auf dem Rathausmarkt. Der Leaders Club mit Sitz in Hamburg hatte damals bundesweit zu einem Aktionstag aufgerufen.