Hamburg

1,8 Tonnen Kokain im Hafen entdeckt – unter Katzenstreu

Hamburger Zoll im Hafen: Ein Zollfahnder untersucht an der Röntgenanlage einen Container auf  Rauschgift. Der Zoll hat am Sonnabend den Fund von 1,8 Tonnen Kokain bestätigt. (Archivbild)

Hamburger Zoll im Hafen: Ein Zollfahnder untersucht an der Röntgenanlage einen Container auf Rauschgift. Der Zoll hat am Sonnabend den Fund von 1,8 Tonnen Kokain bestätigt. (Archivbild)

Foto: André Zand-Vakili

Zollfahnder filzten Schiff aus Peru. Das Kokain soll 400 Millionen Euro Straßenverkaufswert haben – nicht der erste große Fund 2020.

Hamburg. Der Hamburger Zoll hat den bislang größten Drogenfund 2020 im Hafen gemacht: 1,8 Tonnen Kokain. Ein Zollsprecher bestätigte dem Hamburger Abendblatt den Fund auf einem Schiff aus Peru. Ob das Rauschgift schon vernichtet worden ist wie üblich in solchen Fällen, wollte er nicht sagen.

Das Kokain war in Katzenstreu versteckt. Der Fund habe sich bereits im März dieses Jahres ereignet, so der Sprecher der Zollfahndung am Sonnabend. Zunächst hatte die „Hamburger Morgenpost“ darüber berichtet.

Kokain im Hamburger Hafen: Extreme Geheimhaltung und Polizeischutz

Zuletzt hatten Polizei und Zoll am Containerterminal Altenwerder etwa 1,5 Tonnen Kokain sichergestellt. Das in 1-Kilo-Paketen abgepackte Rauschgift hatte einen geschätzten Straßenverkaufswert von 300 Millionen Euro. Der neue Fund dürfte nach diesen Maßstäben etwa 400 Millionen Euro wert sein.

Es ist nicht unüblich, dass zwischen Fund und Veröffentlichung Monate vergehen. Aus Sicherheitsgründen wird das gefundene Rauschgift an einen geheimen Ort gebracht. Es werden Spuren und Beweismittel gesichert, so es möglich ist. Zur Ermittlung von Schmugglern, Helfern und Hintermännern werden die Funde oft lange geheimgehalten. Da es schon vorgekommen ist, dass bei einer solch großen Menge wie der am Sonnabend veröffentlichten, die Schmuggler versuchen, ihr Kokain mit Waffengewalt wiederzuerlangen, wird das Rauschgift streng bewacht und meist unter Polizeischutz vernichtet.