Winterhude

Investor kauft Areal der ehemaligen Oberpostdirektion

So soll das Großprojekt aussehen.

So soll das Großprojekt aussehen.

Foto: PEG Hamburg / dreidesign

In der City Nord sollen Wohnungen und Büros entstehen. Eigentlich sollte schon 2019 alles fertig sein. Nun dauert es bis 2024.

Hamburg.  Das gut 28.000 Quadratmeter große Grundstück der ehemaligen Oberpostdirektion in der City Nord ist verkauft worden. Die PEG Beteiligungsgesellschaft hat das Großprojekt von den Vorbesitzern Hamburg Team und Otto Wulff erworben. Zur Höhe des Kaufpreises machten die Beteiligten keine Angaben. Mit dem Grundstücksgeschäft ist allerdings eine weitere Verzögerung des Bauvorhabens verbunden. Auf dem Areal am Überseering sollen Wohnungen und Büros entstehen. Ursprünglich war mit einer Fertigstellung im Jahr 2019 gerechnet worden. Nun soll es bis 2024 dauern – wenn nichts dazwischenkommt.

Das wegen seiner Form auch als Pyramide bezeichnete Gebäude der Oberpostdirektion stammt aus dem Jahr 1977. 2oo5 wurde es an das Berliner Unternehmer Benino Investments verkauft. Geplant war, das markante Gebäude umzubauen. Dort sollten Wohnungen entstehen. Doch die Pläne wurden nie umgesetzt. Das Gebäude war bald so sehr heruntergekommen, dass die Behörden 2011 die Zwangsräumung anordneten.

Langwieriger Abriss

Anfang 2016 erwarb es eine Investorengruppe um das Bauunternehmen Otto Wulff. Hochfliegende Pläne wurden entwickelt. Das riesige Postgebäude sollte einem aus mehreren Gebäuden bestehenden Wohn- und Bürokomplex weichen. „Ipanema“ hieß das Bauvorhaben – ein Name, der „südliches Flair und Lebensfreude“ versprechen sollte. In einer Pressemitteilung hieß es, das Projekt stehe stellvertretend für den Wandel, der die Bürostadt City Nord von einem monofunktionalen Komplex in ein gemischtes Quartier umformen solle. Geplant war eine Bruttogeschossfläche von 66.000 Quadratmetern – 48.000 fürs Wohnen, 18.000 für Büros.

Doch nach dem langwierigen Abriss der „Pyramide“ war am Überseering von „Ipanema“-Lebensfreude nicht mehr viel zu spüren. Das Projekt geriet ins Stocken. Mit dem Verkauf soll es nun neu belebt werden. Die Hamburger PEG Beteiligungsgesellschaft hat die Architektenpläne übernommen. Sie stammen vom Hamburger Büro KBNK Architekten. „Ipanema kommt“, heißt es in der Pressemitteilung des neuen Grundstückseigentümers.

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Die geplante Bruttogeschossfläche hat allerdings eine Vermehrung erfahren. 76.000 Quadratmeter sollen es nun sein, davon 54.000 Quadratmeter fürs Wohnen und 22.000 Quadratmeter für Büros. Das sind rund 15 Prozent mehr als ursprünglich vorgesehen. Die Investitionssumme erhöht sich, so ist zu hören, von 200 auf 300 Millionen Euro. Noch in diesem Jahr soll mit dem Bau begonnen werden. Geplant sind ein ovaler Büroturm mit 18.500 Quadratmetern Bürofläche für mehrere Hundert Arbeitsplätze und zwei wellenartig gestaltete Gebäude mit mehr als 520 Wohnungen. Etwa ein Drittel davon wird öffentlich gefördert.

Christian Marquardt, Geschäftsführer der PEG, sagt: „Wir schaffen mit diesem von den Verkäufern planerisch herausragend konzipierten und sehr gut entwickelten Projekt einen Meilenstein für den Umbau einer Bürostadt.“