Sozialprojekt

Noch Aktionäre für die Rathauspassage gesucht

Die Rathauspassage liegt unter dem Rathausmarkt. Sie soll zur Kleinen Alster hin geöffnet werden (Archiv).

Die Rathauspassage liegt unter dem Rathausmarkt. Sie soll zur Kleinen Alster hin geöffnet werden (Archiv).

Foto: Rothermel/picture alliance

Das Sozialprojekt am Alsterfleet muss für seinen Umbau 1,2 Millionen Euro aufbringen. Dafür werden „Sympathie-Aktien“ verkauft.

Hamburg.  Die Rathauspassage, die bislang schlecht wahrnehmbar unter dem Rathausmarkt lag, strebt ans Licht. Wie berichtet, soll sich das „soziale Herz“ der Hansestadt nach Abschluss der laufenden Baumaßnahmen zur Alster und zum Reesendamm hin öffnen. Doch für das vom Diakonischen Werk betriebene Sozialprojekt wird das ein finanzieller Kraftakt. Zwar übernimmt die Stadt mit 2,6 Millionen Euro den Löwenanteil der 4,5 Millionen Euro teuren Maßnahme, und 600.000 Euro sind bereits vorhanden – doch 1,2 Millionen Euro muss die Einrichtung selbst aufbringen – durch Spenden und den Verkauf von „Sympathie-Aktien“. „100.000 Euro bekommen wir vom Spendenparlament, 93.000 Euro von der Fernsehlotterie und für 85.000 Euro haben wir bereits Aktien verkauft“, rechnet Gudrun Stefaniak, Geschäftsführerin der Passage gGmbH, vor. „Doch wir sind weiterhin darauf angewiesen, dass die Hamburger beim Fundraising mitmachen.“

Die „Sympathie-Aktien“ für je 100 Euro können online (www.rathauspassage.de) oder auch im Charity-Laden (Eingang vor dem Rathaus) erstanden werden. Wer den Erwerb mit einer exklusiven Baustellenbesichtigung ergänzen will, kann am 4. September an einer Leser-Veranstaltung des Abendblatts teilnehmen. Zudem stehen Spendenboxen bei allen Starbucks-Läden in der City sowie in der Buchhandlung Boysen + Mauke an der Großen Johannisstraße bereit.

Gastronomie mit Außenplätzen

Nach der Eröffnung der Rathauspassage, die sich coronabedingt vom Frühjahr in die zweite Jahreshälfte 2021 verschiebt, werden sich die neuen Räumlichkeiten dank eines Durchbruchs zur Kleinen Alster hin hell und einladend präsentieren. Die auf 1000 Quadratmeter angewachsene Fläche wird weiterhin eine Buchhandlung mit Hamburgs längstem Bücherregal (145 Meter), einen Charity-Shop und eine Hamburg-Info (mit Stempelstelle für Jakobsweg-Pilger) bieten. Neu dazu kommen ein frisch gestalteter Eingang im Bereich Reesendamm sowie Gastronomie mit Außenplätzen.

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Die 15 Langzeitarbeitslosen, die in der Rathauspassage auf den Weg zurück ins Berufsleben vorbereitet werden, sind auch während der Umbauphase aktiv. „Manche arbeiten im Charity-Laden, die anderen in den beiden Bücherlagern in Wilhelmsburg“, erklärt Gudrun Stefaniak. Dort pflegen sie derzeit 120.000 Bücher in eine neue Online-Kartei ein.

Nähere Informationen und Tickets zur Veranstaltung am 4. September gibt es auf abendblatt.de/leserevents, unter der Nummer 040/30 30 98 98 oder in der Hamburger Abendblatt-Geschäftsstelle am Großen Burstah 18–32.