Hamburg

1600 Euro fürs Nichtstun: Hochschule sucht Stipendiaten

Die Hamburger Hochschule für bildende Künste schreibt ein Stipendium fürs Nichtstun aus (Archivbild).

Die Hamburger Hochschule für bildende Künste schreibt ein Stipendium fürs Nichtstun aus (Archivbild).

Foto: Thorsten Ahlf

Drei Bewerber müssen angeben, was genau sie nicht tun möchten – und wie lange. Dafür müssen sie jedoch eine Jury überzeugen.

Hamburg. Die Hamburger Hochschule für bildende Künste (HFBK) hat ein Stipendium für das Nichtstun ausgeschrieben. Jeweils 1600 Euro erwarten die drei Bewerber, die mit ihren Plänen die Jury überzeugen können, wie Projektinitiator Friedrich von Borries erklärte.

Bewerber müssen unter anderem angeben, was genau sie nicht tun möchten und wie lange sie beabsichtigen, das nicht zu tun. Außerdem sollen sie erklären, warum es wichtig sei, genau diese Tätigkeit nicht zu tun und warum sie die richtige Person für das Nichtstun sind.

Hochschule für bildende Künste: Stipendiaten fürs Nichtstun gesucht

"Zur Förderung der Folgenlosigkeit werden deshalb im Rahmen der Ausstellung 'Friedrich von Borries: Schule der Folgenlosigkeit' vom 6. November 2020 bis 9. Mai 2021 im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) 3 Stipendien für Nichtstunvergeben", heißt es in der Ausschreibung.

„Das kann ein Manager sein, der beschließt ein Meeting lang nichts zu sagen, aber auch jemand, der einen Monat lang nicht mehr mit dem Auto zur Arbeit fahren will“, sagt Borries. Jede natürliche Person könne sich dafür bewerben.

Die drei Gewinner werden schließlich im Rahmen seiner Ausstellung vorgestellt. Die Bewerbungsfrist geht noch bis zum 15. September.