Immobilien

Mieten steigen im Umland teils stärker als in Hamburg

Die Mietpreise in Hamburg sind im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent teurer geworden.

Die Mietpreise in Hamburg sind im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent teurer geworden.

Foto: Michael Rauhe

Im Kreis Pinneberg legen sie im Schnitt um sechs Prozent zu. Immer mehr Wohnungssuchende drängen in die Peripherie.

Hamburg. Wer eine Wohnung mieten will, trifft im Hamburger Umland auf teils stark steigende Preise. Das zeigt eine Analyse des Internetportals Immowelt. Mieter in der Hansestadt müssen aktuell mit durchschnittlichen Preisen von 12,10 Euro pro Quadratmeter rechnen, dies entspricht einem Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dagegen legten die Mieten in der Peripherie vielerorts um mehr als fünf Prozent zu.

„Hamburgs wirtschaftliche Stärke und die vielfältigen Jobangebote ziehen immer mehr Menschen an. Trotzdem hat es die Stadt geschafft, größere Mietanstiege zu vermeiden“, sagt Cai-Nicolas Ziegler von Immowelt. „Der Bau von Sozialwohnungen kann Vorbild für andere Metropolen sein.“

Pinneberg: Mieten steigen um sechs Prozent

Besonders deutliche Werte erreichen die Zuwächse im Heidekreis, wo die Preise um acht Prozent stiegen, sowie im Kreis Pinneberg mit einem Plus um sechs Prozent. Um fünf Prozent legten der Landkreis Rotenburg (Wümme) und das Herzogtum Lauenburg zu.

Allerdings liegt das Mietniveau in der Peripherie zum Teil noch deutlich unter den Werten für Hamburg. So bleiben die Mieten im Heidekreis und in Rotenburg (Wümme) unter 7 Euro. Dagegen müssen Interessenten im Kreis Pinneberg, dem bevölkerungsreichsten Kreis in Schleswig-Holstein, schon mit durchschnittlich 9,50 Euro rechnen. Im Landkreis Harburg erreichen die Kosten 9,50 Euro, in Stade 8,50 Euro und im Herzogtum Lauenburg 8,40 Euro.

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Für die Studie untersuchte Immowelt Angebotsmieten von im 1. Halbjahr 2019 und 2020 angebotenen Wohnungen (40 bis 120 Quadratmeter) in den Stadt- und Landkreisen.

Experte: Hamburger ziehen ins Umland

„Die Zeiten der günstigen Mieten in der Peripherie Hamburgs scheinen vorbei zu sein“, sagt Siegmund Chychla, Geschäftsführer des Mietervereins zu Hamburg. „Bisher konnten sich viele Familien zumindest noch in günstigeren Stadtteilen wie Rahlstedt oder Lohbrügge eine Wohnung leisten.“ Seitdem aber die Preise in diesen Vierteln ebenfalls stiegen, so Chychla, drängten immer mehr Wohnungssuchende nach Niedersachsen oder Schleswig-Holstein.