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Mietpreisvergleich: Hamburg weiter ganz oben

Wohnungsbau in der HafenCity: Die Mietpreise sind laut Immowelt-Statistik in Hamburg nur moderat gestiegen – liegen aber auf mit Abstand höchsten Niveau im Norden.

Wohnungsbau in der HafenCity: Die Mietpreise sind laut Immowelt-Statistik in Hamburg nur moderat gestiegen – liegen aber auf mit Abstand höchsten Niveau im Norden.

Foto: picture alliance/dpa

Immowelt hat Mietpreise in ganz Norddeutschland ausgewertet. Wo es am teuersten ist – und wo die Preise am stärksten steigen.

Hamburg ist weiter Spitze in Norddeutschland – nicht nur bei Einwohnern und der Zahl der Millionäre, sondern auch bei den Mietpreisen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Immobilienportals Immowelt, das die Mieten in 62 norddeutschen Land- und Stadtkreisen ausgewertet hat.

Mit einem mittleren Mietpreis von 12,10 Euro pro Quadratmeter liegt Hamburg uneinholbar vorn. Die hohen Preise strahlen auch auf den Speckgürtel um die Stadt herum ab: Stormarn (9,80 €/m²), Pinneberg, Harburg und Segeberg (je 9,50 €) sowie Lüneburg (9,10 €) folgen auf den Plätzen. Am günstigsten im Norden mietet man in den Kreisen Lüchow-Dannenberg (4,50 €), Holzminden (4,80 €) und Northeim (5,20 €).

Preislich ganz oben, aber: Mieten steigen in Hamburg nur leicht

Lob bekommt die Hansestadt trotzdem: Trotz der hohen Attraktivität der Stadt habe es Hamburg geschafft, "größere Mietanstiege zu vermeiden", sagt Cai-Nicolas Ziegler, CEO von immowelt. "Der gezielte Bau von Sozialwohnungen, wie er in Hamburg seit Jahren betrieben wird, kann Vorbild für andere Metropolen sein."

Mit einem Vorjahreswert von 11,70 Euro steigen Mieten in Hamburg nur um drei Prozent. Spitzenreiter bei der Preissteigerung ist der Landkreis Ostholstein, zu dem unter anderem die Ostsee-Badeorte in der Lübecker Bucht wie Timmendorfer Strand, Niendorf und Scharbeutz und die Insel Fehmarn gehören: Um 13 Prozent von 8,00 auf 9,00 Euro sind die Preise in einem Jahr gestiegen. Um den gleichen Prozentsatz, aber auf niedrigerem Niveau stiegen die Preise auch in der Grafschaft Bentheim (1. Halbjahr 2019: 6,70 Euro/ aktuell 7,60 Euro), in Lüchow-Dannenberg (4,00/4,50 Euro) und Nienburg (Weser) (5,60/6,30 Euro).

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Nur in Lüneburg und Vechta wurden Mietwohnungen billiger

Für fast alle der 62 untersuchten Stadt- und Landkreise wurde eine Preissteigerung im Vergleich zum Vorjahr ermittelt. In nur zwei Fällen (Lüneburg: von 9,20 € auf 9,10 € und Vechta von 7,30 € auf 7,10 €) sanken die Mietpreise leicht, weitere sechs Kreise (Cloppenburg, Emden, Göttingen, Hameln-Pyrmont, Oldenburg und Osnabrück) verzeichneten keine Veränderung.

Immowelt ist laut eigenen Angaben mit 65 Millionen Visits im Monat einer der "führenden Online-Marktplätze" für Immobilien. Für die Untersuchung wurden die Nettokaltmieten bei Neuvermietungen von Wohnungen zwischen 40 und 120 Quadratmetern ausgewertet, die zwischen Januar und Juni 2020 bei Immowelt angeboten und "vermehrt nachgefragt" wurden.