Hamburg

17 Hamburger sind für Deutschen Engagementpreis nominiert

Straffällig gewordene Jugendliche verfolgen in Hamburg in der Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel einen Film, der den Alltag hinter Gefängnissmauern zeigt. Bei dem Projekt «Gefangene helfen Jugendlichen» treffen Häftlinge straffällig gewordene Jugendliche.

Straffällig gewordene Jugendliche verfolgen in Hamburg in der Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel einen Film, der den Alltag hinter Gefängnissmauern zeigt. Bei dem Projekt «Gefangene helfen Jugendlichen» treffen Häftlinge straffällig gewordene Jugendliche.

Foto: dpa

Den Preis gewinnen kann, wer in einer von fünf Kategorien die Jury überzeugt, oder bei Online-Abstimmung die meisten Stimmen erhält.

Hamburg. Ihr Einsatz ist bemerkenswert: 17 Hamburger sind für Deutschen Engagementpreis nominiert worden. Den Preis gewinnen kann, wer in einer der fünf Kategorien die Fachjury am meisten überzeugt, oder bei der Online-Abstimmung über den Publikumspreis die meisten Stimmen erhält.

Gemessen an der Einwohnerzahl ist Hamburg – nach Bremen – bei den bundesweit 383 Nominierungen ganz vorn mit dabei. „In Hamburg beobachten wir eine besondere Vielfalt an Projekten“, sagt Markus Winkler vom Bundesverband Deutscher Stiftungen.

Gefangene helfen Jugendlichen

Engagiert wird sich in allen Bereichen. Besonders wichtig: Engagement in Bildung, Integration und gegen Diskriminierung. Dabei richten sich fast zwei Drittel der Projekte an Kinder und Jugendliche. So auch die Initiative „Gefangene helfen Jugendlichen“. Sie versucht mit Unterstützung inhaftierter Straftäter Jugendliche vor dem Abdriften in eine kriminelle Karriere zu bewahren. „So eine Nominierung ist uns sehr wichtig“, meint Geschäftsführer Volkert Ruhe. Man habe in den vergangenen Monaten wegen der Schulschließungen vor großen Problemen gestanden.

Preis leidet unter Coronakrise

An dem Preis selbst ist die CoronaKrise auch nicht spurlos vorbeigegangen: Es wurde fast ein Drittel weniger Projekte nominiert als im vergangenen Jahr. Das liegt vor allem daran, dass viele kleinere Preisverleihungen verschoben wurden. In der Corona-Krise engagierten sich viele Bürger in Nachbarschaftshilfen und trotzten ehrenamtlich den widrigen Bedingungen.

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„Die Hygienevorschriften ermöglichten es vielen Projekten nicht, soziale Nähe auszuüben. Von daher war es für viele sicherlich nicht leicht“, sagt Markus Winkler. Anfang September entscheidet eine Fachjury über die Preise, die mit je 5000 Euro dotiert sind.