Kirche

Erzbistum: Vier Ansprechpartner wegen sexualisierter Gewalt

Hamburg/Kiel/Schwerin. Das Erzbistum Hamburg hat die Zahl der Ansprechpartner für Betroffene sexualisierter Gewalt in kirchlichen Einrichtungen auf vier verdoppelt. "Für Betroffene ist es sehr wichtig, unabhängige Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner zu haben, an die sie sich vertraulich wenden können", sagte Erzbischof Stefan Heße am Donnerstag bei einem Treffen mit den Ansprechpartnern. Sie seien aber auch für das Erzbistum selbst wichtig, "denn wir wollen in der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt eine verantwortungsvolle Institution sein".

Als Ansprechpartner stünden nun der Schweriner Rechtsanwalt Eilert Dettmers, der Hamburger Familien- und Sozialtherapeut Michael Hansen, die Schweriner Psychologin Karin Niebergall-Sippel und der Lübecker Rechtsanwalt Frank-Eckhard Brand zur Verfügung. Alle vier stehen den Angaben zufolge in keinem Arbeits- oder Abhängigkeitsverhältnis zum Erzbistum Hamburg.

Als Teil der Aufarbeitung sexualisierter Übergriffe und Gewalt durch Beschäftigte in der Katholischen Kirche hat die Deutsche Bischofskonferenz zuletzt jedes Bistum verpflichtet, unabhängige Ansprechpersonen zu berufen. Sie stünden Betroffenen zur Seite, damit individuell erlittenes Unrecht dokumentiert wird. Sie organisieren Erstgespräche, Recherche und Plausibilitätsprüfungen. Zudem helfen sie, wenn es etwa um die Übernahme von Therapiekosten, Anerkennungszahlungen und einen Rechtsbeistand geht.