Hamburg

Trotz Sparzwang: NDR unter Top 3 der Spitzenverdiener

Hamburg: Bei den Spitzenverdienern innerhalb der ARD ist der NDR vorne mit dabei (Symbolbild).

Hamburg: Bei den Spitzenverdienern innerhalb der ARD ist der NDR vorne mit dabei (Symbolbild).

Foto: picture-alliance/ dpa/Maurizio Gambarini

Die ARD hat die Einkünfte ihrer Topverdiener für 2019 veröffentlicht. So schneidet der NDR ab, der 300 Millionen Euro sparen soll.

Hamburg. 300 Millionen Euro muss der neue Intendant des Norddeutschen Rundfunks (NDR), Joachim Knuth, in den kommenden vier Jahren einsparen und das Medienhaus damit neu erfinden. Dennoch landet der NDR unter den Top 3 der Spitzenverdiener in der ARD, die die Einkünfte ihrer Topverdiener für das Jahr 2019 öffentlich gemacht hat. Der Online-Dienst "Meedia" berichtete zuerst.

Demnach verdient der WDR-Intendant Tom Buhrow mit einem Jahresverdienst von 395.000 Euro das meiste Geld innerhalb der ARD, gefolgt von Ulrich Wilhelm – der Intendant des Bayerischen Rundfunks hat ein Jahresgehalt von 388.000 Euro. Auf Platz 3 folgt der inzwischen in Ruhestand getretene NDR-Intendant Lutz Marmor mit jährlich 365.000 Euro.

Mehrere NDR-Formate vom Sparzwang betroffen

Dahinter landeten SWR-Intendant Kai Gniffke (343.000 Euro), HR-Intendant Manfred Krupp (286.000 Euro), MDR-Intendantin Karola Wille (275.000), RBB-Intendantin Patricia Schlesinger (261.000 Euro) und Radio-Bremen-Intendantin Yvette Gerner (270.000). Schlusslicht mit einem Jahresgehalt von 245.000 Euro ist SR-Intendant Thomas Kleist. Die ARD-Direktoren bekamen 2019 Monatsgehälter zwischen 19.989 (NDR) und 14.202 Euro (SR).

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Im Juli 2019 wurde Joachim Knuth als Nachfolger von Lutz Marmor gewählt. Im Januar 2020 trat Knuth sein Amt als NDR-Intendant an. Im Mai wurde bekannt, dass der NDR statt 240 Millionen Euro in den kommenden vier Jahren 300 Millionen Euro einsparen muss. Dafür werden Ausgaben für Personal, Produktion, Verwaltung und Programm gesenkt, wie der Sender mitteilte.

Von dem Sparzwang sind mehrere bekannte Formate betroffen, darunter der "Tatort" und das "Bücherjournal". Auch der NDR Chor fürchtet um seinen Fortbestand.