Augmented Reality

"Landlord Go": Virtuelles Monopoly mit Hamburger Immobilien

Im Abendblatt-Test zeigte sich: Das neue Augmented-Reality-Spiel "Landlord Go" hat in der Kamera-Darstellung – wie hier an der Hoheluftbrücke, wo mehrere Immobilien fälschlicherweise gruppiert erscheinen – noch einige Fehler.

Im Abendblatt-Test zeigte sich: Das neue Augmented-Reality-Spiel "Landlord Go" hat in der Kamera-Darstellung – wie hier an der Hoheluftbrücke, wo mehrere Immobilien fälschlicherweise gruppiert erscheinen – noch einige Fehler.

Foto: Laura Lagershausen / Screenshot Landlord Go

Vom Hamburger Rathaus bis zum Supermarkt um die Ecke – nach Pokémon Go erobert "Landlord Go" Hamburgs Straßen.

Hamburg. Nach dem erfolgreichen Smartphone-Spiel Pokémon Go erobert nun das nächste Augmented-Reality-Game Hamburgs Straßen: Bei "Landlord Go" können Spieler durch die Hansestadt spazieren und – ähnlich wie bei Monopoly – Immobilien wie etwa das Hamburger Rathaus, den nahe gelegenen Spielplatz oder das Lieblingsrestaurant erwerben.

"Landlord Go": Virtuelles Monopoly mit Hamburger Immobilien

In Hamburg sollen nach Angaben des Unternehmens Reality Games, das "Landlord Go" herausgebracht hat, bereits 17.000 Spieler die Smartphone-App nutzen. Weltweit sind es schon eine Million User.

Das Spiel basiert auf Augmented Reality (AR), also der erweiterten Realität durch etwa die Nutzung der Smartphone-Kamera, und arbeitet mit der Verarbeitung standortbasierter Daten. Das heißt: Anhand der GPS-Daten des Smartphones kann die genaue Position des Nutzers ermittelt und das Spiel so auf ihn angepasst werden.

Das Augmented-Reality-Spiel im Abendblatt-Test

Nach der Anmeldung bei "Landlord Go" muss der Spieler zunächst einen Aktenkoffer mit Geld finden, dann kann die erste Immobilie erworben werden. Diese muss sich jedoch innerhalb eines Umkreises von einem Kilometer befinden. Im Test am Eppendorfer Weg standen beispielsweise Supermärkte, kleine Boutiquen oder Bars wie die Boilerman Bar zum Verkauf. Letztere kostete 49.000 Dollar.

Auch bekannte Sehenswürdigkeiten oder Brücken können erworben werden. Diese tauchen als Symbole auf einem Stadtplan oder bei dem Blick durch die Kamera auf. Im Test zeigte sich jedoch, dass viele Immobilien zwar auf der Karte gelistet, jedoch nicht via Augmented-Reality-Funktion im Straßenbild erscheinen – wenn dann häufig ungenau verortet oder fälschlicherweise gruppiert etwa in einem Baum (siehe Foto).

Die Lieblingsbar virtuell mit Wlan oder Parkplatz ausstatten

Sobald eine Immobilie virtuell erworben wurde, erhält der Besitzer Miete und kann diese durch weitere kostenintensive "Upgrades" wie etwa den Bau eines Parkplatzes, die Ausstattung mit Wlan oder "Verbesserungen für Behinderte" erhöhen. Auch durch Geld-Koffer, die in der unmittelbaren Umgebung auftauchen und sich durch einen Klick öffnen, kann das eigene Konto aufgefüllt werden.

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"Unter Verwendung unserer eigenen Daten in Kombination mit den NASA-Satellitenscans, die nächtliche Lichtemissionen zeigen, haben wir eines der am meisten realistisch und am besten datengesteuerten Immobilienhandelsspiele geschaffen, das je konzipiert wurde", heißt es in der Pressemitteilung von Reality Games. Dazu kommt nach eigenen Angaben die Verwendung von künstlicher Intelligenz (KI) und Daten der Plattform "Big Dots".