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Corona in Hamburg: Alkoholverbote erneut verlängert

Die Polizei kontrollierte die Einhaltung der Verkaufsverbote bereits an den vorangegangenen Wochenenden.

Die Polizei kontrollierte die Einhaltung der Verkaufsverbote bereits an den vorangegangenen Wochenenden.

Foto: Jonas Walzberg picture alliance/dpa / picture alliance/dpa

Maskengegner wollen in Hamburg demonstrieren. Prüfung der Infektionsketten bei Blohm+Voss. Neue Corona-Zahlen für den Norden.

Hamburg. Nach dem Hitze-Wochenende in Norddeutschland, an dem viele Strandampeln schon vor 11 Uhr morgens Rot zeigten und in Hamburg seit Freitag insgesamt 148 neue Corona-Fälle gemeldet wurden, startete am Montag nun auch in Schleswig-Holstein wieder die Schule.

Eine Grundschule in Rantrum (Nordfriesland) muss jedoch zunächst geschlossen bleiben, weil bei einer Mitarbeiterin eine Corona-Infektion nachgewiesen wurde. Auch in Hamburg wurde am Montag ein Corona-Verdachtsfall an einem Gymnasium in Osdorf bekannt. Währenddessen standen in der Hansestadt die Einschulungen der Erst- und Fünftklässler an.

Lesen Sie hier die Nachrichten zu Corona am Montag, den 10. August:

Hamburger Grundschulklasse bleibt wegen Corona zuhause

Hamburgs Schulen kommen bislang offensichtlich glimpflich durch die Corona-Krise. Nach Angaben der Schulbehörde vom Montag bleibt lediglich eine 4. Klasse der Grundschule Rönnkamp bis zum Vorliegen der Testergebnisse eines bestätigt infizierten Kindes zuhause. An der Schule Ahrensburger Weg sei eine Lehrkraft infiziert, weshalb Kontakt-Lehrkräfte umfangreich getestet und aktuell nicht in der Schule eingesetzt würden. „Ansonsten sind keine weiteren schulischen Maßnahmen aufgrund von Corona-Infektionen bekannt“, teilte die Schulbehörde auf Nachfrage mit.

Bezirke verlängern Alkohol-Verkaufsverbote

Die Bezirksämter Altona, Hamburg-Mitte und Eimsbüttel haben die bereits an den vorangegangenen Wochenenden ausgesprochenen Außerhausverkaufs-Verbote erneut verlängert: Am 14. und 15. August ist von 20 Uhr bis 6 Uhr am Folgetag der Verkauf von alkoholischen Getränken zum Außerhaus-Verzehr auf St. Pauli, in der Schanze und in Ottensen untersagt.

Erlaubt ist der Verkauf in Bars und Gaststätten für den Verzehr an Ort und Stelle durch gastronomische Betriebe. Von den Verboten erhoffen sich die Bezirke geringere Besucherzahlen und ein damit einhergehendes niedrigeres Ansteckungsrisiko in Anbetracht der wieder steigenden Infektionszahlen.

Wieder ausreichend Platz an den Stränden von Nord- und Ostsee

Nach den vollen Badestränden vom Wochenende ist am Montag an Schleswig-Holsteins Küsten wieder Ruhe eingekehrt. An der Ostsee gab es in der Lübecker Bucht trotz Super-Strandwetters am Mittag noch genügend Plätze für Ausflügler.

An der Nordsee ein ähnliches Bild: Am Strand von St. Peter-Ording gab es bei wolkenlos-blauem Himmel für jeden Sonnenhungrigen ausreichend Platz mit viel Sicherheitsabständen zu den Nachbarn. Auch in Büsum war die Situation am Hauptstrand sowie in der Familienlagune Perlebucht entspannt.

Prüfung der Infektionsketten bei Blohm+Voss

Bei der Werft Blohm+Voss prüfen die Behörden weiter die möglichen Infektionswege. Dort hatten sich 78 Arbeiter überwiegend von Fremdfirmen mit dem Coronavirus infiziert. Ergebnisse sind nach Auskunft eines Behördensprechers vermutlich am Dienstag zu erwarten.

Lesen Sie auch: Corona bei Blohm+Voss: Zahl der Infizierten steigt auf 78

Ohne Maske in Bus und Bahn kostet künftig 40 Euro

Hamburg führt eine Strafe von 40 Euro für Fahrgäste ein, die sich in Bussen und Bahnen nicht an die geltende Maskenpflicht halten oder die Mund-Nasen-Bedeckung nicht korrekt tragen. Verstärkte Kontrollen nach den Sommerferien hätten ergeben, dass die Maskendisziplin im öffentlichen Nahverkehr abnehme, teilten die Verkehrsbehörde und die Unternehmen im Verkehrsverbund HVV am Montag mit.

Am Wochenende seien in U-Bahnen der Hamburger Hochbahn knapp 15 Prozent Nicht-Maskenträger angetroffen worden. Daher werde wie bei Schwarzfahrern und bei Alkohol- und Tabakkonsum nun eine Vertragsstrafe erhoben, die mit den Nachbarländern abgestimmt sei.

Gericht: Kein Rechtsanspruch auf Maskenpflicht im Unterricht

Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Hamburg gibt es zum Schutz vor einer Corona-Infektion an Schulen keinen Anspruch auf Anordnung einer Maskenpflicht im Unterricht. Die Richter lehnten am Montag einen Eilantrag ab, wonach an Schulen während des Unterrichts das Tragen einer Maske für Schüler und Lehrer verpflichtend sein sollte, wie das Gericht mitteilte. Gegen die Entscheidung könne der Antragsteller Beschwerde beim Hamburgischen Oberverwaltungsgericht erheben. (Az.: 3 E 3336/20)

Nach Überzeugung des Verwaltungsgerichts kann eine Verletzung der Schutzpflicht des Staates nur festgestellt werden, wenn Schutzvorkehrungen überhaupt nicht getroffen wurden, wenn sie offensichtlich ungeeignet oder völlig unzulänglich sind oder wenn sie erheblich hinter dem Schutzziel zurückbleiben. Der Antragsteller habe aber weder für alle Hamburger Schulen noch basierend auf der lokalen Situation an einer bestimmten Schule glaubhaft machen können, warum neben all den anderen bereits ergriffenen Schutzmaßnahmen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht unerlässlich sein soll.

Rostocker Schüler positiv auf Corona getestet – auch Hort betroffen

Nach den positiven Coronavirus-Tests bei vier schulpflichtigen Kindern einer Rostocker Familie ist die Quarantäne auf den Hort einer Grundschule ausgeweitet worden. Nach der Rückkehr von einem Auslandsaufenthalt am vergangenen Dienstag waren zwei Schüler der 7. und 9. Klasse an der Borwin-Schule positiv auf das Sars-CoV-2-Virus getestet worden. Daraufhin wurden insgesamt 67 Mitschüler und Lehrer am Sonntag in Quarantäne geschickt.

Eines der beiden jüngeren Kinder sei noch gar nicht in der Schule gewesen, sagte ein Stadtsprecher am Montag. Das zweite sei am Freitag nur bei einem Sportfest gewesen, dann allerdings noch in den Hort der Grundschule gegangen. Deshalb sei die Quarantäne auf vier weitere Hortschüler und eine Erzieherin ausgeweitet worden.

Hamburg: "Querdenken 40"-Demo für Sonnabend geplant

Auch in Hamburg gibt es Maskengegner, die nun nach eigenen Angaben gegen die Corona-Maßnahmen demonstrieren wollen. „Querdenken 40“ heißt die Organisation, sie ist ein Ableger der schon mehrfach bei Demonstrationen in Erscheinung getretenen Gruppierung „Querdenken 711“ aus Stuttgart.

Die Ziffern stehen für die Telefonvorwahl in der jeweiligen Region. Die Hamburger Demo soll am kommenden Sonnabend um 15 Uhr am Jungfernstieg stattfinden. So steht es auf der Website von „Querdenken 40“. Laut Polizeipressestelle ist die Veranstaltung allerdings noch nicht angemeldet. Es bleibe aber noch genug Zeit, um das zu tun.

Initiatorin von "Querdenken 40" geht ohne Maske einkaufen

Initiatorin von „Querdenken 40“ ist Selina Fullert. Sie will einen „rechtssicheren Demonstrationsraum“ für Kritiker der Corona-Maßnahmen eröffnen, sagt sie in einem Youtube-Video. Fullert geht offenbar regelmäßig ohne Maske einkaufen. In einem Youtube-Video beklagt sie sich darüber, dass ihre Kinder „merkwürdig“ angesehen würden, wenn sie ohne Maske im Supermarkt unterwegs seien. Ihre Kinder seien deshalb „verunsichert“.

Auf ihrem Facebook-Profil fordert Fullert ihre Mitmenschen auf, gesund zu leben, auf Alkohol und Zigaretten, auf Zucker, Getreide und „Industrie-Fraß“ zu verzichten, den Fernseher „rauszuschmeißen“, nicht mehr als drei Tage zu arbeiten und freundlich und gelassen mit den Mitmenschen umzugehen. Dann habe man ein „wunderbar intaktes Immunsystem“, Masken seien dann überflüssig. Zu den politischen Zielen von „Querdenken 40“ zählen Bundestags-Neuwahlen im Oktober dieses Jahres.

Mundschutz-Mode: Kreativ durch die Krise:

Gesundheitsbehörde: Kein Corona-Fall am Lise-Meitner-Gymnasium

Der Corona-Verdachtsfall im 12. Jahrgang des Hamburger Lise-Meitner-Gymnasiums hat sich nach Abendblatt-Angaben nicht bestätigt. Der Unterrichtsausfall war eine schulische Vorsichtsmaßnahme.

SPD: Maskenpflicht in Schleswig-Holsteins Schulen notwendig

Der Schulstart in Schleswig-Holstein hat nach Ansicht der SPD Fehlentscheidungen von Bildungsministerin Karin Prien (CDU) offengelegt. "Die erste Schulschließung kam schon vor dem heutigen Schulstart, das zeigt: Eine Maskenpflicht zumindest für die sensiblen ersten zwei Wochen ist notwendig". sagte die SPD-Landesvorsitzende Serpil Midyatli am Montag.

In Schleswig-Holstein gibt es keine Pflicht, in den Schulen Masken zu tragen, aber es wird vom Bildungsministerium dringend empfohlen - auch im Unterricht. Prien verfolge im Ländervergleich "einen einsamen Sonderweg", kritisierte Midyatli. In Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachen sei die Maske in Schulen außerhalb des Unterrichts Pflicht. "Während Prien bei Masken sorglos handelt, bleibt sie im Umgang mit Lehrkräften aus Risiko-Gruppen bei ihrem Herzlos-Kurs. Das ist eine gefährliche Mischung!"

Hamburg: 13 Corona-Neuinfektionen gemeldet

Bereits am Sonntag hat sich der Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Hamburg wieder etwas abgeschwächt. Auch am Montag kamen nur 13 neue Fälle hinzu. Insgesamt wurden damit seit Beginn der Pandemie 5690 Menschen in Hamburg positiv auf das Coronavirus getestet. Etwa 5100 Personen können nach Angaben des Hamburger Senats als genesen angesehen werden.

Die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen lag am Montag bei 247. Das entspricht 13,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Das Infektionsgeschehen in der Stadt liegt damit nach wie vor weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.

Keine neuen Corona-Todesfälle in Hamburg

In den Krankenhäusern der Stadt werden den Angaben zufolge 19 Menschen mit dem Coronavirus behandelt, zehn von ihnen auf Intensivstationen. Nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am UKE starben in Hamburg bisher 231 Menschen an Covid-19.

Lise-Meitner-Gymnasium: Schulleiterin zu Corona-Verdachtsfall

Am Lise-Meitner-Gymnasium in Osdorf gibt es einen Covid-19-Verdachtsfall in der Jahrgangsstufe 12. "Dieses Kind wird jetzt getestet", sagte Schulleiterin Doris Oldenburg am Montagvormittag auf Abendblatt-Anfrage. Zuvor hatte das Gymnasium die Abiturienten per E-Mail darüber informiert, dass am heutigen Montag für die gesamte Stufe - etwa 70 Schülerinnen und Schüler - der Unterricht ausfällt. "Wir haben eine Entscheidung im Sinne der Sicherheit getroffen", sagte Oldenburg. Im Moment gelte es, "lieber ein bisschen zu vorsichtig zu sein, als ins Risiko zu gehen".

Die Schule sei in Kontakt mit dem Gesundheitsamt Altona und mit der Schulbehörde, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Zu den Details des Verdachtsfalls, ob es sich etwa um eine Schülerin oder einen Schüler handelt, wollte Oldenburg keine Angaben machen. Zu der Frage, wie es mit dem Unterricht für die Jahrgangsstufe 12 weiterginge, wenn eine Corona-Infektion bestätigt würde, sagte die Schulleiterin: "Wir haben mit unseren Schülerinnen und Schülern schon über Monate hinweg digital gearbeitet – das ist kein Hexenwerk."

Neustart von Aida Cruises am 6. September

Nach der kurzfristigen Absage des Saisonstarts der Kreuzfahrtreederei Aida Cruises wegen fehlender Genehmigungen der italienischen Regierung plant das Unternehmen den Neustart nun für Anfang September. Wie das Unternehmen am Montag in Rostock berichtete, liege die Zustimmung aus Italien für die Neustartkonzepte inzwischen vor.

Danach soll am 6. September in Kiel das Schiff „Aidablu“ zu einer Kurzreise Richtung Norwegen und Dänemark ablegen. Weitere siebentägige Reisen seien von Hamburg aus mit der „Aidaperla vom 12. September an zu den norwegischen Fjorden geplant.

Zwei Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

Die Zahl der in Schleswig-Holstein erfassten Corona-Neuinfektionen hat sich zuletzt innerhalb eines Tages um zwei Fälle auf 3588 erhöht. Wie die Landesregierung auf ihrer Website mit Stand Sonntagabend berichtete, blieb die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen unverändert bei 158.

Rund 3200 der seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten laut Landesregierung inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt 19 Erkrankte behandelt. Tagesaktuelle Zahlen der Kreise fließen am Folgetag in die von der Landesregierung veröffentlichte Statistik mit ein.

Interaktive Karte: Das Coronavirus in Deutschland und weltweit

Sommerurlaub in Deutschland: Nord- und Ostsee beliebt

Volle Strände an Nord- und Ostsee, Hochbetrieb in den Voralpen: Trotz des Sommerreisebooms in vielen Urlaubsregionen kann der Deutschland-Tourismus die Einbrüche durch die Corona-Krise nach Einschätzung der Branche nicht aufholen. Aktuell müssen Urlauber in besonders beliebten Regionen für Übernachtungen tiefer in die Tasche greifen. Kunz spricht von Preiserhöhungen von bis zu maximal 10 Prozent.

Besonders gefragt sind nach seinen Angaben aktuell die Nord- und Ostsee sowie die Voralpen. An der Küste in Mecklenburg-Vorpommern seien etwa 80 Prozent der Unterkünfte im Juli und August ausgebucht.

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Hannover: Schuldenuhr nimmt wegen Corona Fahrt auf

Die Schuldenuhr im niedersächsischen Landtag wird ab Montag deutlich an Fahrt aufnehmen. Wegen der immensen Neuverschuldung wird der Schuldenstand, den die Uhr anzeigt, pro Sekunde künftig um 278 Euro steigen. So deutlich fiel die Anstieg in den 23 Jahren, in denen es die Schuldenuhr gibt, nach Angaben des Bundes der Steuerzahler noch nicht aus. Grund ist das im Juli vom Landtag beschlossene 8,4-Milliarden-Euro-Paket zur Bewältigung der Krise.

Corona-Verdachtsfall am Lise-Meitner-Gymnasium

Nach Abendblatt-Informationen gibt es am Lise-Meitner-Gymnasium in Osdorf einen Corona-Verdachtsfall im 12. Jahrgang. Der Unterricht falle daher für den gesamten Jahrgang am Montag aus. Das weitere Vorgehen werde gemeinsam mit dem Gesundheitsamt und der Schulaufsicht besprochen werden, teilte der Abteilungsleiter der Studienstufe am Sonntag mit.

Flüchtlingsheim in Wandsbek: Hälfte der Infizierten sind Kinder

Nach dem Corona-Ausbruch in der Flüchtlingsunterkunft Walddörferstraße wurde bekannt, dass etwas mehr als die Hälfte – zwölf von 23 – der mit dem Virus infizierten Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre sind. Das geht aus den Antworten des Senats auf eine Anfrage der Links-Fraktion in der Bürgerschaft hervor. Zehn der Minderjährigen gehören in die Altersgruppe bis 14 Jahre – was ungewöhnlich ist. Bundesweit sind nur rund vier Prozent der Corona-Infizierten 14 Jahre oder jünger.

Die Infektionen wurden zwischen dem 22. und 31. Juli entdeckt. Die Betroffenen wurden umgehend isoliert und die Unterkunft unter Quarantäne gestellt – die inzwischen aufgehoben wurde. In der Unterkunft leben laut Senat 277 Menschen, darunter 59 Kinder in schulpflichtigem Alter.

Hamburgs Erst- und Fünftklässler starten ins neue Schuljahr

Vier Tage nach den „großen Schülern“ beginnt am Montag auch für viele Hamburger Erstklässler das Schuljahr. Wegen der Corona-Pandemie kann sich die Einschulung der Kinder nach Angaben der Schulbehörde über mehrere Tage hinziehen. Um die Hygieneauflagen zu erfüllen, machten die Schulen je nach Anzahl der Erstklässler Einschulungen „in Reihe“, also in mehreren Veranstaltungen hintereinander, teils auch an mehreren Tagen. Neben den Erstklässlern starten auch die Vorschüler und Fünftklässler ins neue Schuljahr.

Alle anderen gehen bereits seit Donnerstag wieder in die Schule – nach rund dreieinhalbmonatiger Corona-Zwangspause und sechswöchigen Sommerferien. An den staatlichen Grundschulen werden nun 15 944 Erstklässler erwartet – 516 Schüler mehr als im vergangenen Jahr und rund 2400 mehr als vor fünf Jahren. Hinzu kommen nach Behördenangaben 466 Vorschulklassen für 9396 Kinder sowie 14.716 Fünftklässler, verteilt auf 277 Gymnasial- und 311 Stadtteilschulklassen.

Tschentscher: Kritik an kostenlosen Corona-Tests wächst

Die Kritik an kostenlosen Corona-Test für Reisende aus Risikogebieten wächst. Aus Sicht von SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil und Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sollten Urlauber aus Risikogebieten Corona-Pflichttests selbst zahlen. Ähnlich äußerte sich am Montag Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Innenstaatssekretär Günter Krings (CDU) schlägt die Einführung einer Anzeigepflicht vor geplanten Reisen in Risikogebiete vor.

Tschentscher sagte den Angaben zufolge: „Ich halte es für sehr vertretbar, wenn es die bezahlen, die ganz bewusst diese Reisen in Risikogebiete machen. Man kann auch woanders Urlaub machen.“ Nach einer rechtzeitigen Ansage sollten in Zukunft Tests wie Flug und Flughafengebühr zu den Reisekosten zählen. Anderenfalls müssten Krankenkassen-Beitragszahler oder Steuerzahler dafür zahlen.

Neues Schuljahr in Schleswig-Holstein begonnen

Nach den Sommerferien hat am Montag das neue Schuljahr in Schleswig-Holstein begonnen. Unter Corona-Schutzmaßnahmen sollen möglichst viele der landesweit rund 363.000 Schülerinnen und Schüler wieder so viel Präsenzunterricht wie möglich bekommen.

Bildungsministerin Karin Prien (CDU) empfiehlt Schülern und Lehrern dringend, in den ersten zwei Wochen eine Mund-Nasen-Bedeckung in der Schule zu tragen - auch während des Unterrichts. Die Jahrgangsstufen eins bis sechs sind ausgenommen. Erneute Schulschließungen wie im Frühjahr will Prien unbedingt vermeiden. Dazu sollen neben Hygiene-Vorschriften und der dringenden Masken-Empfehlung auch das Unterrichten in festen Lerngruppen, sogenannten Kohorten, in den Schulen beitragen.

Meck-Pomm: Erste Schulschließungen nach Schuljahresstart

In Mecklenburg-Vorpommern wurden am Freitag bereits in der ersten Woche nach dem Schuljahresstart zwei Schulen wegen Corona-Fällen geschlossen. Das Bundesland war als erstes nach den Sommerferien ins neue Schuljahr gestartet. Am Donnerstag folgte Hamburg. In dieser Woche sind neben Schleswig-Holstein auch Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen dran.

Grundschule Rantrum wegen Corona-Fall geschlossen

Die Grundschule in Rantrum bei Husum (Schleswig-Holstein) wurde wegen einer infizierten Lehrerin zunächst für die kommende Woche geschlossen. Negative Testergebnisse der Kollegen, die am Sonntag getestet wurden, könnten aber dafür sorgen, dass die Schüler möglicherweise schon früher wieder in den Unterricht dürfen, bestätigte der Kreis Nordfriesland.

Die Frau hatte an einer Dienstbesprechung teilgenommen und dabei Kontakt mit anderen Mitarbeitern der Schule gehabt. Das Bildungsministerium in Kiel bestätigte einen NDR-Bericht, wonach die Lehrerin mit leichten Schnupfensymptomen zum Arzt gegangen war. Der nahm einen Corona-Test vor, sagte ihr aber, sie könne trotzdem arbeiten. Erst später stellte sich heraus, dass der Test positiv war. Ministerin Prien warnte davor, mit Erkältungssymptomen in die Schule zu gehen.

Coronavirus – die Fotos zur Krise:

Coronavirus: Verhaltensregeln und Empfehlungen der Gesundheitsbehörde

  • Reduzieren Sie Kontakte auf ein notwendiges Minimum, und halten Sie mindestens 1,50 Meter Abstand zu anderen Personen
  • Achten Sie auf eine korrekte Hust- und Niesetikette (ins Taschentuch oder in die Armbeuge)
  • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände gründlich mit Wasser und Seife
  • Vermeiden Sie das Berühren von Augen, Nase und Mund
  • Wenn Sie persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, sollten Sie sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an Ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden

Mehr Anfragen bei Hamburger Verbraucherzentrale wegen Corona

Ratlose Kunden haben in der Corona-Pandemie deutlich öfter die Verbraucherzentrale Hamburg kontaktiert. Besonders viel Unmut erzeuge vor allem die schlechte Erreichbarkeit von Reiseunternehmen, Fluggesellschaften und Telefonanbietern, sagte die Pressesprecherin der Hamburger Verbraucherzentrale, Susanne Lehmann. Auch Mitarbeiter von Banken waren den Kundenanfragen zufolge nicht immer gut erreichbar.

Im Zentrum vieler Beschwerden stehen aktuell vermehrt Inkassounternehmen, die laut Lehmann Mahnungen verschicken ohne dann telefonisch erreichbar zu sein. Zusätzlich fehle den Geldeintreibern in einzelnen Fällen der Zugriff auf die entsprechenden Akten, weil im Homeoffice gearbeitet werde.

Lesen Sie hier den Corona-Newsblog von Sonntag, 9. August