Hamburg

Jungfernstieg: Demo für die Schließung aller Schlachthäuser

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Tierschützer gehen am Sonnabend in Hamburg für die Schließung aller Schlachthäuser auf die Straße. Für die Demo am Jungfernstieg wurde 450 Teilnehmer angemeldet (Archivbild).

Tierschützer gehen am Sonnabend in Hamburg für die Schließung aller Schlachthäuser auf die Straße. Für die Demo am Jungfernstieg wurde 450 Teilnehmer angemeldet (Archivbild).

Foto: Animal Rights Watch e.V.

Bei der Protestaktion der Tierschützer in der Hamburger Innenstadt wird es laut Veranstalter zudem eine Video-Premiere geben.

Hamburg. Demonstration auf dem Jungfernstieg: Tierschützer gehen am Sonnabend in Hamburg für die Schließung aller Schlachthäuser auf die Straße. Veranstalter der Demo ist die Tierrechtsorganisation Animal Rights Watch e.V. (Ariwa). Bei der Veranstaltung von 14 bis 16 Uhr wird Ariwa nach eigenen Angaben erstmals aktuelle Videoaufnahmen aus dem Schlachthof Hencke-Fleischwaren in Bad Bevensen auf einer großen Videoleinwand präsentieren, die mit versteckter Kamera gefilmt wurden.

Der regionale Schlachthof schlachtet für Neuland und ist Bio-zertifiziert. „Am Leid und der Angst der Tiere ändert das nichts", sagte Maren Esser, Ortsgruppenmitglied von Ariwa Hamburg. "Sie klammern sich an das Wertvollste, was sie haben – ihr Leben.“ Nur das Ende der Tierzucht und die Schließung aller Schlachthäuser könne dieses Leid beenden.

Demo am Jungfernstieg: Teilnehmerzahl auf 450 begrenzt

Der Veranstalter hat nach Angaben der Polizei 450 Teilnehmer für die Demo am Jungfernstieg angemeldet. "Diese Teilnehmerzahl wurde auch als Obergrenze festgelegt", teilte der Lagedienst der Polizei dem Abendblatt mit. Unter den Teilnehmern sind 90 Ordner. Nach Angaben der Polizei wurden um 15 Uhr 250 Teilnehmer gezählt.

Wegen der Corona-Pandemie dürfen sich maximal 75 Personen jeweils in einem von sechs Bereichen aufstellen. "Es müssen Reihen gebildet werden und die Abstandsregeln eingehalten werden", heißt es vonseiten des Lagedienstes.

Demos gegen Schlachthäuser in Hamburg und ganz Deutschland

Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass jährlich mehr als 700 Millionen sogenannter Nutztiere in deutschen Schlachthöfen getötet werden. „Nicht nur ethisch und ökologisch ist diese Massentötung fühlender Individuen für den Konsum von Fleisch, Milch und Eiern nicht zu rechtfertigen“, so Esser.

Ariwa organisiert bereits seit 2014 in ganz Deutschland Demonstrationen für die Schließung aller Schlachthäuser. „Die Zukunft gehört einer rein pflanzlichen Ernährung und einer nachhaltigen, ökologischen Landwirtschaft ohne jede Tiernutzung“, sagt Maren Esser.

( coe )

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