Feuerwehr-Jahresbilanz

Zahl der Brandtoten in Hamburg auf historischem Tiefstand

| Lesedauer: 3 Minuten
Die Hamburger Feuerwehr rückte 2019 zu 11.972 Bränden aus (Symbolfoto).

Die Hamburger Feuerwehr rückte 2019 zu 11.972 Bränden aus (Symbolfoto).

Foto: Michael Arning

264.370-mal rückte die Feuerwehr vergangenes Jahr aus, fast so oft wie 2018. Menschen kamen seltener zu Schaden. Die Gründe.

Hamburg. Im Jahr 2019 zählte die Feuerwehr Hamburg im Stadtgebiet exakt 264.370 Einsätze. Dabei galt es Leben zu retten, Brände zu löschen und Gefahren abzuwehren. Die Feuerwehr spricht in ihrer Jahresbilanz von einem konstant hohen Niveau der Einsätze. Gegenüber 2018 verringerte sich die Anzahl der Einsätze leicht. Im Vorjahr rückten die Retter 287.743-mal aus.

Im Bereich des Rettungsdienstes mit der Notfallrettung habe es 2019 eine deutliche Verringerung der Einsatzzahlen gegeben, heißt es in der Jahresbilanz der Feuerwehr Hamburg. 230.872 Notfallversorgungen wurden geleistet, 22.296 weniger als im Vorjahr 2018. Der Grund für den Rückgang: Andere Hilfsorganisationen haben Rettungsaufgaben übernommen. Hier stieg die Anzahl der Notfallalarmierungen 2019 auf 41.848 (2018: 22.993).

Feuerwehr rückte 2019 zu 11.972 Bränden aus

Zu 11.972 Bränden, hierbei sind Kleinbrände, Großbrände und auch Fehlalarmierungen durch private Heimrauchmelder und Brandmeldeanlagen erfasst, ist die Feuerwehr Hamburg 2019 ausgerückt. Das sind 285 Einsätze weniger als noch 2018. Auch die Hilfeleistungen und Umweltschutzeinsätze gingen gegenüber 2018 zurück: um 792 auf 21.526.

264.370 Einsätze bedeuten, dass etwa alle zwei Minuten ein Einsatz durch die Männer und Frauen der Feuerwehr Hamburg bewältigt werden muss. Hierbei leistete die Freiwillige Feuerwehr Hamburg mit allen 86 Wehren (85 im Stadtgebiet, eine Wehr auf Neuwerk) 10.449 Einsätze – ehrenamtlich wohlgemerkt.

Zahl der Mitglieder der freiwilligen Wehren steigt

2636 Mitglieder sind in den Wehren aktiv, 22 mehr als im Vorjahr. 249 Feuerwehrfrauen sind aktuell im Ehrenamt aktiv (2018: 223). In den 63 Jugendfeuerwehren, die es mittlerweile in fast jedem Stadtteil gibt, engagieren sich 1007 Jungen und Mädchen.

Lesen Sie auch:

Verstärkung erhielt auch die Berufsfeuerwehr Hamburg im vergangenen Jahr. 2915 Mitarbeiter des feuerwehrtechnischen Dienstes, darunter 98 Frauen, sorgten 2019 für die Sicherheit in Hamburg. Das sind 48 mehr als im Jahr 2018.

Zahl der Brandtoten auf historisches Maß gedrückt

Die Anzahl der Brandtoten und der Brandverletzten konnte 2019 auf ein historisches Maß gedrückt werden. 123 Menschen wurden bei Bränden verletzt (2018: 344). Fünf Brandtote gab es zu beklagen (2018: acht), weitere drei Menschen konnten lebend durch die Feuerwehr Hamburg gerettet werden, starben jedoch später an ihren Brandverletzungen im Krankenhaus (2018: sechs). Zwei Menschen starben durch Gewalteinwirkung oder Suizid (2018: drei).

"Diese niedrige Zahl an Brandverletzten und Brandtoten zeigt die hohe Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit der Feuerwehr, trotz mancher Kritik in den letzten Tagen an ihren Erreichungsgraden", so Hamburgs Feuerwehrchef, Oberbranddirektor Christian Schwarz. Weiter seien diese Zahlen auch auf die Wirksamkeit von Rauchwarnmeldern zurückzuführen.

Der Jahresbericht 2019 ist im Internet unter www.feuerwehr.hamburg.de abrufbar.

( HA )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Hamburg