8. Hamburger Sportbericht

Andy Grote blickt zurück auf "fantastisches Sportjahr 2019"

| Lesedauer: 3 Minuten
Sie stellten den achten Hamburger Sportbericht vor: Jürgen Mantell (v.l., Präsident Hamburger Sportbund), Christoph Holstein (Staatsrat Sport), Sven Beckereit (Vorsitzender Zukunftskommission Sport), Julius Thole (Beachvolleyball Deutschland), Marcus Troeder (Handelskammer), Andy Grote (Senator für Inneres und Sport), Viktoria Huse (Hockey Deutschland, Club an der Alster) und Christian Hinzpeter (Sportkommunikation).

Sie stellten den achten Hamburger Sportbericht vor: Jürgen Mantell (v.l., Präsident Hamburger Sportbund), Christoph Holstein (Staatsrat Sport), Sven Beckereit (Vorsitzender Zukunftskommission Sport), Julius Thole (Beachvolleyball Deutschland), Marcus Troeder (Handelskammer), Andy Grote (Senator für Inneres und Sport), Viktoria Huse (Hockey Deutschland, Club an der Alster) und Christian Hinzpeter (Sportkommunikation).

Foto: Witters

Senator will Active City weiter ausbauen. 62 Millionen Euro in Sportstätten investiert. Grote kündigt weitere Corona-Lockerungen an.

Hamburg. Sportsenator Andy Grote (SPD) und die Mitglieder der Zukunftskommission haben am Donnerstag den achten Hamburger Sportbericht vorgestellt. "2019 war ein fantastisches Sportjahr", sagte Grote. Er erinnerte unter anderem an das Halbfinale der Männer im Handball, die Beachvolleyball-Weltmeisterschaft in Hamburg, die größte reine Frauenregatta, den Helga Cup sowie die Hamburg European Open 2019 am Rothenbaum und den Aufstieg der Hamburg Towers in die erste Liga der Basketball-Bundesliga.

Üblicherweise findet die Präsentation während eines Sportkonvents statt, was in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen musste. Stattdessen wurde die Präsentation des Sportberichts im Livestream übertragen. Der Bericht wird vom Landessportamt in Zusammenarbeit mit den Akteuren des Hamburger Sports erarbeitet und von der Behörde für Inneres und Sport herausgegeben.

Hamburg investierte 62 Millionen Euro in Sportstätten

"Hamburg hat insgesamt 62 Millionen Euro in die Sportinfrastruktur investiert, mehr als in den Jahren zuvor", sagt Grote. Zum Vergleich: 2017 waren es 52 Millionen Euro. Das Geld floss unter anderem in die Modernisierung und den Neubau öffentlicher Sporthallen und -felder. Zudem hätte sich aus seiner Sicht das Konzept "Active City" tiefer verankert.

"Der Active City Sommer mit kostenfreien Sportangeboten in allen Hamburger Bezirken bietet doppelt so viele Veranstaltungen wie noch 2018", sagte Grote. Die entsprechende App verzeichnet laut Grote bislang 10.000 Nutzer. Das Konzept, aus Hamburg eine sportliche Stadt zu mache, soll weiter ausgebaut werden, indem zum Beispiel Schulhöfe bewegungsfördernd umgestaltet werden sollen.

Grote stellt weitere Corona-Lockerungen in Aussicht

Grote stellte zum Schluss weitere Corona-Lockerungen im Mannschaftsport und bei sportlichen Großveranstaltungen in Aussicht, ohne diese zu konkretisieren. Dr. Michael Beckereit, ehemalige Segel-Weltmeister und Leiter der Zukunftskommission Sport, nahm das zum Anlass, einheitliche Corona-Regelungen mit den benachbarten Bundesländern zu vereinbaren, um Abwanderungen von Sportlern in andere Vereine zu verhindern.

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Marcus Troeder, Leiter der Abteilung Tourismus und Sportwirtschaft der Handwerkskammer Hamburg betonte, dass Sport ein wichtiger Faktor für Stadtmarketing und Wirtschaft seien: "Sport ist touristischer Reiseanlass." Er bezog sich dabei auf das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI), das 2019 den Wert des Sports erforscht hatte. Knapp 200 Millionen Euro lassen Sport-Touristen, die zu Großveranstaltungen wie den Marathon oder Cyclassics kommen, jährlich in Hamburgs Hotels und Restaurants und beim Shoppen.

Staatsrat Christoph Holstein bestätigte, dass Sport längst das Nischendasein hinter sich gelassen hat und zu einem gesellschaftsrelavanten Faktor geworden ist. Als Beispiel nannte die Rolle des Sports bei der Integration Geflüchteter. Nachholebedarf sieht Holstein hingegen bei der Rolle der Frau im Sport. Die Förderung von Frauen im Sport in Führungspositionen soll ein künftig Schwerpunkt der Arbeit sein.

( ade )

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