Fuhlsbüttel

Messerangriff am Wacholderweg – war es Rache oder Notwehr?

Ein 16-Jähriger wurde mit einem Messer verletzt (Symbolbild).

Ein 16-Jähriger wurde mit einem Messer verletzt (Symbolbild).

Foto: Imago

16-Jähriger im Krankenhaus. Als tatverdächtig gilt ein 18 Jahre alter Rumäne. Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen.

Hamburg. Eine Messerstecherei am Wacholderweg beschäftigt die Hamburger Polizei. Die Tat könnte, so hieß es, mit einem Raubüberfall zusammenhängen. Das Opfer (16) und der verdächtigte Messerstecher (18) möchten offenbar nichts mit der Polizei zu tun haben. Sie machen kaum oder unglaubwürdige Angaben.

Mit einem Messerstich im Oberkörper wurde der 16-Jährige in dem Park am Wacholderweg entdeckt. Er kam im Rettungswagen unter Notarztbegleitung ins Krankenhaus. Dort wurde er sofort operiert. Lebensgefahr besteht für den Jugendlichen nicht mehr. Als tatverdächtig gilt ein 18 Jahre alter Rumäne.

Ermittlungen ergaben, dass der Verletzte vorher mit zwei anderen Bewohnern einer nahen Flüchtlingsunterkunft den 18-Jährigen, der den Messerstich ausgeführt haben soll, überfallen hatte. Unter den drei tatverdächtigen Räubern ist auch ein 13 Jahre altes Kind. Unklar ist, ob die Tat im Park passierte oder ob es bereits im Bereich des nahe gelegenen U-Bahnhofs während des Überfalls zu dem Messerstich kam. In dem Fall könnte es sich bei der Tat auch um Notwehr handeln. Die Mordkommission hat die weiteren Ermittlungen in diesem Fall übernommen.

( zv )

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