Newsblog für Norddeutschland

Hamburgs Barkombinat wartet weiter auf Corona-Hilfen

Der Sorgenbrecher auf dem Hamburger Berg – verhüllt zur Warnung vor der Corona-Pleite.

Der Sorgenbrecher auf dem Hamburger Berg – verhüllt zur Warnung vor der Corona-Pleite.

Foto: Alexander Josefowicz / HA

Polizei appelliert an Hamburger: Corona-Regeln einhalten! Frachter im Hafen nach Corona-Ausbruch unter Quarantäne.

Hamburg. Trotz der niedrigen Zahlen der Neuinfizierten befürchten rund zwei Drittel der Hamburger (67 Prozent) laut einer Umfrage eine zweite Corona-Welle. Die bislang getroffenen Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie halten 77 Prozent der Menschen in der Hansestadt demnach für gerechtfertigt.

Schnellere Hilfe soll es jetzt für Schausteller in Hamburg geben. Die CDU und FDP kritisieren dabei die lange Bearbeitungsdauer: Erst ein einziger Stand wurde bislang genehmigt. Derweil gibt es neue Zahlen zum Coronavirus in Hamburg und Schleswig-Holstein.

Der Corona-Newsblog für den Norden am Donnerstag, den 25. Juni:

Hamburgs Barkombinat wartet weiter auf Corona-Hilfen

Das Barkombinat - ein Zusammenschluss aus inzwischen mehr als 90 Hamburger Bars und Kneipen, der Ende Mai unter dem Titel "Hey Senat, so geht's nicht" einen offenen Brief an die Hamburger Regierung verfasst hat – teilt mit, dass der Senat nach rund einem Monat "tatsächlich mit dem Verein "Kontakt aufgenommen" habe. Für das erhoffte Gespräch wurde aber auf die Zeit nach der parlamentarischen Sommerpause verwiesen – im August.

Rund sechs Wochen nach den Lockerungen, die im Prinzip eine Teilöffnung ermöglichten, ziehen die rund 90 Läden ein ernüchterndes Fazit: "Es rechnet sich nicht. Der Umsatz bei erhöhtem Personalaufwand ist im Durchschnitt um 80 Prozent eingebrochen. Einige konnten dank guter Außengastro-Flächen den Einbruch auf 50 Prozent begrenzen. Andere, deren Grundriss keinen Betrieb unter Corona-Auflagen ermöglicht, sind bis heute geschlossen. Ergo: Umsatzeinbruch 100 Prozent. Also null Euro Umsatz."

Zudem seien die Regeln weiterhin undurchsichtig, weitere Lockerungen wie die von mehreren Bezirken genehmigte Erweiterung der Außenflächen führten nur zu "kafkaesken Situationen": "Erlaubt am einen Tag ein Vertreter des Ordnungsamtes einem Betrieb, sechs Tische auf dem Bürgersteig aufzubauen, erklärt am nächsten Tag die heranrauschende Polizei, dies sei nicht erlaubt, alle Tische müssten wieder abgebaut werden."

Unter Veweis auf "unverzichtbare" Rolle der Barkultur für Hamburg appelliert das Barkombinat noch einmal an den Senat: "Der Pegel muss steigen. Lange halten wir das anhaltende Niedrigwasser nicht mehr durch. Was ist dein Plan? Was sind dir die Bars und Kneipen in dieser Stadt wert? Wir sind gespannt auf deine Vorschläge."

Bereits angereiste Gäste aus Corona-Hotspots dürfen bleiben

Schleswig-Holsteins Landesregierung hat am Donnerstag die Quarantäne-Regeln für Besucher aus Corona-Hotspots präzisiert und erläutert. Sie betonte, es gebe kein Berherbergungsverbot und keine Ausreisepflicht für Betroffene die bereits im Land sind. Seit Donnerstag müssen Einreisende aus Kreisen oder kreisfreien Städten in Deutschland mit über 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entweder in eine zweiwöchige Quarantäne gehen oder einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen. Ausnahmen sind möglich, beispielsweise wenn sich Ausbrüche in einzelnen Kreisen regional klar begrenzen lassen. Weitere Ausnahmen gibt es unter anderem auch für symptomfreie Durchreisende und Angehörige bestimmter Berufsgruppen.

Quarantäne ist grundsätzlich auch in einem Hotel oder in einer Ferienwohnung möglich. „Für Hotels oder Ferienwohnungsbetreiber erwachsen aus der Quarantäne-Verordnung des Landes keine Verpflichtungen zur Aufnahme oder zur Abweisung von Gästen“, heißt es in den Fragen und Antworten der Regierung im Internet. Wer in Quarantäne ist, muss sich umgehend beim jeweiligen Gesundheitsamt vor Ort melden. Wer während der Quarantäne Krankheitssymptome aufweist, soll unverzüglich einen Arzt anrufen. „Der Krankheitsverdacht ist meldepflichtig und muss vom Arzt auch dem zuständigen Gesundheitsamt mitgeteilt werden“, erläutert die Regierung.

Ob ein Urlaub abgesagt werde, sei eine individuelle Entscheidung. „Der Urlaubsantritt ist weiterhin grundsätzlich möglich.“ Kontrollen bei der Einreise ins Land gibt es nicht. Wer sich nicht an die Regeln hält, kann aber mit Bußgeldern belegt werden. „Die Maßnahmen dienen dazu, den Urlaub für alle sicherer zu machen“, sagte Gesundheitsminister Heiner Garg. Auch Urlauber aus einem Risikogebiet mit negativem Corona-Test seien in Schleswig-Holstein herzlich willkommen, äußerte Tourismusminister Bernd Buchholz (beide FDP).

Tierschützer kritisieren Galopprennen ohne Zuschauer

Die Tierrechts-Organisation PETA hat die erneute Austragung von Galopprennen ohne Zuschauer an diesem Sonntag in Langenhagen bei Hannover kritisiert. „Dadurch wird besonders deutlich, dass die Rennen rein kommerzielle Zwecke erfüllen, mit dem Ziel, durch die Wetteinnahmen Profit zu erwirtschaften – auf Kosten der Tiere“, heißt es am Freitag in einer Presseerklärung der Organisation. Die PETA-Referentin Jana Hoger wirft Rennställen, Rennvereinen und Verbände darin ein System vor, „in dem Pferde als Sportgeräte missbraucht und mit Peitschenschlägen zu Leistungen angetrieben werden, denen sie körperlich nicht gewachsen sind.“

Auf der Galopprennbahn Neue Bult fand Anfang Mai zum ersten Mal während der Corona-Pandemie ein Renntag ohne Zuschauer statt. Aus Abstands- und Hygienegründen sind während der Rennen nur die Jockeys, Trainer, Betreuer, die Rennleitung, ein Tierarzt und ein Hufschmied zugelassen. Wetten auf den Ausgang der Rennen können allerdings abgeschlossen werden - wenn auch nur im Internet. „Die Besitzer und Züchter brauchen die Wettkämpfe zur Einstufung in die Zucht“, sagte der Präsident des Hannoverschen Rennvereins, Gregor Baum.

Sonniges Wochenende: Polizei appelliert an Hamburger

Beginn der Sommerferien und schönstes Wetter: Mit Sorge blickt die Polizei auf das kommende Wochenende und appelliert deshalb schon im Vorfeld an die Hamburger, sich auch weiterhin an die Abstands- und Hygieneregeln zu halten. Bereits an den vergangenen Wochenenden war es laut Polizei an beliebten Orten der Stadt wie Alster, Elbe oder Schanzenviertel zu größeren Menschenansammlungen gekommen. Dabei wurde auch vermehrt gegen die Corona-Regeln zur Eindämmung der Pandemie verstoßen.

„Der Blick ins Bundesgebiet zeigt, wie schnell es auch wieder zu Rückschlägen kommen kann und Lockerungen zurückgenommen werden müssen", sagt Polizeipräsident Ralf Meyer und appelliert: "Hamburg ist davon bislang verschont geblieben. Lassen Sie uns diese hart erarbeitete Situation nicht verspielen. Werfen Sie die Hygiene- und Abstandsregeln nicht frühzeitig über Bord."

Corona-Ausbruch: Frachter im Hafen unter Quarantäne

Die Behörden haben den Frachter „Grande Cotonou“ unter Quarantäne gestellt, nachdem zwei Mann der Besatzung an Corona erkrankt waren. Ein Seemann musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Der zweite Infizierte wurde auf dem Schiff isoliert. Die gesamte Besatzung wird jetzt auf Covid19 getestet. Das Ergebnis ist bislang nicht bekannt.

Bei der „Grande Cotonou“ handelt es sich um ein 236 Meter langes Frachtschiff, das unter italienischer Flagge fährt. Alle Ladearbeiten mussten eingestellt werden. Bislang liegt der Frachter im Hansahafen. Er muss möglicherweise an einen anderen Liegeplatz verholt werden.

Im Mai hatte es auf dem Frachter "Grande Atlantico“, der für die selbe Reederei unterwegs ist, Corona-Fälle gegeben. Das Schiff, das ebenfalls vor allem Autos zwischen Europa und Westafrika transportiert, hatte nach drei Wochen Quarantäne den Hamburger Hafen wieder verlassen.

Das Coronavirus in Deutschland und weltweit:

Corona-Ausbruch in Putenschlachterei trifft Region

Der Corona-Ausbruch in einem Geflügelschlachtbetrieb in Wildeshausen im Kreis Oldenburg weitet sich auf die Region aus. In Cloppenburg erkrankten zwei Schüler, deren Vater in dem betroffenen Betrieb arbeitet. Ein Sprecher des Landkreises Cloppenburg bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der „Nordwestzeitung“.

In der Belegschaft des Putenschlachtbetriebs der Wiesenhof-Gruppe waren mit Stand Mittwochabend 35 Infektionen erkannt worden. 31 Infizierte waren Arbeiter mit Werkverträgen. Die Tests für die mehr als 1100 Mitarbeiter liefen weiter.

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In Wagenfeld im Landkreis Diepholz wurde eine frühere Kaserne vorsorglich unter Quarantäne gestellt, weil dort 200 Werkvertragsarbeiter von Wiesenhof leben. Es sei eine Arbeitsquarantäne, sagte eine Kreissprecherin am Donnerstag. Die Arbeiter dürften weiter mit Bussen in den Betrieb nach Wildeshausen fahren. Sie dürften sich aber in Wagenfeld nicht bewegen. Das Rote Kreuz versorge sie in der Gemeinschaftsunterkunft mit Lebensmitteln. Man erwarte am Donnerstag oder am Freitag die Ergebnisse der weiteren Tests in Wildeshausen, sagte die Sprecherin.

Coronaverbreitung in Göttingen wieder knapp unter Grenzwert

In Göttingen ist die Ausbreitung des Coronavirus wieder knapp unter die Grenze für neue Schließmaßnahmen gesunken. Am Donnerstagmorgen wies die Übersicht der Landesregierung für Stadt und Kreis Göttingen 48,8 laborbestätigte neue Covid-19-Fälle auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen auf. Nach Vereinbarung von Bund und Ländern sollen ab 50 Fällen in einem Landkreis Lockerungen zurückgenommen werden. Die Regierung in Hannover setzt den Wert für sich schon bei 30 bis 35 Fällen an.

In Göttingen schwankt der Wert seit Tagen um die Marke von 50 Fällen. Am Dienstag waren es 48,2 Fälle, am Mittwoch 51,2 Fälle. Die Infektionen konzentrieren sich aber auf einen Hochhauskomplex in der Unistadt, der am vergangenen Donnerstag für eine Woche unter Quarantäne gestellt worden ist. Deshalb ist die Lage nach Einschätzung der Stadt beherrschbar. Unter 700 Bewohnern wurden 120 Neuinfektionen festgestellt. Nach Angaben vom Dienstag sind im Grenzdurchgangslager Friedland im Kreis Göttingen 21 Bewohner und eine Mitarbeiterin positiv auf Corona getestet worden.

UKE führt mehrere Studien zur Corona-Pandemie durch

Wissenschaftler des UKE untersuchen in mehreren Studien, wie es den Menschen während der Corona-Pandemie geht, welchen Belastungen sich Familien besonders ausgesetzt fühlen, wie sie mit ihnen umgehen und ob sich das Sexualverhalten während der kontaktbeschränkenden Maßnahmen verändert hat. Die Studien haben unterschiedliche Schwerpunkte und werden online durchgeführt:

  • Studie1: Stressforscher untersuchen, welche Schwierigkeiten die Menschen in Deutschland und zehn weiteren Ländern während der Corona-Pandemie haben, was sie brauchen und wie sie mit den Belastungen umgehen. Bis Ende Juli können Interessierte ab 18 Jahren hier an der Befragung teilnehmen.
  • Studie 2: Wie sehen die familiären Belastungen während der Pandemie aus, wie gehen die Betroffenen mit den Einschränkungen des öffentlichen Lebens um und wie wirken sich die Belastungen auf die familiären Beziehungen aus? Die anonyme Erhebung läuft bis zum 19. Juli und kann hier aufgerufen werden.
  • Studie 3: Sexualforscher und Psychiater untersuchen, wie sich die Maßnahmen und Kontaktregeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie auf das sexuelle Interesse beziehungsweise auf das Sexualverhalten auswirken. Interessierte können hier bis zum 15. Juli an der anonymen Online-Befragung teilnehmen.

Ein neuer Corona-Fall in Hamburg

Bei Tests auf das neuartige Coronavirus ist in Hamburg seit Mittwoch ein neuer Fall festgestellt worden. Damit haben sich seit Beginn der Epidemie 5172 Menschen mit dem Sars-CoV-2-Virus in der Hansestadt angesteckt, wie der Senat am Donnerstag im Internet mitteilte. Rund 4900 der Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.

Die Zahl der Todesfälle in Hamburg liegt laut RKI unverändert bei 259. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat laut Senat bislang in 229 Fällen bestätigt, dass die Menschen an der Corona-Infektion starben.

24 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland wurden am Mittwoch stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, davon zehn auf der Intensivstation. Unter den 24 Patienten sind 17 Hamburger. Zusammengenommen bedeuten die Zahlen, dass zurzeit maximal etwa 40 Hamburger mit dem Virus infiziert sind.

Veranstaltungsbranche leidet: Demonstration auf der Reeperbahn

Unter dem Motto "Auf St. Pauli brennt noch Licht" wollen sich am Freitag ab 19 Uhr Künstler, Betreiber und Selbstständige der Reeperbahn und Großen Freiheit auf dem Beatles-Platz versammeln, um ein Zeichen für die bedrohte Club-, Bar- und Kulturszene zu setzen. Die 225 erwarteten Teilnehmer fordern eine Perspektive für die existenziell gefährdeten Branchen, die Rückkehr des Themas auf die politische Agenda sowohl im Landtag als auch im Bundestag und eine schrittweise Öffnung der Läden auf St. Pauli gemäß der Corona-Regeln.

Wegen Coronavirus: Schnelle Hilfe für Schausteller gefordert

Um Schausteller zu unterstützen, die durch abgesagte Volksfeste wie den Hamburger Dom keine Einnahmen haben, hatte der Senat schnelle Hilfen beschlossen. Unter anderem forderte er die Bezirke Anfang Juni dazu auf, unbürokratisch und gebührenfrei geeignete Stellplätze für einzelne Stände zu vergeben. Viele Schausteller nutzten die Möglichkeit und stellten Anträge auf Sondernutzung – eine feste Zusage hat bisher aber kaum einer erhalten.

Bis auf einen Antrag für einen Schmalzgebäck-Stand in Altona sind die meisten Anträge nach Abendblatt-Informationen noch in der Prüfung. Bei Anträgen auf Fahrgeschäfte ist zudem klar, dass sie derzeit keine Chancen auf Genehmigung haben. Laut Angaben von Sorina Weiland, Sprecherin des Bezirksamts Hamburg-Mitte, sind Fahrgeschäfte grundsätzlich noch nicht gestattet.

33 Anträge sind im Bezirk Mitte bislang eingegangen. Dabei sei schnell klar gewesen, dass einige Wunschstandorte der Antragsteller nicht realisierbar seien. Schließlich hat der Bezirk nun eine Liste mit mehr als 20 möglichen Standorten für Stände erstellt und auch eine mögliche Eignung dazu notiert. Etwa: Großneumarkt – Verzehr und kleine Verkaufsstände, Abbaufähigkeit an den Markttagen. Oder: Hans-Albers-Platz – Außengastronomie, geeignet für Hau den Lukas, Scherenschnitt oder Luftballons und so weiter. Auch in den anderen Bezirken sind Anträge eingegangen. In Harburg und Hamburg-Nord sind es vier, in Eimsbüttel acht, in Altona fünf, in Bergedorf sechs – nur in Wandsbek hat es bislang keine Anträge gegeben.

Coronavirus: Verhaltensregeln und Empfehlungen der Gesundheitsbehörde

  • Reduzieren Sie Kontakte auf ein notwendiges Minimum, und halten Sie mindestens 1,50 Meter Abstand zu anderen Personen
  • Achten Sie auf eine korrekte Hust- und Niesetikette (ins Taschentuch oder in die Armbeuge)
  • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände gründlich mit Wasser und Seife
  • Vermeiden Sie das Berühren von Augen, Nase und Mund
  • Wenn Sie persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, sollten Sie sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an Ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden

Umfrage: Hamburger befürchten mehrheitlich zweite Corona-Welle

Rund zwei Drittel der Hamburger (67 Prozent) befürchten laut einer Umfrage eine zweite Corona-Welle. Sollte es tatsächlich dazu kommen, wären zudem fast drei Viertel der Befragten (73 Prozent) mit Einschränkungen des täglichen Lebens wie bei der ersten Welle einverstanden, heißt es in einer am Donnerstag vorgelegten Befragung des Meinungsforschungsinstituts pmg - policy matters im Auftrag der Körber-Stiftung. Die bislang getroffenen Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hielten 77 Prozent der Menschen in der Hansestadt demnach für gerechtfertigt.

Mit dem bisherigen Krisenmanagement des Hamburger Senats sind laut Umfrage 82 Prozent der Hamburger zufrieden, mit dem der Bundesregierung 76 Prozent. Gleichwohl wünsche sich eine große Mehrheit mehr Mitsprache bei den Corona-Maßnahmen. So fanden 79 Prozent der Befragten, dass entsprechende Haushaltsbeschlüsse des Senats von einem Bürgergremium beratend begleitet werden sollen.

Interaktiv: Deutschlands Urlaubsgebiete im Corona-Vergleich:

Jetzt bewerben: Stiftungen vergeben 100.000 Euro

Mit dem 100.000 Euro-Fonds „Hamburger Spielräume“ unterstützen sieben Stiftungen sozial benachteiligte junge Menschen, die durch die Corona-Beschränkungen wenig Freiraum hatten. Es können sich Einrichtungen der außerschulischen Kinder-/Jugend- und Familienarbeit um Gelder bewerben, die in den Sommer- und Herbstferien sowie an Nachmittagen und Wochenenden während der Schulzeit Angebote in den Bereichen Freizeit, Bildung, Bewegung und kreatives Spiel machen. Damit sollen Impulse für die Identitätsfindung und Persönlichkeitsentwicklung gesetzt werden. Infos unter: www.buergerstiftung-hamburg.de

Corona: Beliebte Treffpunkte in Hamburg fast menschenleer:

Drei weitere Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein gemeldet

In Schleswig-Holstein sind zuletzt innerhalb eines Tages drei offiziell erfasste Infektionen mit dem neuen Coronavirus hinzugekommen. Wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mitteilte, stieg die Zahl der positiv Getesteten zum Stand Mittwochabend damit auf 3140.

Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen betrug weiterhin 152. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt 4 an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Tierparks mit Besucherzahl nach Wiedereröffnung weitgehend zufrieden

Mit Lockerung der Corona-Auflagen ist ein Stück weit Normalität in die Wildparks und Zoos in Schleswig-Holstein eingekehrt. Die Besucherzahlen in den vergangenen Wochen lagen zum Teil sogar über denen des Vorjahreszeitraums, wie eine Umfrage bei einigen Parks ergab. Dennoch sind nicht alle Probleme gelöst: Einnahmeausfälle etwa durch gestrichene Veranstaltungen, Auflagen und eine mögliche zweite Corona-Welle bereiten den Betreibern Sorgen. Wie das Jahr wirtschaftlich abgeschlossen werden kann, lässt sich nicht vorhersagen. Dies hängt auch davon ab, ob eine zweite Corona-Welle kommt und die Parks wieder schließen müssen.

Wegen Corona: Gastronom will Entschädigung vom Land Niedersachsen

Weil er sein Restaurant fast zwei Monate lang coronabedingt schließen musste, verklagt ein Gastronom aus Steinhude (Region Hannover) das Land Niedersachsen auf Entschädigung. Damit werde am Freitag erstmals eine Schadensersatz-Klage wegen der im Zuge der Pandemie landesweit angeordneten Infektionsschutzmaßnahmen verhandelt, teilte das Landgericht Hannover mit. Der Kläger Gerrit Schweer betreibt das Restaurant „Schweers-Harms-Fischerhus“ in dem Ausflugsort am Steinhuder Meer. Der steuerberaterlich attestierte Schaden belaufe sich auf rund 52.000 Euro, sagte Schweers Anwalt Matthias Wolf. Zunächst verlangt der 55-Jährige allerdings nur 10.000 Euro vom Land. (Az.: 8 O 2/20)

Infolge des erzwungenen Stillstandes habe er schon am 18. März für seine 17 Mitarbeiter Kurzarbeit anmelden müssen, argumentiert der Kläger. Unverschuldet sei sein Betrieb daraufhin in eine existenzielle Notlage geraten. Das Land sei zur Entschädigung verpflichtet, weil von seinem Restaurant keine virusbedingte Gefahr ausgegangen sei und er somit ein Sonderopfer geleistet habe.

Lesen Sie hier den Corona-Newsblog von Mittwoch, 24. Juni