Elbe, Alster oder Rotherbaum

Die besten Lokale zum Draußen-Genießen in Hamburg

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Wo kann man unter freiem Himmel schön Kaffee trinken, zu Abend essen oder einen Wein zu sich nehmen? 23 Tipps aus der Redaktion.

Hamburg. Der Sommer kommt, Corona geht ... leider noch nicht so ganz. Viele sehnen sich zwar nach dem Besuch im Lieblingsrestaurant, fühlen sich aber sicherer vor dem Virus, wenn sie Speisen und Getränke draußen genießen können.

Deshalb hat die Abendblatt-Redaktion, rein nach persönlichem Geschmack, pünktlich zum Beginn der Sommerferien im ganzen Stadtgebiet nach den Lokalen mit den schönsten Terrassen gesucht. Zu unserer Auswahl: Ob für Frühstücker, Cocktailfreunde oder Feinschmecker, wir haben für jeden Genießertyp mindestens einen guten Tipp gefunden.

Süllberg

Von hier oben aus ist alles im Fluss. Einfach traumhaft ist der Blick auf die Elbe. Unten ziehen die großen Pötte in die Ferne, während man oben, lauschig unter Bäumen sitzend, denkt: „Ach, Hamburg ist doch auch schön.“ Insbesondere eben auf dem Süllberg, dem Gipfel des Genusses. Schließlich regiert hier Zwei-Sterne-Koch Karlheinz Hauser. Und die Speisen, die seine Mannschaft aus dem Deck 7 nach draußen auf die weitläufige Terrasse mit 135 Plätzen (Abstand kann man hier locker halten!) schickt, sind natürlich auch Klassiker aus Hausers Rezeptbuch - zum Beispiel das Wiener Schnitzel (24 Euro) oder die Vorspeisen-Variationen für 19 Euro, zu denen unter anderem Vitello tonnato, Burrata und andere Antipasti-Köstlichkeiten gehören.

Wer es deftiger mag, ist im Biergarten richtig, wo man sich nach dem Aufstieg auf 75 Meter Höhe an den Pavillons ein erfrischendes Radler oder ein Stück hausgemachten Kuchen holt. Beliebt: das sehr schmackhafte Grillhähnchen vom Drehspieß, das derzeit aber nur am Wochenende und an Feiertagen angeboten wird.

Süllbergterrasse 12, täglich 12–22 Uhr, Telefon 866 25 20, www.karlheinzhauser.de


Ristorante Portonovo

Auf der windgeschützten Terrasse mit gut 100 Plätzen fühlt es sich so an, als säßen alle in einem Boot – und zwar mitten auf der Alster. Eine schönere Terrasse gibt es kaum. Fanden übrigens schon Altkanzler Helmut Schmidt, Michael Ballack, Christopher Lee und auch Herbert Grönemeyer.

Vor mittlerweile zwölf Jahren hat Gastronom Claudio Spinsanti sein Restaurant, spezialisiert auf italienische Spezialitäten aus Portonovo, einem malerischen Küstendörfchen in der Bucht bei Ancona, eröffnet. Die Gäste schätzen Fisch in allen Variationen, zum Beispiel Steinbutt mit Beilagen (34 Euro), und hausgemachte Pasta.

Alsterufer 2, täglich warme Küche 12–23.20 Uhr, sonntags bis 22 Uhr, Telefon 41 35 66 16, www.ristorante-portonovo.de


a.mora

So fühlt sich Urlaub zu Hause an. Direkt am Wasser sitzend, die vorbeischippernden Segelboote im Blick und entspannende Lounge-Musik in den Ohren, lässt sich hier das Frühstück genauso genießen wie Kaffee und Kuchen am Nachmittag oder der Sundowner am Abend. Vom ersten Sonnenstrahl bis in die Nacht ist diese Terrasse, auf der derzeit coronabedingt weniger Plätze belegt werden dürfen also sonst (zum Frühstücken am Wochenende, bei Super-Sommerwetter und auch für Tische ab 17 Uhr bitte reservieren!), die erste Adresse für eine „Erholungspause“. Denn genau das, die Lateiner unter uns erinnern sich vielleicht, bedeutet „mora“.

An der Alster 72, Mo–Fr 10-12 Uhr (Frühstück), danach open end (je nach Wetter), am Wochenende 10–13.30 Uhr (Frühstück) und dann wetterabhängig, Telefon 28 05 67 35, www.a-mora.com


Zum Alten Lotsenhaus

Lust auf ein Picknick am Elbstrand? Aber keine Lust, den Korb selbst zu packen und die Decke mitzuschleppen? Das Alte Lotsenhaus hat die Lösung: Jeden Sonnabend und Sonntag gibt es für 35 Euro pro Person (bestellbar ab zwei Personen) zwischen 12 und 19 Uhr einen Picknickkorb, gefüllt mit Köstlichkeiten, aber auch mit Wein und Wasser, den man in der Strandbar Dock 13 genießen kann. Wichtig: Den Korb bitte mindestens einen Tag vorher bestellen! Selbstverständlich gibt es auf der Strandterrasse (derzeit 90 Plätze) aber auch andere Gerichte, zum Beispiel einen Fischburger mit Sweet Chili Sauce und Pommes frites (10,90 Euro) oder die Garnelenpfanne mit mediterranem Gemüse, Wildreis und Safran-Aioli (12,90 Euro).

Övelgönne 13, täglich ab 12 Uhr, Telefon 880 01 96, www.zum-alten-lotsenhaus.de


Il Tramonto

Ein Stück Italien an der Grelckstraße: Bei Lokstedtern und Niendorfern ist das kinderfreundliche Lokal von Mustafa Uludag äußerst beliebt – wegen der hausgemachten Pastagerichte, der hervorragenden Pizzen, aber auch wegen der zahlreichen Außenplätze. Wer dort in der Abendsonne einen Aperol Spritz oder ein kühles Glas Weißwein genießt, fühlt sich wie an der Adria. Na ja, zumindest weit weg vom Siemersplatz. Beliebt ist auch der Mittagstisch – und wenn es zu heiß ist, findet sich auf der Terrasse auch ein schattiges Plätzchen.

Grelckstraße 13, täglich 12–23 Uhr, Telefon 54 00 75 09, www.il-tramonto.de


Port

Beste Aussichten haben die Gäste, die im Restaurant Port im Hotel Hafen Hamburg oberhalb der Landungsbrücken einkehren. Von hier aus kann man die Schiffe beobachten oder einfach nur auf die Elbe schauen und die Seele baumeln lassen. Eine kleine Oase ist die Terrasse, die wie das Restaurant neu gestaltet und vor Kurzem eröffnet wurde. Insgesamt wurden rund drei Millionen Euro in das traditionsreiche Lokal investiert.

„Bei uns erleben die Gäste Hamburg pur und haben einen Logenplatz mit Blick auf den Hafen“, sagt Direktor Enrico Ungermann. Wenn es abends etwas kühler wird, wärmen die Heizstrahler, oder man nimmt auf einer der Bänke mit Sitzheizung Platz. Das Port ist ab 12 Uhr zum Mittagessen geöffnet, am Nachmittag werden Kaffee und Kuchen serviert. Auch zum Abendessen oder einfach nur auf ein Glas Wein kann man hier verweilen. Auf der Speisekarte sind Gerichte wie Labskaus von der Ente, Huftsteak vom Pommernrind und Färöer-Lachsfilet zu finden.

Seewartenstraße 9, Mo–So 12–22 Uhr, Telefon 31 11 37 04 00, www.hotel-hafen-hamburg.de


Rialto

Wenn es um den Wettbewerb ginge, wer in der Hamburger Innenstadt eine der schönsten Außenflächen hat, dann würde das Rialto einen der vorderen Plätze belegen. Das legendäre Restaurant, das es seit mehr als 30 Jahren gibt, hat einen „Facelift“ erhalten und wurde vor Kurzem unter neuer Führung von André Ramforth und Holger Sturm – der auch das Café Paris an der Rathausstraße betreibt – wiedereröffnet. Unverändert ist die Terrasse mit etwa 90 Plätzen auf der Fleetinsel und auf der Michaelisbrücke. Immer im Blick haben die Gäste, die an den rustikalen Holztischen Platz nehmen, das Fleet. In der Mittagszeit herrscht ein buntes Treiben auf der Fleetinsel, und die Gäste vom Rialto haben einen Logenplatz. Abends kehrt dann ein wenig Ruhe ein, und bis Mitternacht kann auf der Terrasse verweilt werden. Auf der Speisekarte ist nach wie vor das leckere Wiener Schnitzel mit Kartoffel-Gurken-Salat zu finden. Auf der Abendkarte wird auch ein Menü angeboten, das mit drei- beziehungsweise vier Gängen bestellt werden kann.

Michaelisbrücke 3, Mo–Sa 12–24 Uhr, Telefon 80 90 38 51 12, www.restaurantrialto.de


Restaurant Parkview

Das The Fontenay hat gleich drei Terrassen mit herrlichem Blick auf die Alster. Eine davon gehört zum Restaurant Parkview im Erdgeschoss des Luxushotels. Dort sind die Gäste umgeben von einer kleinen Parkanlage. Bereits zum À-la-carte-Frühstück ab 7 Uhr können hier auch Nicht-Hausgäste einkehren. Auf der Speisekarte zum Lunch und Abendessen sind Gerichte wie Königsberger Klopse mit Kapern und Kartoffelpüree oder Gebratene Barbarie-Entenbrust mit Orangensauce zu finden. Auch Fischspezialitäten werden serviert. Ein weiteres Highlight ist die Fontenay Bar in der sechsten Etage mit einer großen Dachterrasse. Hier genießen die Gäste einen Panoramablick über die Hansestadt. Täglich ab 14 Uhr werden hier auch Kuchen angeboten, und es gibt eine Snackkarte. Zum Haus gehört auch das Gourmetrestaurant Lakeside, hier gibt es eine weitere Terrasse, auf der die Gäste vor dem Dinner einen Aperitif einnehmen können.

Fontenay 10, Frühstück täglich 7–10.30 Uhr, Lunch täglich 12–17 Uhr, Abendessen Fr–Mo 18– 21.30 Uhr, www.thefontenay.de


Jahreszeiten Terrasse

Mitten im Herzen der Innenstadt ist die Jahreszeiten Terrasse zu finden. Aber wer hier Platz genommen hat, der lässt das pulsierende Treiben schnell hinter sich. Auf einem Ponton auf der Binnenalster liegt diese Location – die zum benachbarten Luxushotel Vier Jahreszeiten am Neuen Jungfernstieg gehört. Der Blick geht übers Wasser auf den Ballindamm und die Alsterfontäne. Hier treffen sich Hamburger und Hotelgäste zum Lunch und zu einem frühen Abendessen. Die Auswahl auf der Speisekarte reicht vom Classic Caesar Salat über geräucherten Saibling auf Landbrot bis hin zum Dry Aged Strip Steak. Am Nachmittag werden Kuchen aus der hauseigenen Patisserie serviert. Auch die Vier Jahreszeiten Dachterrasse auf der sechsten Etage mit Champagnerbar und Blick bis hin zur Elbphilharmonie bietet eine kleine Speisekarte mit Gerichten wie Gegrillte Calamari oder Burrata aus Apulien an. Hier können es sich die Gäste in Strandkörben und auf Loungemöbeln bequem machen. Allerdings gilt ein Mindestverzehr von 50 Euro pro Person.

Zugang über Neuen Jungfernstieg, Mo–So 12–20 Uhr; Jahreszeiten Dachterrasse, Neuer Jungfernstieg 9, Mo–So 12–20 Uhr, www.hvj.de


Stüffel

In Eppendorf gibt es unzählige Restaurants und Cafés mit Außenplätzen. Etwas versteckt, aber auch nicht weit von der Eppendorfer Landstraße entfernt ist das Stüffel zu finden. Die Terrasse des Restaurants ist ein Highlight. Von hier aus genießen die Gäste den Blick auf den Isebekkanal. Wer hier Platz nimmt, vergisst schnell den Alltag und kann die Stand-up-Paddler auf dem Wasser beobachten. Seit drei Jahren betreibt Ondrej Kovar das Lokal. Auf seine Weinempfehlungen ist Verlass, der Gastronom war einst Chefsommelier im berühmten Hotel Adlon in Berlin. Im Stüffel wird vor allem auf frische norddeutsche Produkte Wert gelegt. Die Gäste kommen aus der ganzen Stadt, um hier zu speisen und die Aussicht zu genießen. Es gibt eine wechselnde Mittagskarte, und abends sind auf der Speisekarte Gerichte wie Rindertatar, Wiener Schnitzel und ein „Tagesfang“ zu finden. Und wer sich nach dem Essen noch sportlich betätigen möchte, kann sich im angeschlossenen Verleih ein Tretboot oder Kanu mieten und damit Richtung Alster schippern.

Isekai 1, Mi–Fr 12–15 Uhr und 17.30–24 Uhr, Sa 17.30–24 Uhr, So 12.30–23 Uhr, www.restaurantstueffel.de


Finkenwerder Elbblick

Manchmal fragt man sich, was im Restaurant Finkenwerder Elbblick besser ist: die Finkenwerder Kutterscholle mit Speck und hausgemachtem Kartoffelsalat – oder einfach der Ausblick? Perfekt ist, wenn man beides zusammen genießt, den Fisch und den Hafen, und – wer möchte – das auch im Strandkorb. Die Terrasse des kleinen Traditionslokals liegt nämlich direkt am Köhlfleet und so dicht an der Elbe, dass die Containerschiffe im Sommer quasi direkt hinter der Weinschorle vorbeiziehen. Herrlich ist das. Fleischgerichte sind auf der Karte eher die Ausnahme, dafür ist die Fischabteilung bestens bestückt. Matjes, Lachsburger, isländischer Steinbeißer – Fischliebhaber werden hier auf jeden Fall glücklich. Besonders beliebt: das aus vier Gängen bestehende „Kreuzfahrt-Menü“ (69 Euro für zwei Personen), das immer zu den Auslaufzeiten der großen Pötte angeboten wird. Das Restaurant liegt in fußläufiger Entfernung zum Finkenwerder Fähranleger und ist auch mit dem Fahrrad wunderbar zu erreichen.

Focksweg 42, täglich ab 11.30 Uhr, Reservierungen unter Telefon 742 51 91, www.finkenwerder-elbblick.de

Gasthaus zum Bäcker

Natürlich geht es schicker, exklusiver und ausgefallener. Aber idyllischer? Kaum möglich! Wer im Gasthaus zum Bäcker in Wohldorf einkehrt, tut das nicht (nur) wegen des leckeren Essens. Sondern wegen der Aussicht. Der Traditionsbetrieb liegt mitten im Grünen, direkt am Mühlenteich. Von der Terrasse, wo derzeit 30 Tische für zwei bis vier Personen stehen, kann man direkt aufs Wasser blicken und die Enten schnattern und Grillen zirpen hören. Nur ein paar Meter weiter beginnt der Wohldorfer Wald. Trotz der Idylle – Corona ist und bleibt auch hier ein Thema. Obwohl das Lokal, das heute in dritter Generation geführt wird, wieder geöffnet hat, gibt es strenge Hygiene- und Abstandsregeln – und eine etwas reduzierte Speisekarte. Die Küche ist traditionell deutsch, gekocht nach alten Rezepten und mit regionalen Produkten. Aber keine Angst: Es gibt nicht nur Sauerfleisch, Grützwurst oder Kartoffelpuffer. Sondern auch Salate, Spargel, Fleisch und Fisch. Geheimtipp: Das Brot wird selbst gebacken – seit 200 Jahren schon. Als Vorspeise unbedingt den Kartoffelschnaps mit Mettwurst oder Röste mit Preiselbeeren probieren. Besser kann man nicht starten. Eine Vorbestellung wird empfohlen.

Herrenhausallee 9, Di–So ab 12 Uhr, warme Küche bis 21 Uhr, sonntags bis 20 Uhr, Telefon 60 76 53 97


Saliba

Mit etwas Glück zieht gerade ein Ruderboot mit sanften Schlägen vorbei. Allein der Blick von der Terrasse der Alsterarkaden auf Alsterfleet und Rathausmarkt lohnt den Besuch bei Saliba. Die syrische Küche von Hanna Saliba, einem der bekanntesten Gastronomen der Stadt, ist ohnehin legendär. Immer zu empfehlen: Mazza, die klassische Vorspeise Syriens in acht Variationen. Oder Falafel, die frittierten Gemüse-Kichererbsenbällchen, mit einem orientalischen Salat. Mittags haben es viele Gäste eilig, ein Glas Rosentee oder ein Mokka mit Kardamom muss dann zum Abschluss reichen. Abends darf es zum Menü gern ein Wein sein. Hanna Saliba exportiert viele exzellente Weine aus seiner Heimat. Als er 1971 im Alter von 20 Jahren nach Deutschland auswanderte, wollte er Kapitän werden. 13 Jahre fuhr er zur See, entschied sich dann aber für die Gastronomie, um nicht so weit weg von der Familie zu sein. Zum Glück.

Alsterarkaden, Neuer Wall 13, täglich 11.30–21 Uhr, Telefon 34 50 21, www.saliba.de


Fischereihafenrestaurant

Der Service? Professionell und freundlich wie immer. Die Küche: Köstlich wie seit der Eröffnung 1981. Der Elbblick: Unschlagbar. Allein die dezenten Plexiglasscheiben zwischen den Tischen sowie die Masken, die die Kellner tragen, zeigen die Auswirkungen der Pandemie auf die Gastro-Szene. „Wir freuen uns alle, dass wir wieder dürfen“, sagt die Kellnerin zur Begrüßung. Wer dann an einem lauen Abend auf der Terrasse zum Auftakt eines Menüs den Fischereihafen-restaurant-Klassiker Räucheraalfilets auf Kräuterrührei mit gebratenem Schwarzbrot genießt, findet, dass das Leben trotz Virus sehr schön sein kann. Zum Hauptgang vielleicht Steinbutt oder Zanderfilet, zum Nachtisch noch Rote Grütze mit Rahm-Eis und Himbeergeist-Vanillesauce, dazu einen Weißwein – viel mehr braucht es nicht zum Glücklichsein. Wer mag, kann dieses Kompliment gern an Dirk Kowalke weitergeben, der Chef freut sich, ganz sicher.

Große Elbstraße 143, täglich warme Küche 11.30– 22.00 Uhr, Fr/Sa bis 22.30 Uhr, Telefon 38 18 16, www.fischereihafenrestaurant.de


Zollenspieker Fährhaus

Dass man hier einen wunderbaren Blick auf die Umgebung hat, ist schon lange kein Geheimnis mehr. 750 Jahre reicht die Geschichte des Zollenspieker Fährhauses an der Elbe zurück. 140 Plätze kann Geschäftsführerin Karoline Pospiech­ auf den Terrassen anbieten und weitere 130 Plätze im Biergarten. „Viele Gäste wollen jetzt ohnehin gern im Freien sitzen“, sagt sie. Und Platz gibt es reichlich. Eine Tischreservierung ist empfehlenswert. Die Speisekarten kommen jetzt auf bedruckten Papier-Tischsets daher (aus recyceltem Papier). Auf der Restaurantterrasse sitzt man auf feinem Teakmobiliar, im preiswerten Biergarten geht es rustikaler zu.

Unbedingt zu empfehlen sind Klassiker wie Hamburger Pannfisch mit Bratkartoffeln (17,90 Euro) oder Zollenspieker Labskaus (15 Euro). Im Biergarten bekommt man für kleines Geld Würstchen (3,50 Euro), Hotdogs (3,50 Euro) oder Waffeln (4 Euro). Wer sich allerdings wirklich einmal etwas gönnen will, dem sei das Pegelhäuschen empfohlen. Maximal vier Personen haben in dem kleinen Holzgebäude direkt am Wasser Platz, dort wird ein exklusives Vier-Gänge-Menü für 149 Euro/Person serviert. Und wem der Weg nach Hause danach zu beschwerlich ist, kann im angeschlossenen Hotel gleich übernachten. Sobald wieder Veranstaltungen erlaubt sind, wird es auch im schönen großen Saal mit den großen Fenstern wieder lebhaft zugehen.

Zollenspieker Hauptdeich 141, täglich 11.30–21 Uhr geöffnet, Küche Mo–Fr 12–14.30 Uhr und 17.30– 21 Uhr, Sa 12–21 Uhr, Sonn- und Feiertag 12–20.30 Uhr, Telefon 793 13 30, www.zollenspieker-faehrhaus.de


Eisundsalzig

Die Terrasse des eisundsalzig hat sich in den eineinhalb Jahren, die es das Bistro und Eiscafé mittlerweile in Langenhorn gibt, zu einem Lieblingsplatz für die Gäste entwickelt. Das liegt mit Sicherheit an den frischen, saisonalen Gerichten, die Köchin und Inhaberin Sophia Behr serviert, an den köstlichen Eiskreationen, die sich ihr Mann Michael ausdenkt, an den guten Weinen, die zu einem fairen Preis ausgeschenkt werden, und an dem netten Personal.

Auf der von Kirschlorbeer und Bambus umrahmten Terrasse bieten große Sonnenschirme und eine Markise Schutz vor Hitze und Nieselregen. Hier draußen ist Platz für 40 Gäste – ebenso viele passen auch ins Innere des Lokals, das laut Callwey Verlag zu den 50 schönsten Restaurants und Bars Deutschlands gehört. Coronabedingt sind die Öffnungszeiten momentan eingeschränkt: Frühstück gibt es vorübergehend nur am Wochenende und an Feiertagen, dafür aber jeden Tag ab 17 Uhr (als Ergänzung zur Speisekarte) wechselnde „Köstlichkeiten zum Wein“.

Holitzberg 145a, Di–Fr 12–20 Uhr, Sa 9–20 Uhr, So/feiertags 9–18 Uhr, Telefon 66 89 47 93, www.eisundsalzig.de


Dübelsbrücker Kajüt

40 Außenplätze hat das urige Hausboot Dübelsbrücker Kajüt im Hafen von Teufelsbrück. Besonders schön sitzt man oben auf der Mole des Yachthafens. Die besonderen Vorzüge sind dabei der unvergleichliche Blick übers Wasser bei relativ geschützter Lage. Wer auf den leicht erhöhten Plätzen stundenlang in der Abendsonne sitzt und den vorbeiziehenden Pötten zuguckt, kann sich weit und breit keinen schöneren Ort vorstellen. Und das auch noch bei wirklich gutem, rustikalem Essen. Empfehlenswert sind unter anderem Matjes Hausfrauenart, Pannfisch und (seit ein paar Tagen): Maischolle. Wichtig: An schönen Abenden gibt es mittlerweile eine Warteschlange vor Ort, man sollte also unbedingt einen Tisch vorbestellen. Reservierungen werden zwar ganz locker auf Zuruf abgefragt, aber die stets gut gelaunten Betreiber kennen ihre Gäste ziemlich gut. Es empfiehlt sich also Ehrlichkeit – Schummeln klappt nie. In Teufelsbrück halten Busse mehrerer Linien, unter anderem X 86, 286 und 36. Noch stilvoller ist die Fahrt mit der Fähre ab Finkenwerder. Der Anleger liegt nur drei Gehminuten von der Kajüt entfernt. Wer mit dem Auto anreist, sollte weiter entfernt parken und nach dem Essen einen Spaziergang einplanen, zum Beispiel durch den Jenischpark gleich nebenan.

Elbchaussee 303, Mo–Fr 12–23 Uhr, Sa/So 11–22 Uhr, T. 82 87 87, www.duebelsbruecker-kajuet.de


Imara

Spanien und Marokko sind in diesem Jahr weit weg, trotzdem kann man beiden Ländern in Hamburg ein Stück näherkommen, zumindest beim Essen. Das Imara hat rund 50 Plätze auf der Terrasse am Eppendorfer Weg und lockt mit leckeren Tapas wie Brot mit Auberginenmousse und Hummus, Datteln mit Ziegenkäse und Rosmarin im Speckmantel, Papaya-Avocado-Salatblatt, Couscoussalat, Ziegenkäsesuppe, Patatas Bravas und Knusperröllchen gefüllt mit Spinat, Schafskäse und frischen Kräutern. Ein besonderer Tipp sind die „marokkanischen Zigarren“, die man nicht raucht, sondern verspeist, weil es sich um lecker gewürztes Lamm- und Rinderhack im Knuspermantel handelt. Dazu reicht das Team um Geschäftsführerin Ina Grawert einen feinen Minz-Joghurt-Dip. Als Hauptspeisen steht zum Beispiel eine Tajine von zart geschmortem Lammkeulenfleisch mit gerösteten Mandeln und karamellisierten Pflaumen in Sesam auf der Menükarte. Wer Riesengarnelen liebt, bekommt sie in Chili-Knoblauch-Öl gebraten und mit Tomate und Ingwersirup verfeinert. Ein Komplettmenü kostet ab 37,50 Euro, einzelne Tapas gibt es ab 4,80 Euro, „Brotzeit“ ab 3 Euro.

Eppendorfer Weg 186, Di–Fr ab 18 Uhr, Sa/So ab 17 Uhr, Telefon 42 91 80 80, www.restaurant-imara.de


Pilio

Einen Blick auf Alster und Elbe hat das Niendorfer Gasthaus Pilio auf der Terrasse nicht zu bieten, sondern nur auf Tibarg, Bioladen und roten Backstein. Doch diesen Standortnachteil machen Athanassia und Stavros Stergatos mit Gastfreundschaft und guter Küche wett. In Corona-Zeiten dürfen die Geschwister aus Griechenland und ihr Team vor ihrem Lokal 18 Gäste bewirten. Bei gutem Wetter ist eine Reservierung empfehlenswert, denn das Pilio zählt zu den guten Stuben Niendorfs mit vielen Stammgästen. Das ist auch ein Verdienst von Küchenchef „Laki“. Er gehört seit mehr als 20 Jahren zum Team. Auf der Speisekarte stehen außer den Klassikern Gyros mit Pommes, Bauernsalat und selbst gemachtem Zaziki Spezialitäten wie der Calamari-Salat mit Auberginen, Steaks und Aufläufe aus der Heimat der Geschwister. Dazu gibt es griechische Weine für jeden Geschmack oder Biere unterschiedlicher Marken vom Fass.

Tibarg 33a, Di–So 12–23 Uhr, Telefon 58 22 14, www.gasthaus-pilio.de


Küchenfreunde (Lehmweg)

Lust auf Wiener Schnitzel, eine Brust vom Freilandhuhn mit Sommertrüffeln und Pfifferlingen oder einen Zander in Pannfisch-Style für 23,50 bis 26,50 Euro? Dann ist man bei Tim Lang und Johannes Schröder, den Küchenfreunden am Lehmweg, richtig (nicht zu verwechseln mit den Küchenfreunden am Grindelhof unter der Regie von Thomas Mayer). Bei den Vorspeisen zählt das Rindertatar (13 Euro) zu den Klassikern, aber auch die Ceviche vom Thunfisch (16 Euro) ist eine Bestellung wert. Wer zu zweit oder zu mehreren kommt, nimmt die Vorspeisen am besten gleich auf der Etagere (16,50 Euro pro Person). Bei den aktuellen Desserts klingen das Schokoladenmalheur mit Kokos und Ananas (9,50 Euro) sowie der Sommer-Crumble mit Vanilleeis und Rhabarber (8,50 Euro) äußerst reizvoll. Draußen auf der Terrasse haben zurzeit etwa 30 Gäste Platz.

Lehmweg 30, täglich 17–22 Uhr, Mo–Fr auch 12–15 Uhr, Telefon 49 02 19 65, kuechenfreunde.net/lehmweg


Eisvogel

Den Sonnenuntergang genießen, während andere rasanten Wassersport treiben – das können die Gäste des Terrassenrestaurants Eisvogel auf der Wasserski- und Wakeboard-Anlage am Neuländer Baggersee in Harburg. Direkt vor der üppigen Holzterrasse preschen die Wakeboarder vorbei, das ausnehmend nette Personal serviert Burger, Salate, Flammkuchen oder Currywurst, Cocktails und kalte Drinks. Die Atmosphäre: wie in einem Surfcamp. Einer der schönsten Draußen-Orte in Hamburg – und nur wenige Autominuten von der Hamburger City entfernt.

Am Neuländer Baggerteich 3, täglich 12 bis mindestens 21 Uhr, Telefon 0176/32 46 08 09, auch für Veranstaltungen buchbar, www.eisvogelhamburg.de, eisvogel-hamburg@gmx.de


Strandhalle Over

Zwischen kleinen Stelzenhäuschen jenseits des Elbdeichs liegt die Strandhalle Over – direkt an der Hamburger Landesgrenze. Gäste sitzen hier unter malerisch verästelten Laubbäumen direkt an der Süderelbe. Der Blick geht in Richtung des Oortkatener Sees auf der Bergedorfer Elbseite, Motorboote und Binnenschiffe ziehen vorbei, Paddler grüßen die Gäste, die sich einfache Gerichte, schöne Salate und eiskalte Getränke schmecken lassen. Wirtin Anna Epp hat aus dem fast verfallenen, stadtnahen Kleinod an der Elbe ein tolles Ausflugsziel gemacht.

Sandberg 7, 21217 Seevetal, täglich ab mittags geöffnet, Telefon 0170/312 45 35, Info: facebook


L’Aurora (Hummelsbüttel)

Fast jeder hat ja irgendwann seinen Stamm-Italiener gefunden. Wer in Hummelsbüttel, Fuhlsbüttel oder Umgebung lebt, schätzt das seit Jahren zuverlässig gute Angebot von Patricio Montoya und seinem Team. Am Stammsitz (es gibt inzwischen auch Filialen im Aspria und in Wellingsbüttel) lockt nicht nur eine schöne Vinothek im Hinterhof, sondern auch die große Sommerterrasse davor. Dort kann man Klassiker von Antipasto speciale über Pizza und Scaloppine gorgonzola bis hin zur grätenfrei filetierten Dorade bekommen. Neben der Standard-Karte gibt es auch eine große Tafel mit saisonalen oder besonderen Angeboten, auf die sollte man immer mal schauen. Zum Essen kommt immer etwas Pizzabrot mit auf den Tisch. Recht groß ist das Angebot offener Weine.

Hummelsbüttler Hauptstraße 47, Mo–Sa 16–22 Uhr, So 12–22 Uhr, Telefon 53 05 46 89, www.laurora-hamburg.de


Noch mehr Genuss

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Autoren: Iris Mydlach, Elisabeth Jessen, Peter Wenig, Miriam Opresnik, Friederike Ulrich, Matthias Schmoock, Wolfgang Klietz, Georg J. Schulz, Jan-Eric Lindner