Elbstrand

700 Kilometer mit dem Kajak – für einen guten Zweck

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Gut in Form: Jan Hähnlein bei seiner Charity-Fahrt.

Gut in Form: Jan Hähnlein bei seiner Charity-Fahrt.

Foto: Jan Hähnlein / Hähnlein

Erfurter Sportler Jan Hähnlein legt nach neun Tagen einen Stopp am Elbstrand ein. Es ist nicht sein erster spektakulärer Einsatz.

Hamburg.  Er wirkte nicht sonderlich erschöpft – eher wie nach einem belebenden Ausflug. Extremsportler Jan Hähnlein legte am gestrigen Dienstag einen Zwischenstopp am Elbstrand bei Övelgönne ein. Seit dem 1. Juni ist der 49-Jährige schon mit dem Kajak unterwegs. Er startete in der Nähe seiner Heimatstadt Erfurt, bewältigte unter anderem Strecken auf Saale, Unstrut und Elbe. Ziel ist – nach dann 700 Kilometern – die Elbmündung bei Cuxhaven. Das Besondere: Der durchtrainierte Autoverkäufer hatte bislang keinerlei Kajak-Erfahrung – erst seit dem vergangenen Mai trainiert er sporadisch auf dem Wasser. Insgesamt plant er zwölf Tage für die aufreibende Tour ein.

Was andere für eine Strapaze halten mögen, ist für Hähnlein eine Selbstverständlichkeit. Seit Jahren engagiert er sich mit sportlichen Höchstleistungen für die Hamburger NCL-Stiftung, die sich der Bekämpfung der gefürchteten Neuronalen Ceroid Liposfuszinose verschrieben hat. Diese auch als Kinder­demenz bekannte Erkrankung ist immer noch unheilbar und tödlich. In Deutschland leiden circa 700 Kinder daran.

2000-Kilometer-Tour per Mountainbike von Erfurt nach Edinburgh

Die im Jahr 2002 gegründete NCL-Stiftung (mehr dazu unter: https://www.ncl-stiftung.de) setzt sich seit Jahren für eine nationale und internationale Forschungsförderung ein. Außerdem will sie in der Öffentlichkeit ein stärkeres Bewusstsein für NCL schaffen. Und dazu trägt auch Jan Hähnlein bei. Mithilfe von Unterstützern sammelt er für jeden bewältigten Kilometer Spendengeld, das der Stiftung zugutekommt. Am Elbstrand wurde er entsprechend von einem begeisterten Team aus Stiftungsmitgliedern in Empfang genommen. „Wir sind Jan unendlich dankbar“, sagt Vorstand Dr. Frank Stehr. „Mit seiner Hilfsbereitschaft und Großherzigkeit ist er ein Vorbild für viele.“

Es ist nicht der erste spektakuläre Einsatz, den Jan Hähnlein für die Stiftung erbracht hat. Unter anderem hatte er im Sommer 2018 schon eine 2000-Kilometer-Tour per Mountainbike mit Zelt und Gepäck von Erfurt nach Edinburgh unternommen – ganz alleine. Damals fuhr er unter anderem durch die Niederlande und Frankreich.

( schmoo )

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