Corona

Hamburger Wasserversorgung besteht Krisen-Test

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Hamburg: Natalie Leroy (r.), Kaufmännische Geschäftsführerin und Sprecherin der Geschäftsführung Hamburg Wasser, Ingo Hannemann, Technischer Geschäftsführer Hamburg Wasser, und Michael Prinz (l.), Geschäftsführer von Hamburg Energie, an einem historischen Wasserbecken auf der Elbinsel Kaltehofe. Die kommunalen Versorgungsunternehmen Hamburg Wasser und Hamburg Energie legten am Dienstag ihre Jahresberichte für 2019 vor und warfen einen Blick auf die aktuelle Lage, unter anderem zur Wasserversorgung in der Corona-Krise.

Hamburg: Natalie Leroy (r.), Kaufmännische Geschäftsführerin und Sprecherin der Geschäftsführung Hamburg Wasser, Ingo Hannemann, Technischer Geschäftsführer Hamburg Wasser, und Michael Prinz (l.), Geschäftsführer von Hamburg Energie, an einem historischen Wasserbecken auf der Elbinsel Kaltehofe. Die kommunalen Versorgungsunternehmen Hamburg Wasser und Hamburg Energie legten am Dienstag ihre Jahresberichte für 2019 vor und warfen einen Blick auf die aktuelle Lage, unter anderem zur Wasserversorgung in der Corona-Krise.

Foto: Christian Charisius/dpa

Unter den rund 2200 Mitarbeitern gab es sieben Corona-Fälle. Der tägliche Wasserverbrauch in Hamburg stieg um einige Prozente.

Hamburg. Die Versorgung der Hamburger Bevölkerung mit Trinkwasser ist während der Corona-Krise jederzeit gesichert gewesen. Als Anbieter kritischer Infrastruktur seien die Wasserwerke auf eine Krisensituation vorbereitet gewesen, sagte Nathalie Leroy, Geschäftsführerin des kommunalen Versorgungsbetriebs Hamburg Wasser, am Dienstag in der Hansestadt. "Dennoch sind wir mit voller Kraft von der Corona-Krise getroffen worden." Die Hauptsorge habe der Gesundheit der Mitarbeiter und der Sicherung der Versorgung und der Abwasserentsorgung gegolten.

Rund 1300 Mitarbeiter seien vorübergehend ins Homeoffice gewechselt, für die gewerblichen Beschäftigten seien frühzeitig Schutz- und Hygienevorschriften in Kraft getreten. Unter den mehr als 2200 Mitarbeitern habe es sieben Infektionen gegeben, die allesamt außerhalb der Arbeit eingetreten seien. Wegen der besonderen Bedeutung der Versorgungssicherheit würden die Vorsichtsmaßnahmen zur Abwehr des Coronavirus bei Hamburg Wasser noch längere Zeit streng angewendet.

Tägliche Wasserverbrauch stieg um rund 3,1 Prozent

Das verminderte Verkehrsaufkommen während der Corona-Monate nutzte Hamburg Wasser, um geplante Baustellen auf verkehrsreichen Straßen vorzuziehen. Während der Kontaktsperren von Mitte März bis Ende Mai stieg der tägliche Wasserverbrauch in Hamburg um rund 3,1 Prozent. Dabei habe sich der Verbrauch von den innerstädtischen Stadtteilen in die Außenbezirke verlagert. Gleichzeitig verschoben sich die morgendlichen Verbrauchsspitzen etwas nach hinten.

Durch die Corona-Krise sei die Frage des Klimawandels etwas in den Hintergrund getreten, spiele aber für Hamburg Wasser nach wie vor eine große Rolle, sagte Leroy. Rund 2,2 Millionen Menschen im Großraum Hamburg werden ausschließlich aus Grundwasser versorgt. "Von der Ressource Grundwasser ist ausreichend vorhanden", sagte Leroy. Die trockenen und teilweise heißen Wetterperioden in Frühjahr und Sommer seien nicht ausschlaggebend für die Grundwasserreservoirs, die sich im Winterhalbjahr füllten.

Hamburg: Verkauf von Trinkwasser ging auf Normalniveau zurück

Hamburg Wasser investierte im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben rund 162 Millionen Euro in Anlagen und Netze für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung. Das waren 7,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Verkauf von Trinkwasser ging auf ein Normalniveau zurück, nachdem das Jahr davor sehr heiß und trocken gewesen war. Damit reduzierte sich auch der Gewinn für die Stadt von 43,4 auf 31 Millionen Euro.

Energieverbrauch im Homeoffice: Tipps zum Stromsparen

Während der Corona-Krise arbeiten viele Menschen derzeit ins Homeoffice. Das treibt auch die Stromkosten zu Hause in die Höhe. Die Verbraucherzentrale Hamburg gibt Tipps, um den Stromverbrauch zu senken und so Ressourcen und Geld zu sparen.

  • Der Computer: Bauart und Leistungsfähigkeit beeinflussen den Stromverbrauch erheblich. Ein Standard-Laptop kommt bei einem achtstündigen Arbeitstag auf 0,2 Kilowattstunden, ein Desktop-PC mit vergleichbarer Leistung auf ungefähr das Dreifache. In sechs Wochen Homeoffice ergibt das zwei Euro zusätzliche Stromkosten bzw. sechs Euro für den PC.
  • Hoch gerüstete Gamer-PCs sollten nicht über einen längeren Zeitraum im Homeoffice verwendet werden, da deren Leistungsfähigkeit zu einem 70 % höheren Stromverbrauch führen kann.
  • In Arbeitspausen sollte jeder PC in den Energiesparmodus versetzt werden. In den Optionen lassen sich genaue Energiespar-Einstellungen vornehmen. Nachts und bei längeren Arbeitspausen sollte der PC ausgeschaltet sein.
  • Auch der Stromverbrauch der WLAN-Router lässt sich verringern. So kann bei einigen Modellen die Datenübertragungsfunktionen zeitlich begrenzt und nachts abgeschaltet werden.
  • Wer nachts außerdem WLAN-Empfänger (wie PC, Handy, Smart TV) komplett ausschaltet, verringert damit auch den Stromverbrauch des Routers. Gleiches gilt für WLAN-Repeater. Diese erweitern die Reichweite des Funknetzes und kommen deshalb oft in großen Wohnungen oder Häusern zum Einsatz.
  • Abschaltbare Mehrfachsteckdosen sind empfehlenswert, da einige elektrische Geräte auch nach der Abschaltung weiter Strom verbrauchen. Durch die Abschaltung der Mehrfachsteckdose wird der unnötige Stand-by-Verbrauch verhindert.
  • Sogenannte Master-Slave-Steckdosen schalten selbsttätig weitere Geräte wie etwa PC-Peripherie vom Netz, allerdings haben sie einen Eigenverbrauch. Dieser liegt bei ein bis zwei Watt.
  • Rund ums Stromsparen bietet die Verbraucherzentrale Hamburg eine telefonische Beratung an. Kurzauskünfte und Anmeldungen für ausführliche Beratungsgespräche sind möglich über die Hamburger Energielotsen unter der Rufnummer (040) 248 32-250.

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( dpa/HA )