Forschung

Knapp eine Million Euro Fördergeld für UKE-Wissenschaftlerin

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Die Neurowissenschaftlerin Helen Blank, die am UKE forscht, wurde in das Emmy Noether-Programm aufgenommen (Archivbild).

Die Neurowissenschaftlerin Helen Blank, die am UKE forscht, wurde in das Emmy Noether-Programm aufgenommen (Archivbild).

Foto: Andreas Laible

Die DFG hat Neurowissenschaftlerin Helen Blank in das Emmy-Noether-Programm aufgenommen. Sie forscht zu einem stets aktuellen Thema.

Hamburg. Welche Rolle Kommunikation in der heutigen Zeit spielt, wird insbesondere in der Corona-Krise deutlich. In Telefonkonferenzen kann es zu Missverständnissen kommen, auch weil Mimik und Gestik fehlen oder die Audioqualität schlecht ist. Doch wie gelingt menschliche Kommunikation, und welche Rolle spielen Erwartungen?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein Forscherteam des Instituts für Systemische Neurowissenschaften am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Bei der Untersuchung der Frage, wie das Gehirn Erwartungen nutzt, um Sprache zu verstehen und Gesichter zu erkennen, werden die Neurowissenschaftlerin Dr. Helen Blank und ihr Team in den kommenden drei Jahren von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt.

Bis zu 1,7 Millionen Euro für UKE-Wissenschaftlerin

Im Rahmen des Emmy-Noether-Programms erhält die Gruppe insgesamt 943.000 Euro, zusätzlich wurde eine Anschlussförderung von 786.000 Euro für die folgenden drei Jahre angekündigt, wie das UKE am Montag mitteilte.

Die Wissenschaftler wollen unter anderem mit EEG-Daten messen, wie Erwartungen während der Sprach- und Gesichtserkennung gelernt und genutzt werden. Auch hörgeschädigte Patienten sollen dafür getestet werden, um mögliche Unterschiede festzustellen.

Blank leitet am UKE bereits eine Arbeitsgruppe

Es sei ein "wichtiges wissenschaftliches Unterfangen, aufzuklären, wie das menschliche Gehirn aus akustischen Sprachsignalen eine Bedeutung ableiten und unsere Kommunikationspartner anhand ihrer Gesichter erkennen kann“, so Blank.

Die 35-Jährige studierte Psychologie an der Universität Münster und promovierte am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig. Derzeit leitet sie am UKE die Arbeitsgruppe „Multisensory Perception“.

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Das Emmy Noether-Programm der DFG richtet sich laut UKE insbesondere an "vielversprechende Nachwuchstalente", die promoviert haben, in ihrem Fachgebiet international bekannt sind und "anspruchsvolle" Veröffentlichungen vorweisen können.

( cjl )

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