Hamburg

Tierpark Hagenbeck bekommt unverhofft süßen Neuzugang

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Nach 15 Jahren ist wieder ein Orang-Utan-Baby in Hamburg geboren. Warum die Pfleger von dem Nachwuchs überrascht wurden.

Hamburg. Dieser Neuzugang kam für die Pfleger im Tierpark Hagenbeck unerwartet. Die Überraschung war groß, als am 24. Mai das Orang-Utan-Weibchen Toba ein Baby zur Welt brachte – nicht nur ein unerwartetes, sondern gleichermaßen seltenes Ereignis. Das letzte Orang-Utan-Baby wurde vor 15 Jahren in Hamburg geboren.

„Da Toba das ranghöchste Weibchen ist und deshalb als Erste zum Fressen kommt, hat sie auch immer ein wohlgerundetes Bäuchlein. Dass diesmal ein Baby dafür verantwortlich war, konnte ja niemand ahnen", sagt Reviertierpfleger Tjark Rüther-Sebbel. Für die erfahrene Mutter ist es bereits das vierte Jungtier. Er und seine Kollegen freuen sich über den Zuwachs im Affenhaus.

Menschenaffen begrüßen Orang-Utan-Baby vorsichtig

Auch die Gruppe der Menschenaffen heißt den Neuankömmling in ihrer Mitte willkommen. Schritt für Schritt durften die Affen ihr neues Familienmitglied hinter den Kulissen kennenlernen, bevor Toba und ihr Junges zum ersten Mal das Orang-Utan-Haus betraten.

Immer wieder statten einzelne Familienmitglieder Mutter Toba einen kurzen Besuch ab, berühren den kleinen Jungen vorsichtig mit spitzen Fingern oder küssen ihn auf den behaarten Kopf. Die Neugier der Orang Utans war genauso groß wie ihre Aufregung, so der Pfleger. Nur Tuan, der wahrscheinlich der Vater des Jungtieres ist, nahm den Neuzugang gelassen hin.

Hagenbeck leistet Beitrag zum Schutz der bedrohten Menschenaffen

Die Sumatra Orang-Utans (Pongo pygmaeus abelii) gelten als bedrohte Art. Die Weibchen sind wie beim Menschen rund neun Monate trächtig. Bei der Geburt wiegt das Jungtier etwa 1,5 Kilogramm und verbringt viele Jahre in der Obhut seiner Mutter. Das Geburtsintervall bei Orang-Utans beträgt sieben bis acht Jahre und ist damit das längste aller Menschenaffen.

Mit dieser Geburt leistete der Tierpark Hagenbeck nach eigenen Angaben einen lang ersehnten Beitrag zum Schutz der bedrohten Menschenaffen innerhalb des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP).

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Ab sofort ist das Orang-Utan-Haus auch wieder geöffnet, sodass Besucher den kleinen Orang-Uthan-Jungen sehen können. Allerdings braucht der Nachwuchs immer wieder Ruhepausen, die er hinter den Kulissen verbringt.

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( ade )

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