Newsblog für Norddeutschland

Mobile Hygieneteams reinigen Hamburgs Busse und Bahnen

Mitarbeiter eines Hygieneteams von DB-Service reinigen eine Hamburger S-Bahn während einer Fahrt durch die Wendeschleife am Bahnhof Altona.

Mitarbeiter eines Hygieneteams von DB-Service reinigen eine Hamburger S-Bahn während einer Fahrt durch die Wendeschleife am Bahnhof Altona.

Foto: Christian Charisius / dpa

Hamburg verzeichnet meiste Neuinfektionen seit zwei Wochen. Hilfe für Gastronomen. Airport mit Ferienzielen in Flugplan. Der Newsblog.

Hamburg. Der Norden macht sich weiter locker: An diesem Donnerstag werden die Kindertagesstätten weiter geöffnet. Gute Nachrichten kommen auch vom Flughafen Hamburg: Klassische Urlaubsziele kehren zurück in den Flugplan. Einen Rückschlag gab es unterdessen bei der Zahl der Corona-Neuinfektionen in der Stadt. Niedersachsen will auf die massenhaften Infektionen nach einer Familienfeier in Göttingen reagieren. Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) stellt am Nachmittag das weitere Vorgehen des Landes vor.

Die Corona-News für Hamburg und den Norden am Donnerstag, den 4. Juni 2020:

Klink-Clowns geben "virtuelle Sprechstunden"

Die Corona-Krise hat auch die Klinik-Clowns verstummen lassen, die sich nun aber wieder zurückmelden. Weil Besuche seit März in Krankenhäusern, Senioreneinrichtungen, Schutzhäusern oder Hospizen nicht mehr möglich sind, haben die Clowns nun neue Wege gefunden, wieder Freude in die Einrichtungen zu bringen.

Klinik-Clowns

Um Kinder wieder zum Lachen zu bringen, bietet der Verein eine virtuelle Sprechstunde an. Per Videoanruf kommt ein Clowns-Duo in die Krankenzimmer und unterhält die Kinder. Unter der Mailadresse sprechstunde@klinik-clowns-hamburg.de können Eltern und Klinikmitarbeiter einen Termin für die virtuelle „Sprechstunde“ vereinbaren. Für ältere Menschen in beispielsweise Seniorenanlagen gibt es Garten-Visiten. Vor dem Fenster auf Terrassen agieren die Klinik-Clowns mit den Bewohnern. Neben dem individuellen Kontakt gibt es zahlreiche Videos, die zum lachen bringen sollen.

Anti-Corona-Maßnahmen bei Marine gelten weiter

Angesichts der zunehmenden Ungeduld in der Bevölkerung wegen der Beschränkungen in der Corona-Pandemie hat der Inspekteur der Deutschen Marine, Andreas Krause, seine Soldaten zu hoher Aufmerksamkeit aufgerufen. „Halten Sie die für uns gültigen Verhaltens- und Hygieneregeln im Dienst und im Privaten ein“, twitterte Krause am Donnerstag. „Die Covid-19-Pandemie ist noch lange nicht vorbei.“

Er verwies auf die Lockerungen, die über Pfingsten zu vollen Stränden und überfüllten Innenstädten geführt haben. Zudem wird die Reisewarnung für Europa zum 15. Juni aufgehoben. Während sich die „zivile Welt“ zu normalisieren scheine, müssten Marinesoldaten vor einem Einsatz noch in Isolation bleiben oder kämen teilweise in Häfen nicht von Bord. „Leider wird sich das auf absehbare Zeit nicht ändern lassen“, schrieb Krause.

Corona: HVV richtet mobile Hygieneteams ein

Künftig sind in Hamburgs Bussen, U- und S-Bahnen mobile Hygieneteams unterwegs. Zusätzlich zu der täglichen Reinigung, die überwiegend nachts stattfindet, werden sie im laufenden Betrieb tätig sein oder dann, wenn die Busse und Bahnen auf die nächste Fahrt warten und dafür länger als sechs Minuten stehen. Insgesamt 25 Reinigungskräfte haben in dieser Woche ihre Arbeit aufgenommen, die sie im Auftrag der Hochbahn, der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) und der S-Bahn im City-Bereich sowie an wichtigen (End-)Haltestellen ausführen.

„Vor dem Hintergrund langsam wieder steigender Fahrgastzahlen möchten wir unseren Kunden in Zeiten von Corona beim Nutzen des öffentlichen Nahverkehrs mehr Sicherheit und ein gutes Gefühl vermitteln“, sagt Hochbahnsprecher Christoph Kreienbaum. Gereinigt werden Kontaktflächen wie Haltestangen und -schlaufen, Griffe, Türdrücker und Halteknöpfe – aber auch Bedientableaus in Fahrstühlen oder Fahrkartenautomaten, und das an sieben Tagen die Woche.

Die Reinigung der Busse erfolgt auf den Busumsteigeanlagen Altona, Billstedt, Rahlstedt, Wandsbek Markt, Harburg, Wilhelmsburg, Veddel und Poppenbüttel. 250 Fahrzeuge pro Tag sollen die Hygieneteams desinfizieren, was einem Viertel der in Hamburg fahrenden Linienbusse entspricht. Bei den U-Bahnen schaffen sie täglich etwa ein Drittel der Flotte. Bei den S-Bahnen sind die Teams im Innenstadtbereich auch in fahrenden Zügen im Einsatz. Pro Tag, schätzt S-Bahn-Sprecher Christoph Dross, könne jede S-Bahn mindestens einmal gereinigt werden.

Sasha mit Videobotschaft zum Autokino-Konzert in Hannover

Viele Musiker mussten wegen der Corona-Pandemie ihre Tour absagen. Um trotzdem vor Fans auf der Bühne stehen zu können, geben einige Künstler Autokino-Konzerte – so wie der Hamburger Sänger Sasha am Sonnabend in Hannover. In einer Videobotschaft via Instagram teilte er seinen Fans mit, wie sehr er sich auf das Konzert freut.

"Das wird eine fette Show", schrieb er in dem Post dazu. "Habe mir die letzten Monate viel Energie angespart und die muss RAUS!" Zum Schluss schrieb Sasha: "Also, let’s rock – mit Abstand und im Auto, versteht sich."

Corona: neue Hilfe für Hamburgs Schausteller und Gastronomen

Hamburg will Gastronomen und Schaustellern in der Corona-Krise weitere Hilfen anbieten. Die Finanz- und die Wirtschaftsbehörde haben sich mit den Bezirken darauf verständigt, ihnen bis Jahresende auf Antrag die Nutzung weiterer öffentlicher Flächen zu erlauben. Gebühren dafür sollen den Nutzern "unter Darlegung ihrer Verhältnisse" erlassen werden, wie es in einer Mitteilung hieß.

"Mit zusätzlichen Möglichkeiten für Schausteller und Gastronomen und dem Gebührenerlass für dieses Jahr setzen wir wichtige Impulse für zwei besonders von der Corona-Krise betroffene Branchen in unserer Stadt", sagte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD). Seine Behörde werde den Bezirken die entsprechenden Verluste bei den Gebühreneinnahmen aus zentralen Corona-Mitteln des Haushalts erstatten.

Die Hamburger Corona-Soforthilfe (HCS) für Unternehmer:

  • Solo-Selbständige: 2500 € (Hamburg), 9000 € (Bund), 11.500 € (Gesamt)
  • 1–5 Mitarbeiter: 5000 € (HH), 9000 € (Bund), 14.000 € (Gesamt)
  • 6–10 Mitarbeiter: 5000 € (HH),15.000 € (Bund), 20.000 € (Gesamt)
  • 11–50 Mitarbeiter: 25.000 € (HH), keine Beteiligung vom Bund
  • 51–250 Mitarbeiter: 30.000 € (HH), keine Beteiligung vom Bund

Die Maßnahmen sollen den Branchen eine Möglichkeit geben, einen Teil der Einnahmeverluste aufzufangen, die etwa durch die Absage des Hamburger Doms entstehen. "Auch die Hamburgerinnen und Hamburger, die in diesem Jahr nicht wie gewohnt verreisen können und deshalb Urlaub zu Hause machen, und auch unsere Gäste profitieren von dieser Attraktivitätssteigerung und den zusätzlichen Angeboten im Freien", sagte Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos).

Zehn neue Corona-Fälle in Hamburg

Nach der Doppel-Null kommt der Rückschlag: Hamburg verzeichnet an diesem Donnerstag zehn neue Coronavirus-Infektionen. Das gab die Gesundheitsbehörde am Vormittag bekannt. Demnach stiegt die Zahl der bestätigten Fälle seit Ausbruch der Corona-Pandemie auf 5106. Am Dienstag und Mittwoch waren jeweils keine neuen Infektionen gemeldet worden. 4800 Infizierte aus Hamburg gelten als geheilt.

Der Anstieg der Neuinfektionen ist der größte seit mehr als zwei Wochen. Am 20. Mai hatte die Gesundheitsbehörde elf weitere Fälle gemeldet – ebenfalls nach einer Null am Vortag. Seither lag die Zahl der Neuinfektionen stets im einstelligen Bereich.

Interaktiv: Das Coronavirus in Deutschland und weltweit

Die neuen Zahlen sind aber weit von der kritischen Marke entfernt. Erst bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen müsste der Senat über neue Beschränkungen beraten – der aktuelle Wert für Hamburg liegt bei 1,9.

Auch ein weiterer Todesfall wurde durch das Institut für Rechtsmedizin bestätigt. Damit stieg die Zahl der Menschen in Hamburg, die durch Covid-19 ums Leben gekommen sind, auf 226. Weiter rückläufig ist die Zahl der Erkrankten, die in Hamburg Krankenhäusern versorgt werden. Aktuell sind 37 Patienten stationär aufgenommen, 19 von ihnen werden intensivmedizinisch behandelt – jeweils einer weniger als am Vortag. Auch die Zahl der aus Hamburg stammenden Patienten auf Intensivstationen ging um einen auf zwölf zurück.

Corona: Teil des Alster-Bille-Elbe-Grünzugs öffnet

Für viele, die nicht das Glück haben, einen Garten ihr Eigen zu nennen, sind in der Corona-Krise Parks oftmals ein Zufluchtsort. In der Natur können die Menschen die häusliche Isolation vorübergehend hinter sich lassen. Jetzt gibt es dafür in Hamburg eine weitere Möglichkeit: Nach längerem Umbau wird am kommenden Sonnabend (6. Juni) der Teilbereich „Alter Recyclinghof“ des Alster-Bille-Elbe-Grünzugs in Hammerbrook (Bullerdeich 6) wieder geöffnet. Das gab die Umweltbehörde bekannt.

Besucher können donnerstags bis sonnabends jeweils von 14 bis 20 Uhr mit mehreren Audiotouren die unterschiedlichen Abschnitte des Grünzugs erkunden. „Seit 2019 wurde hier die Landschaft mit großem Engagement ansässiger Initiativen und Nachbarn und unter tatkräftiger Unterstützung durch das Landschaftsarchitekturbüro Atelier Le Balto transformiert. Die in diesem Prozess gesammelten Erfahrungen geben neue Impulse für die vom Senat beschlossene weitere Entwicklung des Alster-Bille-Elbe-Grünzuges, vor allem für den Park am Hochwasserbassin“, sagte Umweltsenator Jens Kerstan (Die Grünen).

Die Umweltbehörde hatte im vergangenen Jahr die Arbeitsgemeinschaft Hallo in Hammerbrook sowie Atelier Le Balto und das Architekturstudio beauftragt, im Rahmen des Projekt Alster-Bille-Elbe-Parks gemeinschaftlich Visionen für die Gestaltung öffentlicher Räume zu entwickeln. Der geplante Grünzug soll vom Ostufer der Außenalster über den Lohmühlenpark in St. Georg bis zum Anckelmannplatz am Berliner Tor führen. Weiter geht es von dort entlang des Hochwasserbassins in Hammerbrook, über eine neue Brücke über die Bille hinweg nach Rothenburgsort, wo der Grünzug schließlich in den Elbpark Entenwerder mündet.

Corona: Theater Kiel spielt noch im Juni vor Publikum

Nach den neuen Lockerungen der Corona-Regeln in Schleswig-Holstein hat das Theater Kiel erste Vorstellungen angekündigt. Noch im Juni solle in verschiedenen Sparten für ein stark reduziertes Publikum gespielt werden. Folgende Aufführungen sind bis zum Beginn der Theaterferien geplant.

  • Schauspielhaus: Sa., 13. Juni, 20.00 Uhr und So., 14. Juni, 18.00 Uhr: "Was ihr wollt – Das Musical" nach William Shakespeare mit Musik von Martin Tingvall
  • Opernhaus: Sa., 27. Juni, 19.30 Uhr und So., 28. Juni, 18.00 Uhr: "Abschied von Yoonki Baek und Ks. Tomohiro Takada" mit Liedern, Arien, Duetten von Verdi, Puccini u. a.
  • Konzertsaal am Kieler Schloss: Sa., 13. Juni, 19.30 Uhr und So., 14. Juni, 11.00 Uhr und 19.30 Uhr: "Phil is back! – Streicher & Harfe." Sa., 20. Juni, 19.30 Uhr und So., 21. Juni, 11.00 Uhr: "Phil is back! – Schlegel, Tasten, Saiten."
  • Junges Theater im Werftpark: Sa., 13. Juni, 12.00 Uhr und 15.30 Uhr, So., 14. Juni, 12.00 Uhr und 15.30 Uhr sowie So., 21. Juni, 12.00 Uhr und 15.30 Uhr: "Zum Glück gibt’s Freunde" nach Helme Heine/Axel Schneider. Fr., 19. Juni, 19.00 Uhr und Sa, 20. Juni, 12.00 Uhr und 15.30 Uhr: "Momo" nach Michael Ende.

Karten sind von diesem Freitag, den 5. Juni, um 10 Uhr an online unter www.theater-kiel.de sowie telefonisch unter 0431 901-901 erhältlich. Für die Kammerkonzerte des Philharmonischen Orchesters beginnt der allgemeine Vorverkauf erst am 10. Juni. Tickets für das Junge Theater im Werftpark können montags bis freitags von 10.00 bis 15.00 Uhr auch telefonisch gebucht werden unter 0431 901-1200.

Corona: Hamburg setzt Verschiebung der Steuerfälligkeit durch

Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) hat sich erfreut über die Entscheidung des Bundes gezeigt, wegen der Folgen der Corona-Pandemie die Fälligkeit der Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) auf den 26. des Folgemonats zu verschieben. „Die Lösung gibt Unternehmen einen Liquiditätseffekt von circa fünf Milliarden Euro und ermöglicht den Unternehmen in Deutschland eine Gleichstellung im Wettbewerb mit unseren europäischen Nachbarn. Insbesondere für unseren Hafen- und Logistikstandort Hamburg ist das ein wichtiges Signal. Gleichzeitig können so langfristig Arbeitsplätze und Steuereinnahmen in Deutschland gesichert werden“, sagte Westhagemann.

Die Einfuhrumsatzsteuer, die später wieder erstattet wird, binde Liquidität und führe dazu, dass Transporte verlagert würden, teilte die Wirtschaftsbehörde mit. Der deutschen Import- und Logistikwirtschaft könne daraus auch über die Corona-Krise hinaus ein Wettbewerbsnachteil entstehen. Hamburg habe diesen als erstes Bundesland untersucht und die Erhebung der EUSt auf die Agenda der Großen Koalition in Berlin gesetzt. Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe mit Vertretern von Bund, Ländern und Wirtschaft hatte den jetzigen Lösungsansatz entwickelt.

Corona-Krise: Hamburgs Kitas öffnen für Viereinhalbjährige

Hamburgs Kindertagesstätten werden von Donnerstag an weiter geöffnet. Das hatte der Hamburger Senat vor einer Woche angesichts der niedrigen Infektionszahlen beschlossen. So dürfen nun Kinder ab einem Alter von viereinhalb Jahren und Geschwisterkinder in die Kita, sagte die scheidende Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD).

Der Senat hatte angekündigt, dass er bei einem Wert von 900 Neuinfektionen pro Woche die Kontaktbeschränkungen wieder verschärfen würde. In den vergangenen Tagen lagen die Zahlen jedoch durchweg im einstelligen Bereich. Laut Gesundheitsbehörde werden weiterhin täglich 4000 Tests gemacht, aber immer weniger Infektionen gefunden.

Keine weiteren Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell bestätigten Infektionen mit dem neuen Coronavirus nach Angaben der Landesregierung zuletzt nicht weiter erhöht. Die Landesregierung gab die Gesamtzahl auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mit Stand Mittwochabend mit 3103 an.

Demnach haben sich drei gemeldete Fälle aus Lübeck nicht bestätigt. Am Vortag war von 3106 Fällen berichtet worden. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus blieb zuletzt konstant bei 146. Rund 2900 Infizierte gelten inzwischen wieder als gesund. In Krankenhäusern wurde nach dem jüngsten Stand kein Corona-Kranker mehr behandelt.

Corona: Hamburg Airport hat wieder Urlaubsziele im Flugplan

Spanien, Griechenland, Türkei, Kroatien und Italien: Die klassischen Urlaubsziele der Deutschen feiern im Flugplan des Hamburg Airport ihr Comeback. „Die Sommerferien rücken näher, die Menschen möchten wieder verreisen. Und wir beobachten, dass der Verkehr leicht anzieht“, sagte Flughafen-Sprecherin Katja Bromm.

Bis zum Monatsende werde sich die Zahl der angeflogenen Ziele auf mehr als 40 erhöhen. Bromm: „Es kommen fast täglich neue Verbindungen hinzu.“ Ein Überblick:

  • Eurowings: Die Lufthansa-Tochter fliegt neben innerdeutschen Zielen schon jetzt nach Palma de Mallorca und Wien, in dieser Woche kommen London und Zürich hinzu. Für Ende Juni sind Flüge nach Thessaloniki, Ibiza, Olbia sowie Salzburg, Catania, Faro, Rijeka und Split geplant.
  • Condor: Zu den ersten Zielen des Sommerflugplans gehören Ende Juni Palma de Mallorca, Lanzarote, Teneriffa, Zakynthos und Kreta.
  • Air France: Ende Juni geht es wieder nach Paris.
  • Wizzair fliegt wieder nach Skopje und Warna.
  • Corendon und SunExpress starten unter anderem nach Antalya und Izmir.
  • Turkish Airlines bietet die Direktverbindung nach Istanbul wieder an.
  • Ryanair will verschiedene Ziele ins Spanien anfliegen.

Der Hamburg Airport ist nach eigenen Angaben gut auf den erwarteten Passagieransturm vorbereitet. Umfassende Maßnahmen wie Abstandsmarkierungen, Plexiglasscheiben, regelmäßige Reinigungen, eine begrenzte Anzahl von Passagieren bei Bustransfers sowie eine Maskenpflicht in den Geschäften und Cafés sollen den Infektionsschutz garantieren. Passagiere werden gebeten, sich vorab auf der Website des Flughafens zu informieren.

Niedersachsens Gemeindebund sorgt sich um Innenstädte

Der niedersächsische Städte- und Gemeindebund (NSGB) sieht Handel, Gastronomie und Innenstädte durch die Corona-Krise schwer getroffen und fordert ein Gegensteuern von Land und Bund. Die wochenlange Schließung von Geschäften und Lokalen habe unmittelbare Auswirkungen auf Innenstädte und Ortskerne, sagte NSGB-Sprecher Thorsten Bullerdiek.

„Es wird schwer sein, nach der Krise wieder zu lebendigen Innenstädten zu kommen.“ Wer gelernt habe, online zu kaufen, mache dies erstmal weiter und gehe als Kunde vor Ort verloren. Die Innenstädte müssten daher attraktiver und moderner werden. Bund und Länder müssten schnell gute Rahmenbedingungen für einen Neustart schaffen.

Der von Bund und Ländern angekündigte Investitionspakt zur Bewältigung der Corona-Krise sollte – neben einem kommunalen Rettungsschirm und Hilfen für Gastronomie und Handel – eine deutliche Erhöhung der Städtebaufördermittel umfassen, sagte Bullerdiek. Mit diesen Mitteln könne auch in kleinen Städten und Gemeinden gerade jetzt zur dringend notwendigen Stärkung und Funktionsvielfalt der Innenstädte beigetragen werden.

Coronavirus – die Fotos zur Krise

Dass der Besucherandrang in den Innenstädten trotz der Lockerungen noch unter dem üblichen Niveau liegt, zeigen beispielhaft Messungen des Braunschweiger Stadtmarketing. Die Besucherbewegungen lagen dort in der vergangenen Woche noch knapp zwölf Prozent unter dem Vorjahresniveau, wie das Stadtmarketing mitteilte.

Windmesse verzeichnet trotz Corona kaum Stornierungen

Es war ein Schock für die Hamburg Messe, als im Frühjahr die Corona-Welle nach Europa überschwappte. Nach und nach wurden alle Veranstaltungen abgesagt, die Mitarbeiter erst in den Urlaub und dann in Kurzarbeit geschickt. Nun aber geht es langsam wieder los. Vor allem bei den Großmessen, die Hamburg besonders viel internationale Aufmerksamkeit bescheren. Bereits in diesem Jahr startet die WindEnergy Hamburg. Die Leitmesse der Windkraftbranche findet vom 1. bis zum 4. Dezember statt und wurde damit nur um wenige Monate verschoben.

Das Team der Hamburg Messe arbeite intensiv an Sicherheitskonzepten, um den Ausstellern und Besuchern eine erfolgreiche Messe bieten zu können, sagte Bernd Aufderheide, Geschäftsführer der Hamburg Messe, am Mittwoch. „Für Interessenten, die nicht anreisen können, präsentieren wir darüber hinaus digitale Formate.“

Die Unterstützung aus der Industrie sei groß. „Wir haben von unseren Ausstellern reichlich positives Feedback bekommen, und unsere Pläne für den neuen Termin im Dezember finden breite Unterstützung. Das neue Datum bietet der Branche Planungssicherheit. Die überwiegende Mehrheit der Aussteller und alle Windanlagenhersteller werden dabei sein, und die Anzahl der Stornierungen bleibt niedrig. Darüber sind wir sehr froh und sehen darin eine Bestätigung, dass wir die richtige Entscheidung gefällt haben“, so Aufderheide.

Verbraucherzentrale in Corona-Krise sehr gefragt

Die Verbraucherzentrale Hamburg ist in der Corona-Krise stark gefragt. Seit Anfang März sind die telefonischen und schriftlichen Beratungsanfragen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 40 Prozent gestiegen: Insgesamt 11.640 schriftliche und telefonische Verbraucherkontakte erreichten die Verbraucherschützer allein im März und April 2020.

Auch die Besuche der Internetseite sind zum Vorjahreszeitraum um 60 Prozent gestiegen, dabei beschäftigt vor allem das Thema Reiserecht die Verbraucher.

Seit Dienstag finden auch wieder persönliche Beratungen am zentralen Standort St. Georg statt. Für persönliche Beratungsgespräche müssen aber Termine vereinbart werden. Verbraucher sollen sich telefonisch unter 040 24832-107, per E-Mail an termine@ vzhh.de, über die Website www.vzhh.de oder direkt vor Ort im Infozentrum der Verbraucherzentrale Hamburg an der Kirchenallee 22 (mo.–do., 10–18 Uhr, fr., 10–16 Uhr) für einen Beratungstermin anmelden.

Niedersachsen will auf Göttinger Masseninfektion reagieren

Niedersachsen möchte seine Teststrategie angesichts der aktuellen Entwicklung der Corona-Epidemie anpassen und die Tests bei regionalen Hotspots ausweiten. Das künftige Vorgehen wollen Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) und der Präsident des Landesgesundheitsamtes, Matthias Pulz, am Donnerstag (13.30 Uhr) in Hannover erläutern. Massenhafte Corona-Infektionen hatte es in Niedersachsen zuletzt im Zusammenhang mit Familienfeiern in Göttingen, einem Logistikzentrum in Langenhagen bei Hannover sowie in einem Fleischbetrieb in Dissen (Kreis Osnabrück) gegeben.

Trotz rückläufiger Infektionszahlen versuchen die Gesundheitsbehörden, ein rapides Anwachsen von Infektionsherden zu verhindern. Diese Gefahr hat mit den Lockerungen zugenommen, da Betroffene etwa in Schulen, Freizeiteinrichtungen oder bei Einkauf und Arbeit wieder mehr Kontakt zu anderen Menschen haben als während des Lockdowns. Für den Pflegebereich gibt es die Forderung, das Personal intensiver zu testen, weil Infektionswellen dort zu vielen Todesfällen unter Bewohnern geführt haben.

Corona: Signal Iduna mit deutlich weniger Neukunden

Über die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahrs kann sich Ulrich Leitermann freuen. Der Vorstandschef der Versicherung Signal Iduna mit Sitz in Dortmund und Hamburg gab am Mittwoch bekannt, dass die Beitragseinnahmen im vergangenen Jahr um 3,1 Prozent auf 5,91 Milliarden Euro gestiegen sind und die Gruppe ihr bestes Vertriebsergebnis seit 2005 verzeichnete. Dass das Gesamtergebnis wegen „planmäßigen Rückgangs“ von Erträgen aus Lebensversicherungen um 6,1 Prozent auf 675,2 Millionen Euro sank, und die Nettoerträge aus Kapitalanlagen wegen des niedrigen Zinsumfelds um 6,7 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro schrumpften, dürfte Leitermann dabei verschmerzen.

Die durch die Corona-Pandemie bedingten Geschäftsrückgänge tun mehr weh. Allein im April ist die Zahl der Neukunden gegenüber dem Vorjahr um 25 Prozent niedriger ausgefallen. Die Stundung von Beiträgen für in Not geratene Kunden beläuft sich inzwischen auf eine Million Euro. Und dann gibt es noch die vielen Fälle von Betriebsschließungen durch den Lockdown.

Coronavirus: Verhaltensregeln und Empfehlungen der Gesundheitsbehörde

  • Reduzieren Sie Kontakte auf ein notwendiges Minimum, und halten Sie mindestens 1,50 Meter Abstand zu anderen Personen
  • Achten Sie auf eine korrekte Hust- und Niesetikette (ins Taschentuch oder in die Armbeuge)
  • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände gründlich mit Wasser und Seife
  • Vermeiden Sie das Berühren von Augen, Nase und Mund
  • Wenn Sie persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, sollten Sie sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an Ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden

Betroffene, die eine entsprechende Versicherung bei der Signal Iduna abgeschlossen haben, wollen nun entschädigt werden. „Dabei übersteigen die Zahlungsanforderungen die Prämieneinnahmen um das 100-Fache“, hieß es aus dem Vorstand. Kein Wunder, dass Leitermann angesichts dessen eine Prognose für 2020 scheut. „Covid-19 stellt in jedem Fall eine Herausforderung für unsere Branche dar. Auch wenn wir uns frühzeitig auf die Pandemie eingestellt haben, lassen sich die Auswirkungen auf den weiteren Geschäftsverlauf noch nicht vollumfänglich abschätzen“, sagte Leitermann.

Zum Newsblog vom 3. Juni 2020