Hamburg

Nie wieder "Polonäse Blankenese": Werner Böhm ist tot

Werner Böhm als "Gottlieb Wendehals".

Werner Böhm als "Gottlieb Wendehals".

Foto: imago images/Teutopress

Als "Gottlieb Wendehals" wurde Böhm in 80er-Jahren deutschlandweit berühmt – in Hamburg war er schon vorher bekannt.

Hamburg. Kurz vor seinem 79. Geburtstag ist der Sänger und Entertainer Werner Böhm auf Gran Canaria gestorben. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung über den Tod des langjährigen Wahlhamburgers berichtet, der erst Anfang des Jahres auf die spanische Insel gezogen war. Böhms Karriere begann im Hamburg der 60er-Jahre, in den 70ern wurde er als Jazzpianist in der Hamburger Szene populär, spielte mit anderen musikalischen Wahlhanseaten wie Otto Waalkes und Udo Lindenberg, war Fixstern am Piano im Onkel Pö.

Dann kam die Kunstfigur "Gottlieb Wendehals" und mit ihr der einzige Nummer-Eins-Hit Böhms: "Polonäse Blankenese". Die Ulknudel mit grellem Sakko und Gummihuhn in der Aktentasche fasste Böhm in seinen Memoiren als "Das karierte Verhängnis" zusammen. Acht Jahre lang (von 1981 bis 1989) war Böhm mit der Schlagersängerin Mary Roos verheiratet. Roos verabschiedete sich bei Facebook von ihrem Ex-Mann mit einem Familienfoto, das beide zusammen mit dem gemeinsamen Sohn Julian zeigt.

Zuletzt überregionale Beachtung erreichte Böhm durch seine Teilnahme an Reality-TV-Shows wie "Ich bin ein Star - Holt mich raus!" und anderen Formaten. Böhm wäre am 5. Juni 79 Jahre alt geworden.