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Zahl der Corona-Infizierten im Landkreis Leer steigt weiter

| Lesedauer: 22 Minuten
Eine Mitarbeiterin bereitet Proben von Menschen mit Covid-19-Verdacht in einem Labor für die weitere Analyse vor (Symbolbild). In Hamburg wurden seit Mittwoch nur zwei Neuinfektionen gemeldet.

Eine Mitarbeiterin bereitet Proben von Menschen mit Covid-19-Verdacht in einem Labor für die weitere Analyse vor (Symbolbild). In Hamburg wurden seit Mittwoch nur zwei Neuinfektionen gemeldet.

Foto: dpa

Ticketverkauf für Autokino auf dem Heiligengeistfeld startet. Neue Zahlen zu Infizierten in Hamburg. Der Newsblog.

Hamburg. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat Hamburg sich für eine schrittweise Lockerung der Maßnahmen entschieden. So haben seit Mittwoch die Fitnessstudios und Tanzsschulen wieder geöffnet und auch Freibäder dürfen wieder Besucher empfangen. Die Lockerungen erfolgen in aller Regel unter Auflagen wie Abstands- und Hygienebestimmungen. Zudem gilt weiterhin die bundesweite Maskenpflicht in Handel und Nahverkehr.

Eine gute Nachricht: Ab Pfingsten öffnen Jugendherbergen in Schleswig-Holstein, Hamburg und dem nördlichen Niedersachsen nach der Corona-Pause wieder. Auch die Zahlen entwickeln sich erfreulich – so wurden in Hamburg seit Mittwoch lediglich zwei Neuinfizierte gemeldet. Anders sieht es in Niedersachsen aus: Dort haben sich Dutzende Mitarbeiter des Postdienstleisters UPS in Langenhagen mit dem Coronavirus infiziert.

Der Newsblog für Hamburg und den Norden am Donnerstag (28. Mai):

Interaktiv: Das Coronavirus in Deutschland und weltweit:

Zahl der Infizierten im Landkreis Leer steigt weiter

Nach der Restaurant-Wiedereröffnung im Landkreis Leer steigt die Zahl der Corona-Fälle weiter an. Am Donnerstag (Stand 17 Uhr) lag die Zahl der Infizierten, die mit dem Ausbruch in Verbindung gebracht werden, allein im Landkreis Leer bei 34 (plus vier), teilte der Landkreis am späten Donnerstagnachmittag mit. Hinzu kämen weitere Fälle in anderen Landkreisen. Die Zahl der Personen, die sich in Quarantäne befinden, habe sich auf 217 erhöht.

500 Millionen Euro Corona-Soforthilfe fast komplett vergeben

Die 500 Millionen Euro an Corona-Soforthilfen für kleine und mittlere Unternehmen in Hamburg sind nahezu vergeben. Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) sagte am Donnerstag vor dem Corona-Sonderausschuss der Bürgerschaft, 480 Millionen Euro seien ausgezahlt worden, fast der gesamte Rest sei zugesagt. Die Anträge konnten seit Ende März gestellt werden. Rund zwei Drittel der Antragsteller seien Solo-Selbstständige, größere Unternehmen machten nur ein Prozent aus. Von den Branchen sei vor allem das kreative Milieu in Kunst und Unterhaltung vertreten, das Gastgewerbe mache 14 Prozent aus.

Von den 500 Millionen Euro kamen 40 Prozent von der Stadt und 60 Prozent vom Bund. Dressel hofft, dass das an diesem Wochenende auslaufende Hilfsprogramm vom Bund verlängert wird. Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) deutete an, dass die Zuschüsse möglicherweise um mehrere Monate oder gar bis Ende des Jahres verlängert werden könnten. Eine andere Form der Hilfe startet aber bereits an diesem Freitag, wie Dressel sagte. Kleine und mittlere Unternehmen bis zu zehn Mitarbeiter sowie soziale Unternehmen können günstige Darlehen zu einem Zinssatz von einem Prozent und einer Laufzeit von zehn Jahren bei ihrer Hausbank beantragen. Das Programm Hamburg Kredit Liquidität der städtischen Investitions- und Förderbank getragen, die Stadt garantiert ein Volumen von 300 Millionen Euro.

72 UPS-Mitarbeiter nahe Hannover mit Coronavirus infiziert

Beim Postdienstleister UPS in Langenhagen bei Hannover haben sich 72 Mitarbeiter des Verteilzentrums mit dem Coronavirus infiziert. Das teilten das Sozialministerium und die Region Hannover am Donnerstag mit. 55 Mitarbeiter, deren Test zunächst negativ ausfiel, sollten erneut getestet werden.

Nachdem es nach der ersten Infektion Mitte Mai einen stetigen Anstieg der Fälle gab, habe das Gesundheitsamt am 18. Mai gemeinsam mit dem Unternehmen die betroffenen Abteilungen identifiziert, erklärte die Region. Vor Ort seien die Hygienemaßnahmen überprüft worden um sicherzustellen, dass die Abstände im Arbeitsablauf eingehalten werden.

Auch Covid-19-Fälle in einer Kita und einer Schule in Hannover ständen im Zusammenhang mit dem Infektionsgeschehen bei UPS, teilte die Region mit. Familien mit einem beruflichen Bezug zum Unternehmen wurden gebeten, wachsam auf eventuelle Krankheitssymptome zu achten. Nach derzeitigen Erkenntnissen sind Paketzusteller nicht betroffen. Postsendungen könnten daher risikolos in Empfang genommen werden.

Bunte Masken für JVA-Wärter sorgen für Diskussionen

Bunte Masken mit teils kindlichen Motiven haben in der Hamburger Justizvollzugsanstalt Billwerder für Diskussionen gesorgt. Dort wurden die Mund-Nase-Bedeckungen von weiblichen Häftlingen aus gespendeten Stoffresten genäht – und auch den Justizvollzugsbeamten als Masken für den Dienst angeboten, wie eine Sprecherin der Hamburger Innenbehörde am Donnerstag sagte.

Einige Mitarbeiter seien allerdings „irritiert“ gewesen. Der Anstaltsleiter habe mittlerweile bereits sein Bedauern darüber geäußert, dass sich hierdurch einzelne Mitarbeiter veralbert gefühlt hätten. Das sei keine Absicht gewesen. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet. Der Hamburger CDU-Justizexperte Richard Seelmaecker hatte demzufolge den Vorfall als „Unverschämtheit und Zumutung“ für die JVA-Mitarbeiter kritisiert.

Die Innenbehörde stellte dazu klar: Diese bunten Masken muss kein JVA-Beamter tragen, sie dürfen aber, wenn sie wollen. Für den Dienst habe jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter fünf weiße, waschbare, industriell hergestellte Textilmasken erhalten. Auch die Häftlinge bekommen Masken von den JVAs gestellt, dürfen aber auch selbstbeschaffte Masken tragen.

Corona: Neues Kreditprogramm für Kleinunternehmen läuft an

Ein neues Kreditprogramm für Kleinunternehmen und gemeinnützige Organisationen geht an den Start. Damit werde eine wichtige Förderlücke in der Corona-Krise geschlossen, teilte die Finanzbehörde am Donnerstag in der Hansestadt mit. Zinsgünstige Darlehen der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) sollen helfen, Liquiditätsengpässe zu überbrücken und neue finanzielle Spielräume zu eröffnen.

Das Programm „Hamburg Kredit Liquidität“ (HKL), das bereits in der vergangenen Woche angekündigt wurde, richtet sich an Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern, Selbstständige und Angehörige der Freien Berufe, Existenzgründer sowie gemeinnützige oder Non-Profit-Organisationen und Vereine, die über einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb verfügen. Interessenten können den Kredit über ihre jeweilige Hausbank beantragen. Der Zinssatz liegt bei einem Prozent mit einer maximalen Laufzeit von zehn Jahren und ist mit 90 bis 100 Prozent durch die Stadt besichert. Im Hamburger Haushalt ist ein Garantierahmen von 300 Millionen Euro vorgesehen.

Darüber hinaus wurde die Förderung für Startups mit dem Förderprogramm „HCS InnoStartup“ bis zum 30. Juni verlängert. Damit könnten innovative Startups eine weitere Unterstützung in Form von zusätzlichen, bedingt rückzahlbaren Zuschüssen erhalten.

Prien verteidigt Schulöffnungen ohne Abstandsregeln im Norden

Übereilt und zu riskant – verantwortbar und wieder ein bisschen Normalität: Die Entscheidung der schleswig-holsteinischen Landesregierung, in den Grundschulen alle Schüler ab 8. Juni wieder ohne Corona-Abstandsregeln zu unterrichten, hat eine kontroverse Debatte ausgelöst.

Schleswig-Holsteins Bildungsminister Karin Prien (CDU) hat die in ihrem Land geplante baldige Normalisierung des Schul- und Kitabetriebs gegen Kritik verteidigt. Schleswig-Holstein gehöre zu den Bundesländern mit den niedrigsten Corona-Infektionszahlen, sagte Prien am Donnerstag im Norddeutschen Rundfunk (NDR). Die Bildungseinrichtungen im Land befänden sich bereits jetzt in der vorletzten Stufe eines vierphasigen Öffnungsplans, ohne dass es bisher einen Erkrankungsfall an einer Schule gebe. Prien sagte im NDR, es sei eine Verpflichtung, Kindern wieder den Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Sollte es zu Infektionen kommen, werde sofort reagiert.

Lehrer- und Fachverbände kritisierten das Vorgehen als verfrüht, als Gesundheitsgefährdung von Lehrkräften und angesichts der ohnehin nahen Sommerferien ab 29. Juni kaum sinnvoll. Dagegen begrüßte der Landeselternbeirat das Vorgehen, es kehre ein bisschen Normalität in die Schulen zurück.

In der letzten Woche vor den Sommerferien sollen alle Schüler aller Schulen tageweise in ihrem Klassenverband zusammenkommen.

Coronavirus: Das müssen Sie über Fachbegriffe wissen

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Autokino auf dem Heiligengeistfeld: Ticketverkauf startet Freitag

Vor Kurzem gab es grünes Licht für das Autokino auf dem Hamburger Heiligengeistfeld, nun steht auch der Starttermin fest: Die Eröffnung findet am 6. Juni mit dem Film "Lindenberg! Mach Dein Ding" statt. Interessierte können am Freitag, 29. Mai, ab 18 Uhr Tickets kaufen. Auch die Eintrittskarten für alle anderen Vorstellungen gibt es ausschließlich vorab online unter www.autokino-in-hamburg.de.

Mitten auf dem Heiligengeistfeld sollen neben Filmklassikern auch moderne Blockbuster sowie Filme mit thematischem Bezug über die Leinwand laufen. Auch einen Familientag wird es geben. Maximal 500 Autos können zeitgleich auf dem Heiligengeistfeld zwei Filme verfolgen.

Forscher sind Tröpfchen im Flugzeug und Zug auf der Spur

orscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrttechnik (DLR) wollen herausfinden, wie sich potenziell virenbeladene Tröpfchen in Zügen oder Flugzeugen ausbreiten. Dies geschieht mit Computer-Simulationen und Experimenten im Generischen Zuglabor Göttingen, in dem 24 Dummies mit Sensoren als Passagiere dienen.

Ein „kranker“ Dummie stoße aus dem Mundbereich Luft mit beigemischten Tröpfchen sowie ein Spurengas aus, teilte das DLR mit. Highspeed-Kameras und Gassensoren verfolgen die Verbreitung der Teilchen in der Kabine. Partikel und deren Konzentration werden auf diese Weise an verschiedenen Stellen im Raum erfasst.

Corona-Krise wirkt sich auf Gewinn für Klinik-Konzern Asklepios aus

Für den Klinik-Konzern Asklepios bedeutet die Corona-Pandemie weniger Behandlungen im stationären und ambulanten Bereich und rückläufige Gewinne. In den ersten drei Monaten sank die Zahl der Patienten um 4,1 Prozent auf rund 583.000 Personen, teilte der Konzern am Donnerstag in Hamburg mit.

Seit Mitte März hätten die Asklepios Kliniken Intensivbetten freigehalten, um auf einen möglichen Anstieg von Covid-19 Patienten vorbereitet zu sein. Operationen und Behandlungen wurden, sofern medizinisch vertretbar, verschoben. Die dadurch fehlenden Erlöse wurden durch das im März verabschiedete Krankenhausentlastungsgesetz teilweise ausgeglichen.

Das zweite Quartal werde von dieser Entwicklung noch deutlicher betroffen sein, heißt es in der Mitteilung. Die Asklepios-Einrichtungen hätten bis Mitte Mai mehr als 1500 Corona-Patienten behandelt. „Die finanziellen Auswirkungen sind im Einzelnen noch nicht absehbar“, sagte Vorstandschef Kai Hankeln. „Unabhängig davon werden wir in diesem herausfordernden Umfeld unseren strategischen Wachstumskurs fortsetzen.“

Hamburger Barbetreiber fordern mehr Hilfe in der Corona-Krise

„Hey Senat, so geht's nicht“ – unter diesem Motto fordern Hamburger Barbetreiber mehr Unterstützung bei der Bewältigung der Corona-Krise. Das Bündnis von derzeit rund 70 Lokalen mit dem Namen „barkombinat“ hat am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Hamburg seine Forderungen vorgestellt: Mietzuschüsse, Subventionen für die Umsetzung der Corona-Auflagen oder die rückwirkende Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf 80 Prozent für die Mitarbeiter.

Corona: Beliebte Treffpunkte in Hamburg fast menschenleer:

Corona-Pandemie: Nacht der Kirchen im September 2020 abgesagt

Eine weitere beliebte Veranstaltung in Hamburg fällt der Corona-Pandemie zum Opfer: Die Nacht der Kirchen, die am 5. September stattfinden sollte, wurde nun in ihrer traditionellen Form abgesagt. Alternativ soll es dafür ein virtuelles Angebot geben, das Einblicke in die Vielfalt kirchlichen Lebens geben soll.

„Das kann natürlich kein Ersatz für die beliebte Nacht der Kirchen sein, aber wir wollen zeigen: Wir sind da“, erklärt Propst Martin Vetter das Vorhaben. Im kommenden Jahr soll die Veranstaltung – Stand jetzt – wie gewohnt stattfinden.

Coronavirus: Neue Zahlen zu Infizierten in Hamburg

Seit Mittwoch sind von den Gesundheitsämtern in Hamburg zwei neue Covid-19-Erkrankungen gemeldet worden. Die Gesamtzahl der Infizierten seit Beginn der Pandemie steigt in Hamburg somit auf 5071.Laut Robert Koch-Institut (RKI) gelten inzwischen 4700 der gemeldeten Infizierten als genesen. Derzeit seien laut Gesundheitsbehörde nur noch 125 Hamburger mit dem Coronavirus infiziert.

Stationär in einem Krankenhaus werden 31 Personen mit einer Covid-19-Erkrankung behandelt (am Vortag waren es 33), davon befinden sich 13 auf der Intensivstation (Vortag: 14). Nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin sind seit der Meldung von Mittwoch zwei Menschen gestorben, bei denen die Covid-19-Infektion todesursächlich war. Die Zahl der am Virus Verstorbenen steigt damit auf 221 Personen.

Linke kritisiert Umgang mit Todesfall in Flüchtlingsunterkunft

Am ersten Mai-Wochenende starb ein Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft in Hamburg an den Folgen von Corona in einem Krankenhaus. Die Fraktion Die Linke kritisiert nun den Umgang des Hamburger Senats mit dem Todesfall, der bis zum 12. Mai nicht korrekt kommuniziert worden sei: Der Senat gibt seine Antworten auf Basis der Informationen von fördern&wohnen. Das Unterkunfts- und Sozialmanagement ist in solchen Fällen informiert. Ich halte es für ausgeschlossen, dass gerade schwere Verläufe nicht zentral verzeichnet werden“, mahnt die flüchtlingspolitische Sprecherin der Linken, Carola Ensslen, an.

Auch sei die Familie des Verstorbenen, der sich mutmaßlich bei einer Person aus seinem Umfeld in der Flüchtlingsunterkunft angesteckt hat, nicht in Quarantäne geschickt worden. „Das hat andere Geflüchtete, insbesondere mit Vorerkrankungen, gefährdet. Wieder einmal zeigt sich, dass die enge Belegung ein Risikofaktor ist – jetzt mit einem ersten Todesopfer", so Ensslen.

Zwei Corona-Infektionen mehr in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nach Angaben der Landesregierung zuletzt innerhalb eines Tages um 2 auf 3070 erhöht. Wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert-Koch-Institut mit Stand Mittwochabend weiter mitteilte, stieg die Zahl der Gestorbenen um 3 auf 143. Rund 2800 Infizierte gelten inzwischen wieder als gesund. 29 werden noch in Krankenhäusern behandelt.

Hamburger Kinos öffnen wieder für Besucher

Das Warten hat ein Ende: Ab dem 25. Juni empfängt das Magazin Kino in Winterhude wieder Gäste. Um den Hygienemaßnahmen im Zuge der Corona-Krise zu entsprechen, soll dabei nur jede zweite Sitzreihe belegt werden. Auch wird auf einen seitlichen Abstand von mindestens zwei Sitzplätzen geachtet – Ausnahme sind Familien und Paare. Im Foyer und auf den Toiletten gilt die Maskenpflicht.

Darüber hinaus sollen die Besucher an der Kasse ihre Daten hinterlassen, damit im Fall der Fälle der Infektionsketten nachvollzogen werden können.

Bereits ab dem 30. Mai können Kinofans im Cinemaxx Hamburg-Dammtor und Cinemaxx Wandsbek ihre Filmlust stillen. Auch hier gilt eine Maskenpflicht im Foyer, bei Toilettenbesuchen, beim Betreten und Verlassen der Kinosääle und an den Kassen. Auf dem zugewiesenen Sitzplatz darf der Mundschutz abgenommen werden.

Auch die Saalauslastung im Cinemaxx wurden beschränkt und es gelten strenge Abstandsregeln zwischen den Sitzen.

Nach Corona-Pause: Flixbus fährt wieder ab Hamburg

Auch der Flixbus geht wieder von Hamburg aus auf Reisen: Insgesamt werden von diesem Donnerstag an 50 Ziele angeboten, wie Flixbus mitteilte. Passagiere sollen an den Haltestellen und beim Einsteigen (nur über die hintere Tür) ausreichend Abstand halten und während der Fahrt Mundschutz tragen. Sitzplätze sollen aber nicht gesperrt werden wie zum Beispiel beim Konkurrenten Blablabus. Die Flixbus-Ziele sind unter anderem Berlin, Leipzig, Nürnberg, Frankfurt am Main und München, aber auch Bayreuth und Titisee-Neustadt im Schwarzwald.

Drosten erhält prominente Hamburger Unterstützung

Der Hamburger Weltärztebund-Vorsitzende Prof. Frank Ulrich Montgomery hat den Charité-Virologen Prof. Christian Drosten verteidigt. Montgomery sagte im „Talk aus Berlin“ (RBB) über die Berichterstattung der „Bild“-Zeitung, die Drosten scharf attackiert: „Diese Kampagne, die da läuft, ist ja erkennbar eine Kampagne. Die finde ich in der Tat schmierig und schmutzig.“

Es sei aus wissenschaftlicher Sicht völlig in Ordnung, dass sich jemand wie Drosten auch immer wieder korrigiere. „Ich finde es so toll, wie dieser Mann, den ich übrigens bewundere für das, was er macht, wie er das offen nach außen kommuniziert“. Der wissenschaftliche Diskurs und Fortschritt laufe dank Digitalisierung in einer sehr hohen Geschwindigkeit ab: „Dass da einige Ministerpräsidenten und einige Zeitungen in der Geschwindigkeit ihres Denkens nicht mitkommen, ist deren Problem, aber nicht das Problem von Herrn Drosten“, so Montgomery.

CDU fordert Soforthilfe für Caterer und Hochzeitsplaner

Corona-Zeiten sind miese Zeiten, auch für heiratswillige Paare. Verliebte haben derzeit keine Lust auf eine Eheschließung, und Hochzeitsplaner können ihren Beruf nicht ausüben (wir berichteten). Die Zahl der Eheschließungen geht wegen Corona stark zurück, wie die Antwort auf eine schriftliche Kleine Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion ergibt. Wurden im April 2018 in Hamburg noch 484 Eheschließungen und im April 2019 442 Eheschließungen durchgeführt, waren es in diesem April nur noch 334. Also ein Rückgang im Vergleich zu 2018 um 31 Prozent. Seit dem 16. März wurden 95 Termine zur Eheschließung abgesagt. Übrigens: Wer heiraten möchte, kann den Trautermin, unabhängig vom Grund, immer verschieben. Eine Anmeldung der Eheschließung ist sechs Monate gültig.

André Trepoll, CDU-Fraktion: „Es ist traurig zu sehen, dass sich die Corona-Pandemie auch auf das Heiraten auswirkt. Das ist nicht nur für die Heiratswilligen eine Belastung, sondern auch für Eventlocations, Caterer. Hier muss der rot-grüne Senat den Betroffenen mit Soforthilfen länger unter die Arme greifen.“

Coronavirus – die Fotos zur Krise:

Corona-Sonderausschuss tagt in Hamburg

Der zur Bewältigung der Corona-Krise eingesetzte Sonderausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft will am Donnerstag über die Themen Wirtschaft und Finanzen debattieren. Das seit 30. April arbeitende Gremium mit 20 Mitgliedern tagt in der Regel alle zwei Wochen. Schwerpunkte waren bereits die Entwicklung der Neuinfektionen, Soziales oder Schulen. Der Sonderausschuss soll die Bewältigung der Krise parlamentarisch begleiten, solange noch nicht alle Fachausschüsse eingesetzt sind. Die Bürgerschaft war am 23. Februar gewählt worden. Wahlsieger SPD und Grüne verhandeln zurzeit über die Bildung einer Koalition.

Was ist erlaubt, was nicht? Fragen an den Bürgermeister:

Was ist erlaubt, was nicht? Fragen an den Bürgermeister

Hamburger Theater planen erste Veranstaltungen

Nach wochenlanger Pause sind in Hamburg wieder Kulturveranstaltungen im Freien für bis zu 50 Zuschauern erlaubt. Zwei besonders kreative Formate sind schon bald geplant: Kamp­nagel kehrt vom 9. bis zum 21. Juni mit einer Ausgabe des „Live Art Festivals“ zurück. Unter dem Titel #ZivilerGehorsam will das Festival zeigen, wie sich künstlerische Potenziale auch in Corona-Zeiten entfalten können. Das Hamburger Kollektiv „geheimagentur“ bringt Performances zum Publikum nach Hause. „Unboxing Unboxing“ heißt das Projekt, das Performance-Pakete direkt an die Haustür liefert – kontaktlos oder korrekt mit Maske und Abstand. Sechs Performance-Boxen stehen zur Auswahl.

Auch das Junge Schauspielhaus zeigt sich wieder: Es veranstaltet „Heckentheater“ im Stadtpark. An den ersten drei Juni-Wochenenden präsentiert es dort zwei seiner Erfolgsstücke, unter freiem Himmel und unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln. Auf dem Freiluft-Spielplan stehen „Ein Schaf fürs Leben“ (ab 5 J.) und „Nichts. Was im Leben wichtig ist“ (ab 13 J.).

Corona-Pandemie: Jugendherbergen haben noch Zimmer frei

Ab Pfingsten öffnen Jugendherbergen in Schleswig-Holstein, Hamburg und dem nördlichen Niedersachsen nach der Corona-Pause wieder. Es sind noch Zimmer frei! Nach einem Dreistufenplan öffnen zunächst 15 der 45 Jugendherbergen, unter anderem Häuser an Nord- und Ostsee, an Seen und in der Großstadt. Den Auftakt machen die Jugendherberge Hörnum auf Sylt und die Jugendherberge Hamburg „Auf dem Stintfang“. Außerdem die Herbergen Bad Malente, Dahme, Fehmarn, Friedrichstadt, Glückstadt, Helgoland, Kappeln, Neumünster, Ratzeburg, Scharbeutz, List und Westerland auf Sylt. Weitere Jugendherbergen folgen.

Coronavirus: Verhaltensregeln und Empfehlungen der Gesundheitsbehörde

  • Reduzieren Sie Kontakte auf ein notwendiges Minimum, und halten Sie mindestens 1,50 Meter Abstand zu anderen Personen
  • Achten Sie auf eine korrekte Hust- und Niesetikette (ins Taschentuch oder in die Armbeuge)
  • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände gründlich mit Wasser und Seife
  • Vermeiden Sie das Berühren von Augen, Nase und Mund
  • Wenn Sie persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, sollten Sie sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an Ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden

Lesen Sie hier den Newsblog von Mittwoch, 27. Mai

( gen/maj/dpa/ryb/cw )

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