Bildung

Mehr Mittel für Hamburgs Hochschulen "nicht ausreichend"

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Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank.

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank.

Foto: Roland Magunia

Gewerkschaft warnt: Erhöhung der Mittel reiche nicht aus, um stabilere Beschäftigungsverhältnisse zu schaffen.

Hamburg.  Die vorläufige Vereinbarung von SPD und Grünen zur künftigen Grundfinanzierung der staatlichen Hamburger Hochschulen hat für geteilte Reaktionen gesorgt. Der Plan sieht vor, dass es bis 2027 einen jährlichen Ausgleich für Tarif- und Inflationssteigerungen von maximal zwei Prozent geben soll sowie zusätzliche Mittel etwa für die Digitalisierung der Hochschulen, für den Ausbau der Infektionsforschung und für Neubauten und Sanierungen.

Universitäts-Präsident Dieter Lenzen erklärte, angesichts der finanziellen Belastungen durch die Corona-Krise sei das Ergebnis „erstaunlich und ein großer Erfolg für die Wissenschaft“. Genau bewerten lasse sich das zwar erst, wenn klar sei, was die Verhandlungen für jede einzelne Hochschule bedeuteten. Mindestens könne die Budgetsteigerung aber wohl die Defizite der vergangenen acht Jahre ausgleichen, sagte Lenzen.

Chef der HafenCity Universität „sehr zufrieden“ mit dem Verhandlungsergebnis

Der Präsident der Technischen Universität Hamburg, Ed Brinksma, erklärte, die Ergebnisse spiegelten „nicht die notwendige Rolle der Hamburger Hochschulen wider“, wiewohl dies auch der Corona-Krise geschuldet sei. Die „moderate Steigerung“ sei zwar „ein wichtiger Schritt in Richtung einer auf die Zukunft ausgelegten Hochschulentwicklung“. Aber: „Unter den gegebenen Umständen ist es eine große Herausforderung, das Wachstum der Technischen Universität weiter voranzutreiben.“

Jörg Müller-Lietzkow, Chef der HafenCity Universität, sagte, er sei angesichts der „besonderen Rahmenbedingungen“ grundsätzlich „sehr zufrieden“ mit dem Verhandlungsergebnis. „Natürlich werden sich nun nicht alle Wünsche realisieren lassen, aber sind wir sind optimistisch, keine weiteren tiefen Einschnitte vornehmen zu müssen und vor allem in unseren Profilbereichen vorangehen zu können.“

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Hamburg teilte mit, die Erhöhung der Mittel sei zwar richtig, reiche aber „nicht aus, um die seit Jahren andauernde Unterfinanzierung kompensieren und stabilere Beschäftigungsverhältnisse schaffen zu können“. In den vergangenen Jahren war die Grundfinanzierung nur um jährlich 0,88 Prozent gestiegen, was die Hochschulchefs vielfach kritisiert hatten.

( mha )

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