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Kultmöbelhaus in der City Nord bald wieder geöffnet

Kommunikation auf allen Kanälen

Das Kultmöbelhaus in der City Nord rüstet sich für die Wiedereröffnung nach der Corona-Zwangspause.

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In wenigen Tagen soll die 10.000 Quadratmeter große Ausstellungsfläche der Wäscherei endlich wieder öffnen. Sich auf einen Bruchteil von 800 Quadratmetern zu beschränken, war vor allem angesichts der vielen Neuheiten für Hausherr Michael Eck und sein Team keine leichte Aufgabe. Die Erleichterung, diese einschneidende Phase in Kürze überstanden zu haben, ist dem Inhaber des Kultmöbelhauses in der City Nord deutlich anzumerken. Doch an Arbeit fehlte es ihm und seinem Team auch während der Krise nicht. Während der Wochen hinter geschlossenen Türen nutzten sie sämtliche Social Media Kanäle, um mit ihren Kunden in Kontakt zu bleiben. Über Website, Newsletter, Facebook, Instagram oder künstlerisch anspruchsvolle Videobotschaften konnten sie ihnen auf diese Weise das Sortiment und den Lifestyle ihrer Wohn- und Erlebniswelt auch ohne persönlichen Besuch vermitteln. Darüber und von aktuellen Neuheiten berichtet Michael Eck beim ersten Abendblatt-Rundgang nach der Corona-Zwangspause.

Hamburger Abendblatt: Herr Eck, es ist schon seltsam, Sie mit Maske hier auf mich zukommen zu sehen...

Michael Eck: Das kann ich nur zurückgeben...Warten Sie, ich muss erst einmal etwas erledigen (er holt sich einen Teppichschneider vom Kassentresen und durchtrennt fast feierlich die rotweiße Absperrfolie direkt unter einer Buddha Statue am Rande der Accessoires-Abteilung). So, das war jetzt der Befreiungsakt. Ab heute Abend können meine Mitarbeiter die Sachen wieder auf die Fläche sortieren. Wir sind alle heilfroh, dass diese unfreiwillige Schließung hinter uns liegt und wir ab nächster Woche wieder öffnen dürfen. Es ist immer noch alles sehr surreal.

Sie haben sich ja trotzdem nicht entmutigen lassen, wie ihre Social-Media-Aktivitäten verraten.

Ja, wir waren da ja schon immer sehr kreativ und jetzt in der Krise sind wir zur Hochform aufgelaufen. Die Not und diese für alle Händler gleichermaßen bizarre Situation setzte neue Ideen frei – und viele davon werden wir auch weiterhin für unsere Kundenkommunikation beibehalten. Insofern hatte dieser ganze Irrsinn am Ende noch sein Gutes.

Was genau haben Sie getan?

Als wir merkten, dass erst einmal Schicht ist im Schacht, haben wir sofort unsere Stammkunden aktiviert und ihnen per Mail oder WhatsApp maßgeschneiderte Angebote gemacht, die viele zu unserer großen Freude auch sehr gern angenommen haben. Die meisten waren im Homeoffice und daher auch während der Arbeitszeit offen für unsere Ansprache. Weiterer Pluspunkt ist unsere, sagen wir: Einzigartigkeit und große Markenbekanntheit auch weit über Hamburg hinaus, die wir natürlich gnadenlos ausnutzen (lacht unter der Maske).

Wie genau?

Im März und April fütterten wir beispielsweise unseren Onlineshop mit vielen stark reduzierten Ausstellungsstücken, um Platz für Neuheiten zu schaffen. Das hat sich gelohnt. Gerade in solchen Zeiten investieren die Menschen in ihr Zuhause, wollen es sich möglichst bequem machen. Sie verbringen ja plötzlich gezwungener Maßen den Großteil ihrer Zeit dort, da fällt ihnen dann auf, dass ihnen das Sofa eigentlich schon lange nicht mehr gefällt oder ein paar frische Accessoires hermüssen, um die Stimmung aufzuhellen.

Haben die Leute denn überhaupt noch Lust auf Konsum?

Offenbar schon. Wir wissen beispielsweise, dass viele Kunden ihre Budgets umgeschichtet haben: Da viele ihre Urlaubsreise abgehakt haben, wollen sie jetzt ihren Balkon oder ihre Terrasse neu gestalten für den heimischen Sommerurlaub. Auch hierzu erhalten sie von uns entsprechende Angebote auf digitalem Weg.

Dieser Vertriebsweg scheint Ihnen ja sehr zu gefallen...

Er hat sich in der jetzigen, sehr ausdifferenzierten Form in den vergangenen Wochen als erfolgreicher Bestandteil unserer täglichen Arbeit etabliert. Das ist auf jeden Fall positiv. Aber natürlich ersetzt dieser Weg nicht das physische und haptische Einkaufserlebnis und die persönliche Beratung vor Ort. Wir sind leidenschaftliche Einzelhändler, die den Kundenkontakt lieben – da waren einige meiner Leute schon auf Entzug (lacht). Wir sind daher alle froh, dass wir unsere Neuheiten wieder live und in Farbe präsentieren können – zum Beispiel dieses extrem komfortable Outdoor-Daybed von Bullfrog, das jede Körperbewegung mitmacht (setzt sich auf die Liegewiese und federt hin- und her). Das kann man digital nicht nachempfinden (lacht). Damit ist der Sommerurlaub auf der heimischen Terrasse doch gerettet oder?

Welche Bedeutung haben Ihre Videos in diesem Konzept?

Die Videos sind mittlerweile wichtiger Imageträger und tragen sehr zu unserer Bekanntheit bei. Sie sind wie ein schräger, virtueller Rundgang durch unser Haus mit Fokus auf aktuelle Neuheiten. Wir produzieren sie mit sehr viel Liebe zum Detail und unterlegen sie mit Retro-Musik, die ich meist selbst aussuche. Auch die Lifestreams mit unseren hauseigenen DJs finden riesigen Anklang. Sie sind cool und unaufgeregt und zeigen dabei den besonderen Charakter der Wäscherei ohne großes Werbegeschrei...

Zu den Neuheiten: Sie hatten ja viele Ausstellungsstücke reduziert, um Platz für die aktuellen Kollektionen zu schaffen. Auf welche Trends möchten Sie unsere Leser besonders hinweisen?

Im Bereich der Polstermöbel habe ich gerade zwei Lieblingstrends, die ich Ihnen gern zeigen möchte (geht voran in die Sofaabteilung und bleibt vor einer grünbezogenen Sofalandschaft stehen).

Hier sehen Sie ein Samtsofa in einer Art Breitcordoptik und Used-Waschung. Ist auch so noch nie dagewesen, der Bezug ist nicht umsonst patentiert.

(Er geht voran in einen anderen Teil der menschenleeren Abteilung und zeigt auf ein Ensemble weißer Polstermöbel.)

Und hier sehen sie das Sofa Tango und einen Sessel namens Spengler – sehr elegant, sehr empfindlich, genauso wie dieser Drehsessel hier, dessen Bezug an ein Schafsfell erinnert. Er heiß nicht umsonst Teddy.

Und wo sehen Sie die stärksten Entwicklungen im Bereich der Ess- und Schlafzimmermöbel?

Stark im Kommen für das Esszimmer sind Keramiktische, etwa von der Firma Mobilberica, kombiniert zu Samtstühlen. Ein toller Kontrast. Auch Glaskleiderschränke im Schlafzimmer setzen sich immer mehr durch. In der Bettenabteilung tut sich auch viel. Hier wurde in den vergangenen Wochen am meisten umgebaut. Sie finden hier unter anderem ein neues Matratzen- und Teppichstudio sowie viele neue Schränke, die mit ihren glänzenden Oberflächen und Glaselementen viel Frische und Leichtigkeit in die Räume bringen.

Das ändert sich allerdings, wenn wir unseren nächsten Eigenentwurf präsentieren, für den wir dann hoffentlich auch wieder einen Designpreis einheimsen (lacht).

Warum glitzert es eigentlich bei den Kojen so auffällig?

Hier haben wir den nächsten, auch von uns propagierten Trend: Neonbeleuchtungen in allen Formen, ob als Hängelampe oder als etwas „trashiges“ Objekt (zeigt auf Plexiglaskuben, in denen die Schriftzüge „Boys“ und „Girls“ aufleuchten). Dieser Trend zeigte sich schon auf der letzten Maison d`Objet (Accessoires-Messe, d. Red.) und wird uns sicher noch länger begleiten...

Und was erwartet uns im Outlet MyMexiko ?

Das sehen Sie gleich (wir machen uns auf den Weg in die zweite Möbelwelt der Wäscherei, direkt neben dem Haupteingang. Ein Türsteher winkt uns vorbei an der Besucherschlange, die geduldig auf Einlass wartet).

Hier finden Sie Möbel zu einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis, wie Sie hier sehen (zeigt auf eine Sofalandschaft für unter 700 Euro). Sie bekommen, wie im Haupthaus, auch hier alle Modelle in verschiedenen Bezügen.

Sind das nicht ausgemusterte Produkte aus der Hauptausstellung?

Nein, das ist ein grundlegendes Missverständnis, dem viele noch aufsitzen. Es handelt sich um ein komplett eigenständiges Sortiment hochwertiger und gleichzeitig äußerst preiswerter und designorientierter Möbel, vor allem natürlich Sofas in allen Variationen. Hier nutzen wir unsere sehr guten Kontakte zu vielen Lieferanten aus dem Ostblock, die handwerklich top sind und sich an den aktuellen Formen und Bezugsstoffen internationaler Markenhersteller orientieren. Die Erkenntnis also: Gutes Design und perfekte Verarbeitung sind keine Frage des Geldes – man muss nur wissen, wo man beides in findet (lacht).

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