Kältewelle

Wetter in Hamburg: Erst Mai-Sommer, dann Temperatursturz

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Wetter in Hamburg: In den kommenden Tagen wird es sonnig in der Hansestadt (Archivbild).

Wetter in Hamburg: In den kommenden Tagen wird es sonnig in der Hansestadt (Archivbild).

Foto: Marcelo Hernandez

Pünktlich zu den Eisheiligen gibt es eine Kältewelle. Doch zuvor wird es sonnig und freundlich. Die Aussichten.

Hamburg. Dank des Hochs Paul zeigt sich der Wonnemonat Mai in Hamburg in den kommenden Tagen von seiner schönen Seite: Sonniges und trockenes Wetter lädt zu Spaziergängen und Ausflügen ins Freie ein – die Temperaturen steigen wieder an und knacken aller Voraussicht nach sogar die 20-Grad-Marke. Doch am Muttertag ist der Mai-Sommer bereits wieder vorbei. Dann erreicht den Norden und ganz Deutschland eine Kältewelle.

Bis Sonnabend klettert das Thermometer jeden Tag ein kleines Stückchen höher, Sonnabend könnte eine Höchsttemperatur von 21 Grad erreicht werden. Neben einer hohen UV-Belastung muss jedoch auch mit starkem Pollenflug gerechnet werden, da nun auch die ersten Gräserpollen unterwegs sind. Regen fällt bis zum Wochenende nicht mehr.

Wetter in Hamburg: Temperaturen in den Keller

Die Freude über das sonnig-warme Wetter in Hamburg hält aber nicht lange an. Zum Muttertag komme das böse Erwachen, teilte Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net am Dienstag mit. "Nachdem es zuvor sommerlich schön und warm war, stürzen die Temperaturen in den Keller", sagt der Wetterexperte. Das bedeute auch Gefahr für die Natur und die Landwirtschaft. Jung warnt: "Spätfröste können die Blüten schädigen.“

In der Nacht zum Montag – pünktlich zu den Eisheiligen, die am 11. Mai beginnen und am 15. Mai enden – wird es kalt in Hamburg und Umgebung. Auch Frost ist an einigen Orten möglich. Doch nicht nur Norddeutschland ist von dem Temperatursturz betroffen. Ganz Deutschland erreiche eine polare Kältewelle mit Nachtfrösten und Schnee in Lagen oberhalb von 500 Metern, sagt auch der Hamburger Diplom-Meteorologe Frank Böttcher. "Sogar im Flachland sind Schneeregen- und Graupelschauer zu erwarten." Ab Sonntag erreiche Kaltluft polaren Ursprungs Deutschland von der Nordsee her.

Eisheiligen wären eigentlich zehn Tage später

Dominik Jung weist darauf hin, dass die Eisheiligen eigentlich erst zehn Tage später beginnen würden. "Das ist eine sehr alte Bauernweisheit und die gab es schon vor der gregorianischen Kalenderreform – damals wurden aber zehn Tage aus dem Kalender gestrichen", so Jung. Wie dem auch sei: Verspätete Fröste können in Mai immer wieder mal auftreten.

Hoffnung machen die weiteren Aussichten: Denn es deutet sich an, dass es nach den Eisheiligen wieder wärmer wird und der Mai zurecht als Wonnemonat bezeichnet werden kann. Frank Böttcher sagt: "Nach wenigen Tage wird sich mit dem Ende der Eisheiligen am 15. Mai wieder milderes Maiwetter einstellen."

Wissenswertes zum Thema Frühling:

  • Der kalendarische Frühlingsanfang ist am 20. März, meteorologisch beginnt der Frühling am 1. März
  • Krokusse gelten als Vorboten des Frühlings
  • Im Frühling blühen unter anderem: Tulpen, Alpenveilchen, Hyazinthen, Narzissen, Stiefmütterchen

Freundlich und trocken in Hamburg und Schleswig-Holstein

Aktuell ist in Hamburg und Schleswig-Holstein am Mittwoch mit freundlichem Wetter und Sonnenschein zu rechnen. Im Tagesverlauf sind ein paar Quellwolken möglich, aber es bleibt trocken, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstagmorgen mitteilte. An den Küsten können am Nachmittag vereinzelt stärkere Böen auftreten.

Auf den Nordseeinseln werden Temperaturen um 11 Grad, im Herzogtum Lauenburg bis 16 Grad erwartet. In der Nacht zu Donnerstag bleibt es laut DWD trocken. Die Tiefstwerte liegen bei 5 bis 8 Grad.

( coe/dpa )

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