München/Hamburg. Gül Pinar und weitere Vertreter der Opfer greifen Urteilsbegründung des Oberlandesgerichtes an – mit drastischen Worten.

Zwei Jahre nach dem Urteil gegen die NSU-Terroristin Beate Zschäpe hat die Hamburger Anwältin Gül Pinar gegen das Münchener Oberlandesgericht und den Prozessvorsitzenden Manfred Götzl schwere Vorwürfe erhoben. Pinar, die die Angehörigen des Hamburger NSU-Opfers Süleyman Tasköprü als Nebenkläger vertrat, fordert mit 18 weiteren Anwälten in einem Schreiben, das dem Abendblatt vorliegt, die Akten im Bundesarchiv Interessierten zugänglich zu machen. Den Richtern attestieren die Anwälte eine „hässliche Gleichgültigkeit“ gegenüber den Nebenklägern.