Museen

Digitale lange Nacht der Museen übertrifft Erwartungen

dpa
Besucher der Deichtorhallen bei einer vergangenen, noch analogen "Langen Nacht der Museen".

Besucher der Deichtorhallen bei einer vergangenen, noch analogen "Langen Nacht der Museen".

Foto: dpa

Hamburg. Die Lange Nacht der Museen war in Hamburg in der Nacht zu Sonntag komplett digital erlebbar. Vom Sofa aus konnten die Besucher über Facebook und YouTube unter virtuellen Rundgängen, Führungen, Musik und Liveschaltungen in 38 Museen wählen. Am Ende der Nacht hatten Zehntausende dieses Angebot genutzt, wie der Museumsdienst Hamburg am Sonntag mitteilte. So seien über Facebook etwa 74 000 Personen erreicht worden, weitere 23 000 Zugriffe gab es über die Veranstaltungswebsite und die Liveschaltungen aus sechs beteiligten Museen hätten insgesamt gut 3700 Zuschauer verfolgt.

Die virtuellen Besucher konnten unter anderem im Medizinhistorischen Museum aus der Corona- in die Cholera-Zeit blicken, im Museum des FC St. Pauli wurden sie von Kuratoren durch's Millerntor geführt und in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme ging es per Livestream zur Spurensuche auf dem Gelände.

"Das hohe Engagement der Hamburger Museen und die große Resonanz der Teilnehmer*innen an der Übertragung der Langen Nacht der Museen in Hamburg im digitalen Raum hat unsere Erwartungen weit übertroffen!", sagte Museumsdienstleiterin Vera Neukirchen laut Mitteilung. Von dem digitalen Großevent könne die Museumslandschaft für die digitale Zukunft viel lernen. "Digitale Formate werden in Zukunft eine wertvolle Ergänzung sein."

Ursprünglich waren für die Lange Nacht der Museen in den etwa 60 großen und kleinen Museen Hamburgs etwa 900 Veranstaltungen geplant. Sie mussten wegen des sich ausbreitenden Coronavirus abgesagt werden.

( dpa )