Kirche

Gottesdienste in Hamburg: Erzbischof bittet um Geduld

Hamburgs Erzbischof Stefan Heße wendet sich in der Coronakrise per Videobotschaft an die Katholiken (Archivbild).

Hamburgs Erzbischof Stefan Heße wendet sich in der Coronakrise per Videobotschaft an die Katholiken (Archivbild).

Foto: Marcelo Hernandez

Stefan Heße wendet sich in einer Videobotschaft an Katholiken. Wann die Gotteshäuser der Hansestadt wieder öffnen könnten.

Hamburg. Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße hat die Katholiken um Geduld gebeten, bis in der Coronakrise wieder öffentliche Gottesdienste gefeiert werden können.

„Der Ruf nach Normalität ist laut und natürlich verständlich“, sagte Heße in einer Videobotschaft. Auch er freue sich, wenn die Kirchen wieder mit Leben gefüllt werden und „wir wieder wie gewohnt zusammenkommen“.

Aber dafür sei Geduld erforderlich. „Wahrscheinlich wird es nur in kleinen Schritten gehen und wir müssen auch wieder mit Rückschlägen rechnen“, sagte der Erzbischof.

Gottesdienste in Hamburg: Kirche vor "entscheidender Frage"

Als „entscheidende Frage“ bezeichnete er es, wie Gottesdienste gefeiert werden könnten, ohne einander zu gefährden. Daran werde auf mehreren Ebenen gearbeitet.

Der Senat ist nach Abendblatt-Informationen weiterhin mit Religionsgemeinschaften in Hamburg in Gespräch, um Kirchen, Moscheen und Synagogen wieder für Gottesdienste zu öffnen.

In Hamburg sind solche Veranstaltungen bis zum 6. Mai – in anderen Regionen ist es der 3. Mai – derzeit untersagt. Während Sachsen zum Beispiel Gottesdienste für die maximale Teilnehmerzahl von 15 Personen erlaubt hat, ist das in Hamburg momentan noch nicht möglich.

Hygieneregeln in der Kirche

Eine finale Entscheidung, wie es weitergehen soll, noch nicht gefallen. Erwartet werden zunächst die Ergebnisse einer Sitzung am 30. April auf Bund-und Länderebene. Daraus seien dann regionale Konsequenzen zu ziehen, hieß es bei der evangelischen Kirchen in Hamburg.

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Möglich ist, dass Hamburgs Gotteshäuser nach dem 6. Mai unter bestimmten Bedingungen wieder öffnen könnten. Dazu gehören Hygiene- und Abstandsregeln, der Einsatz von Desinfektionsmitteln und die Einhaltung einer bestimmten Gruppengröße der versammelten Personen.

Der Senat führt dazu regelmäßig Gespräche mit jenen Religionsgemeinschaften, mit denen er einen Staatsvertrag geschlossen hat. Die Kontakte finden per Mail oder Telefon statt.

Coronavirus: Verhaltensregeln und Empfehlungen der Gesundheitsbehörde

  • Reduzieren Sie Kontakte auf ein notwendiges Minimum, und halten Sie mindestens 1,50 Meter Abstand zu anderen Personen
  • Achten Sie auf eine korrekte Hust- und Niesetikette (ins Taschentuch oder in die Armbeuge)
  • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände gründlich mit Wasser und Seife
  • Vermeiden Sie das Berühren von Augen, Nase und Mund
  • Wenn Sie persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, sollten Sie sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an Ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden