Schulen

Mit Schutzmasken und Abstand: Abiturprüfungen in Hamburg

Tische stehen mit Sicherheitsabstand zueinander in einem Klassenraum im Gymnasium Eppendorf.

Tische stehen mit Sicherheitsabstand zueinander in einem Klassenraum im Gymnasium Eppendorf.

Foto: dpa

Coronabedingt mit einigen Tagen Verspätung sind Hamburgs angehende Abiturienten in ihre schriftlichen Prüfungen gestartet. Den Anfang machten sie im Fach PGW (Politik, Gesellschaft, Wirtschaft).

Hamburg. Unter strengen Hygieneregeln haben am Dienstag an Hamburgs Gymnasien und Stadtteilschulen die schriftlichen Abiturprüfungen begonnen. Am ersten Tag schrieben rund 2300 Schülerinnen und Schüler ihre Klausuren im Fach PGW (Politik, Gesellschaft, Wirtschaft). Am Mittwoch geht es weiter mit Geschichte und dann folgen die verschiedenen Fächer bis zum geplanten Abschluss der Abiturprüfungen am 6. Mai. Insgesamt gibt es in Hamburg nach Angaben der Schulbehörde rund 9800 Abitur-Prüflinge. Wegen der Corona-Krise war der ursprünglich am 16. April geplante Beginn der Prüfungen verschoben worden.

"Wir sind mit dem Ablauf der Prüfungen sehr zufrieden", sagte Maike Languth, Schulleiterin am Gymnasium Eppendorf, der Deutschen Presse-Agentur. Es sei eine gute Entscheidung gewesen, die Schüler und Schülerinnen nicht in einer großen Aula wie sonst, sondern in den normalen Klassenräumen - höchstens zu acht - ihre Prüfungen schreiben zu lassen. "Die Schüler haben sich an die Abstandsregeln gehalten, alle waren ein bisschen aufgeregt", sagte die Direktorin. Wenn sie wollten, konnten die Schüler Schutzmasken tragen. Am Morgen hätten die Schüler das Schulgebäude durch drei unterschiedliche Eingänge und zu zwei unterschiedlichen Zeiten betreten.

Während der Prüfung durften in einem normalen Klassenraum höchstens zehn Schülerinnen und Schüler die Klausuren bearbeiten. Es lagen Schutzmasken bereit für die Schüler, die eine Maske tragen wollten. Schüler mit Vorerkrankungen können die Klausuren auf Antrag in einem eigenen Raum schreiben. Mutmaßlich infizierte Schüler dürfen nicht teilnehmen, auch wenn sie keine Covid-19-Symptome zeigen. Lehrkräfte, die zu den Risikogruppen gehören und zum Beispiel Diabetiker oder älter als 60 Jahre sind, sollen nach Möglichkeit nicht eingesetzt werden.

"Wir gehen davon aus, dass alles reibungslos geklappt hat", sagte ein Sprecher der Hamburger Schulbehörde. Der Schulbehörde seien keinerlei Zwischenfälle gemeldet worden. Bereits in der vergangenen Woche hätten die Schüler an Berufsschulen ihre Abschlussprüfungen begonnen, auch dort sei alles reibungslos verlaufen. Die Schüler der 9. und 10. Klassen hätten bereits in der vergangenen Woche mit ihren mündlichen Prüfungen begonnen, die schriftlichen Arbeiten sollen ab dem 5. und 6. Mai folgen. Auch hier sei alles so weit unter den neuen Hygieneregeln ohne Probleme abgelaufen.