Hilfsaktion

Hamburger Gabenzaun versorgt Bedürftige in der Stadt

Der Gabenzaun am Hamburger Hauptbahnhof (Archivbild).

Der Gabenzaun am Hamburger Hauptbahnhof (Archivbild).

Foto: Michael Rauhe

Selten ist Unterstützung so einfach und kommt so direkt an. Spenden können einfach an den Zaun gehängt werden.

Hamburg.  Nähe schenken – das geht auch mit Abstand. Diese schöne Erkenntnis macht unsere Hansestadt in diesen Tagen so stark. Ein ausgezeichnetes Beispiel anpackender Hilfsbereitschaft ist der „Hamburger Gabenzaun“. Selten ist Unterstützung so einfach und kommt so direkt an: Wer nützliche, neuwertige Artikel für bedürftige Menschen hat, hängt die Spenden in transparente Tüten verpackt an einen Zaun, der nicht trennt, sondern verbindet. Auf dem Heidi-Kabel-Platz am Hauptbahnhof, in Höhe Ohnsorg-Theater, ist er seit gut drei Jahren eine Institution.

Besonders benötigt werden aktuell Hygieneartikel wie Feuchttücher, Toilettenpapier, Deos oder Konserven und andere haltbare Lebensmittel, am besten mit einem Holzlöffel versehen. „Wichtiger noch als das Essen ist in Krisenzeiten eine persönliche Ansprache“, sagt Jana Behrens aus Barmbek im Namen des Gabenzaun-Teams. Das geht auch mit Distanz. Denn: „Nichts ist schlimmer, als nicht beachtet zu werden.“

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Der gemeinnützige Verein kümmert sich um jene „Zaungäste“, die im Schatten der Gesellschaft stehen – derzeit mehr denn je. Um zu enge Kontakte mit den obdachlosen Menschen zu vermeiden, entwickelten die ehrenamtlichen Mitstreiter den „Gabenzaun to go“. Mit drei Bollerwagen sind Helfer auf Achse, um die Spenden dorthin zu bringen, wo sie so dringend benötigt werden. Der gemeinnützige Verein ist auf Spenden angewiesen. Wie man konkret helfen kann, ist im Internet unter www.hamburger-gabenzaun.de zu erfahren.

( jmo )

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