Treffen in Hamburg

Ukrainischer Geheimdienst enttarnt russischen Spion

Der ukrainische Geheimdienst hat nach eigenen Angaben einen russischen Spion aus den eigenen Reihen enttarnt und festgenommen (Symbolbild).

Der ukrainische Geheimdienst hat nach eigenen Angaben einen russischen Spion aus den eigenen Reihen enttarnt und festgenommen (Symbolbild).

Foto: picture alliance / Robert Schlesinger

Der SBU hat einen Generalmajor aus den eigenen Reihen gefasst. Dieser soll seinen Kontaktmann in Hamburg getroffen haben.

Kiew/Hamburg. Der ukrainische Geheimdienst SBU hat nach eigenen Angaben einen russischen Spion in den eigenen Reihen enttarnt. Der Generalmajor sei am Dienstag festgenommen worden, teilte der SBU in Kiew mit. Der 56-Jährige soll seit Jahren Informationen unter anderem über Geheimoperationen gegen die von Russland unterstützten Separatisten in der Ostukraine an Moskau weitergegeben haben.

Russischer Spion soll Terroranschläge geplant haben

Zudem soll er weitere Agenten angeworben und Terroranschläge in der Ukraine geplant haben. Den Angeworbenen seien die russische Staatsangehörigkeit und Geld versprochen worden. Treffen mit seinem Kontaktmann beim russischen Inlandsgeheimdienst FSB sollen unter anderem in Hamburg, aber auch in Frankreich und Kroatien stattgefunden haben.

Der Verdächtige soll im Auftrag Russlands versucht haben, den Tschetschenen Adam Osmajew umzubringen. Osmajew war 2012 wegen der angeblichen Vorbereitung eines Attentats auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin in der Hafenstadt Odessa in der Südukraine festgenommen worden. Nach seiner Freilassung gab es zwei Attentate auf den Mann. Der Tschetschene überlebte, seine Frau wurde jedoch getötet.

( dpa )

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