Coronapandemie

UKE bietet Patienten ambulante Therapien per Video

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Das Ambulanzzentrum des Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) baut sein telemedizinisches Angebot aus (Symbolfoto). Die Patienten können von zu Hause aus über den eigenen Computer, das Tablet oder Smartphone an der Videosprechstunde teilnehmen.

Das Ambulanzzentrum des Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) baut sein telemedizinisches Angebot aus (Symbolfoto). Die Patienten können von zu Hause aus über den eigenen Computer, das Tablet oder Smartphone an der Videosprechstunde teilnehmen.

Foto: imago images / Christian Ohde

In der Coronakrise baut das Universitätsklinikum Eppendorf telemedizinisches Angebot aus. Für wen die Online-Sprechstunde gedacht ist.

Hamburg. Das Ambulanzzentrum des Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) baut sein telemedizinisches Angebot aus. So könnten Patienten auch während der Coronapandemie umfassend versorgt werden. Zugleich werde so die weitere Ausbreitung des Coronavirus verhindert, teilte das UKE am Mittwoch mit.

Seit Anfang April bieten im Ambulanzzentrum rund 40 Ärztinnen und Ärzte unter anderem aus den Fachbereichen Infektiologie, Rheumatologie, Flüchtlingsambulanz und Psychotherapie ihren Patienten eine telemedizinische Versorgung an. Bis Ende des Monats sollten weitere Fachbereiche folgen.

Verlässliche Therapie dank Telemedizin

„Wir möchten unseren Patienten des Ambulanzzentrums auch während der Coronapandemie eine bestmögliche Versorgung anbieten, dabei jedoch gleichzeitig die physischen Kontakte reduzieren", sagt Tillmann Halbuer, Kaufmännischer Geschäftsführer des UKE-Ambulanzzentrums.

Die Telemedizin sei dafür ein guter Weg. "Sie ermöglicht uns, vor allem unseren Patientinnen und Patienten mit chronischen oder psychischen Erkrankungen auch in Zeiten von Corona eine kontinuierliche und verlässliche Therapie anbieten zu können", so Halbuer. Außerdem sei die Telemedizin für Patienten mit einem geschwächten Immunsystem oder für Patienten, die nicht aus Hamburg kommen, eine Alternative zur Sprechstunde vor Ort.

Angehörige können dazugeschaltet werden

So funktioniert es: Über gesicherte Netzwerke können die Ärzte sowie Therapeuten ambulante Therapien per Video durchführen. Die Patienten können von zu Hause aus über den eigenen Computer, das Tablet oder Smartphone an der Videosprechstunde teilnehmen. Bei Bedarf können auch Angehörige oder Dolmetscher dazugeschaltet werden.

Informationen zum Coronavirus:

Die Telemedizin eigne sich vor allem für gesprächsbasierte Therapien, die keiner körperlichen Untersuchung bedürften, heißt es in der Mitteilung des UKE. Das Angebot stehe allerdings nur Patientinnen und Patienten zur Verfügung, die bereits im UKE-Ambulanzzentrum in Behandlung seien. "Neue Patienten werden gebeten, sich nach vorheriger Terminabsprache weiterhin persönlich im Ambulanzzentrum vorzustellen."

Ob das telemedizinische Angebot auch nach der Coronapandemie aufrechterhalten wird, steht noch nicht fest. Darüber will das UKE-Ambulanzzentrum zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.

( ced )

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