Theater

Privattheatertage finden trotz Corona-Pandemie im Juni statt

Hamburg. Ungeachtet der Corona-Pandemie sollen die bundesweiten Privattheatertage im Juni in Hamburg stattfinden. "Noch ist nicht klar, ob wir die neunten Privattheatertage vor Publikum spielen können. Aber wir sind auf alles vorbereitet", erklärte der Initiator des Festivals, Axel Schneider, am Donnerstag. Doch gerade in Zeiten der Komplett-Schließung aller Theater sei es ein wichtiges Lebenszeichen, einige der besten Produktionen dieser Saison noch zeigen zu können. "Wenn nicht live im Saal, dann live bei den Zuschauer*innen zu Hause", betonte Schneider.

Nach Angaben der Veranstalter sollen vom 9. bis 21 Juni in Hamburg zwölf Inszenierungen aus ganz Deutschland gezeigt werden. Insgesamt hätten sich 93 Privattheater beworben. Für die Kategorie "(moderner) Klassiker" sind den Angaben zufolge das Kleine Theater am Südwestkorso Berlin mit "Eine blassblaue Frauenschrift" nach der Erzählung von Franz Werfel, das Societaetstheater Dresden mit "Macbeth", das Theater Lindenhof Melchingen mit "Drum wandle wehrlos fort durchs Leben, und fürchte nichts!" - eine Annäherung an Friedrich Hölderlin - sowie das Zimmertheater Rottweil mit "Nathan der Weise" von Gotthold Ephraim Lessing nominiert.

Beim "(zeitgenössischen) Drama" treten an: das Stuttgarter Theater Tri-Bühne mit "Das Fräulein Pollinger" - ein Volksstück mit Musik von Traugott Krischke nach Ödön von Horváth, das Stuttgarter Forum Theater mit "Ein Waldspaziergang" von Lee Blessing, das Offenburger Theater Eurodistrict Baden Alsace mit "Emmas Glück" - ein Theaterstück mit Gesang von Claudia Schreiber sowie das Münchner Zentraltheater mit "Wir kommen" nach dem Roman von Ronja von Rönne.

Die "Komödie" haben sich das Torturmtheater Sommerhausen mit "Alles was Sie wollen" von Matthieu Delaporte und Alexandre de La Patellière, das Magdeburger Theater an der Angel mit "Jahre später, gleiche Zeit" von Bernard Slade, das Hamburger Ohnsorg Theater mit "Extrawurst" von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob sowie das Junge Theater Göttingen mit "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" nach dem Roman von Joachim Meyerhoff auf die Fahnen geschrieben.